CSD Jerusalem: Aus Gegnern werden Freunde

CSD Jerusalem: Aus Gegnern werden Freunde


Gestern fand in der ewigen und unteilbaren Hauptstadt des jüdischen Staates Israel, in Jerusalem, die diesjährige Parade der schwul-lesbischen Community statt - bis zu 30.000 begeisterte Teilnehmer zogen durch die Stadt.

Zu einer ganz Israel berührenden Szene kam es am Rande der LGBT-Parade: Auf einer Bank saß Bentzi Gopstein, Leiter der Lehava-Organisation und bislang entschiedener und lautstarker Gegner der CSD-Parade in Jerusalem. Der schwule Moderator und Mitorganisator Assi Azar setzt sich kurzentschlossen neben ihn und beginnt mit ihm zu reden. Gegenüber dem nationalreligiösen Nachrichtensender Arutz Sheva sagt Azar: "Ich bin einfach nur glücklich - da ist die Parade, die vielen fröhlichen Menschen, und wir können alle gemeinsam und miteinander existieren." DEie beiden augenscheinlich anfänglich so entgegengesetzten Pole tauschen ihre Standpunkte aus - und kommen ins Nachdenken und dabei sich in ihrem gegenseitigen Respekt näher. Am Ende des kurzen, aber intensiven Gedankenaustauschs gibt es noch immer unterschiedliche Meinungen und Fragen - aber auch die Gewissheit, daß das Gemeinsame und der gegenseitige Respekt überwiegt: Am Echad - sie verabschieden sich mit einer herzlichen Umarmung.

 

 

Foto: Assi Azar (re) mit Bentzi Gopstein (Foto: Arutz Sheva)


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Freitag, 22 Juli 2016