Kurdischer Israel-Aktivist in der Türkei verhaftet: Protestkundgebung vor dem türkischen Konsulat in Hürth/NRW

Kurdischer Israel-Aktivist in der Türkei verhaftet:

Protestkundgebung vor dem türkischen Konsulat in Hürth/NRW


Die Kurdisch-Israelische Freundschaftsgesellschaft (KIFA) ruft für den 14. Juli zu einer Protestkundgebung vor dem türkischen Generalkonsulat in Hürth bei Köln auf. Nachfolgend dokumentieren wir das entsprechende Schreiben des KIFA-Vorsitzenden.

Meine lieben Damen und Herren,

Lieber Türkei Staats Präsident Racab Tayb Erdoghan,

Lieber Generalkonsul der Türkei in der Stadt Hürth,

Lieber Türkei Innenminister,

Lieber Frau Merkel Bundeskanzlerin der BRD,

Einen glücklichen und friedlichen Tag wünschen wir Ihnen
Liebe Mitglieder und Freunde von KIFA International e.V
Kurdistan-Israel Friendship Association International Gemeinnütziger e.V
 

Ein Appell an alle kurdischen Parteien in Kurdistan und an Diaspora sowie an alle kurdisch-jüdischen zionistischen Organisationen und an alle unsere Freunde, Mitstreiter und Mitglieder unserer Organisation KIFA International e.V. in Deutschland mit dem Hauptsitz in Köln.

 

Nachdem wir letzte Woche Kontakt mit den deutschen Behörden, insbesondere der deutschen Polizei in der Stadt Köln und der Stadt Hürth aufgenommen haben, wo sich das türkische Konsulat befindet, konnten wir die Erlaubniss für unsere Kundgebung erlangen, die am Samstag, den 14.07.2018 von 16 Uhr bis 20 Uhr vor dem türkischen Konsulat in der Stadt Hürth Kölnstrasse stattfindet. Deshalb bitten wir Sie, uns unabhängig von den unterschiedlichen Ansichten und Meinungen zu unterstützen und mit uns an diesen friedlichen Demonstration teilnehmen, die wir für die Freilassung unseres Mitgliedes Cane Inac aus der türkischen politischen Haft veranstalten.

 

Cane Inac ist unser Mitglied, Mitglied des KIFA International e.V. Sie ist eine kurdisch stämmige deutsche Bürgerin aus Köln. Sie ist Künstlerin, Schauspielerin und Sängerin und kommt ursprünglich aus Nordkurdistan, Südosten der Türkei. Wir möchten gerne gemeinsam mit euch empört gegen ihre Inhaftierung in der Türkei demonstrieren. Cane, die berühmte kurdische Sängerin, wurde am 26.06.2018 in der Stadt Edirne, im Südosten der Türkei von der Polizei aufgrund des Terrorverdachtes inhaftiert, obwohl sie offiziell und friedlich bei den politischen Wahlen in der Türkei für die HDP Partei mit ihrem Gesang aufgetreten und diese somit unterstützt hat. Die Kurdische Partei HDP ist eine Partei, die mit ihrer Politik friedlich versucht die Stimme des kurdischen Volkes in Nordkurdistan (Südosten der Türkei) ins türkische Parlament zu bringen. Die HPD ist keine terroristische Organisation, und ihre Parlament-Kandidaten müssen alle in der Türkei parlamentarische Immunität besitzen.

 

Als nächstes möchten wir betonen, dass unser Mitglied Cane keinerlei in Verbindung mit Terrorismus oder mit dem Terror steht, den PKK-Partei gemeinsam mit allen folgenden türkischen Regierungen durchführt. Wie bekannt, sind wir keine politische, sondern eine gemeinnützige Organisation, die entsprechend dem Zivilorganisationsgesetz agiert, welches nach dem Recht demokratischer Organisationen der Zivilgesellschaft funktioniert.

 

Jedes Mitglied unserer Organisation in der Welt handelt gemäß der Satzung unserer internationalen Organisation KIFA International e.V. Unser Verein kann den militärischen Stil und den bewaffneten Kampf, Guerillakrieg, in diesen Ländern, die Kurdistan unter sich aufteilten, nicht tolerieren. Vor allem deren, die mit dem demokratischen System nicht kompatibel sind, einschließlich der Türkei. Darunter sind die Arabische Republik Syrien und die Islamische Republik Iran, die die Menschen Rechte und die Demokratie nicht anerkennen und hinrichten täglich kaltblutig unsere besten tapferen jungen Kurden aus rein politischen Gründen. Wie Sie wissen, sind die politische Parteien und Aktivitäten in der Türkei bis zu diesem Zeitpunkt nicht verboten, deshalb unterstützen wir die kurdische Partei HDP, damit sie zu einer friedlichen Lösung der Kurdenfrage in der Türkei gelangen. Das betrifft mehr als 35 Millionen Kurden innerhalb des türkischen Staates.

 

Wer die Kurden in deren Kampf gegen die Diktatur und das totalitäre Regime verteidigt und mit allen Mitteln friedlich und transparent unterstützt, darf unsere Hilfsbereitschaft und Unterstützung erwarten. Denn solche Diktatoren und Regime kennen keine Gnade und kein humanistisches Gefühl für ein Volk wie die 50 Millionen Kurden, welches andauernd ignoriert, assimiliert oder ausgelöscht wird. Cane wurde unter Terrorverdacht festgenommen, als ob sie Anhängerin der PKK wäre. Das entspricht aber gewiss der Wahrheit nicht. Wir als KIFA International e.V kennen sie sehr gut. Zuletzt hat sie am 5. Juni 2018 bei der Veranstaltung in Frankfurt anlässig des 70. Israel-Tages für die Frieden und die Unabhängigkeit des Staates Israel aufgetreten. Und noch zur Klarstellung hat Cane mit eigenen Mitteln einen Film in Shangal über den militärischen Kampf gegen ISIS gedreht. In diesem Film, der von den 74 Massaker der kurdischen Yeziden handelt, hat sie selber die Hauptrolle gespielt und die Regie geführt. In diesem Film haben reale Kämpfer von Peshmerge und YPG und YPJ ihre Rollen gespielt und gezeigt, wie ISIS das uralte kurdische yezidische Volk für immer vernichten will, da es an einen anderen einzigen God Khude der nicht Allah ist, glaubt. Wir haben genug Informationen und Erfahrung betreffend unseres Mitgliedes und wollten auch mit ihrer Erlaubnis das Marketing dieses Films übernehmen. 

 

Es ist wahrheitsgemäß, dass man über Cane gemeinsame Fotos und Videos im Internet findet, wo sie während ihrer Dreharbeit mit Kämpfern von Peschmerge und Guerilla von YPG und YPJ steht. Das ist auch kein Grund um sie des Terrors zu verdächtigen und in Haft zu nehmen. Sie gehört keiner kurdischen Partei an, da sie Künstlerin, Sängerin und Mitglied von KIFA International e.V ist. Ihr Film hat eine große Begeisterung und Anerkennung des Publikums im gesamten europäischen Raum, Australien und USA ausgelöst. Mithilfe dieses Filmes wollte Cane die Welt aufklären. Unsere Ziele sind Frieden für Israel und Kurden, friedliche Lösung der Kurdenfrage, ohne Waffeneinsatz im Nahen Osten und auf der ganzen Welt. Deshalb sind wir als eine kurdische Jüdische zionistische Organisation vor 8 Jahren entstanden, um unsere Ziele zu erreichen. Daher bitten wir die türkische Regierung die Freilassung von Cane Inac zu veranlassen und ihr die Rückkehr nach Deutschland zu ihrer Tochter zu ermöglichen. Wir bitten die derzeitige türkische Regierung unter Führung der Islamischen Partei AKP und des vom türkischen Volk demokratisch gewählten Präsidenten Erdogan eine rationale und korrekte Entscheidung zu treffen.

 

Wir ermahnen sie nicht alle Kurden, die des Terrors verdächtig sind, als Anhänger von der PKK zu bezeichnen. Kurden, insbesondere in der Türkei, streben an eine friedliche Lösung für das blutige Konflikt in dem nördlichen Teil des Kurdistans, Südosten der Türkei. Man darf nicht ein Volk, wie die 35 Millionen Kurden, die unter türkischen Fahne leben, eigene Sprache und eigene tausendjährige Geschichte in Mesopotamya und im Nahen Osten haben, einfach ignorieren. Deshalb erwarten wir von dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dass er in diesem Fall vernünftig handelt und Cane Inac aus der Haft befreit. Wir sind als Organisation KIFA International e.V nicht gegen die Türkei, sondern wollen ein Katalysator für die friedliche Lösung der Kurdenfrage sein. Das Blutvergießen zwischen aufeinanderfolgenden Regierungen der Türkei und dem kurdischen bewaffneten Guerilla, das anstatt Fortschritte nur  Schaden und Leid beiden Seiten bringt, muss gestoppt werden. Wenn wir Muslime, Juden oder Christen sind, müssen wir in Frieden und ohne Krieg leben.

 

Wie zum Beispiel im heiligen Koran erwähnt worden ist:

Ich habe euch Völker und Stämme erschaffen, nur um einander zu kennen. (Die große Wahrheit Gottes) und nicht zu kämpfen. Die Anerkennung der Rechte des kurdischen Volkes ist kein Verbrechen gegen Türkei und das türkische Volk, sondern eine Tugend.

Als eine gute Geste für Frieden und Freundschaft zwischen beiden Völkern im Nahen Osten bitten wir Sie abschließend die kurdische Künstlerin und Sängerin Cane Inac freizulassen.

Gesegnet sind alle Guten, die humanitäre Hilfe und gemeinnützige Aktivitäten für die gesamte Menschheit leisten.Um die Stimme des Rechtes für jeden, der an den lieben Gott glaubt, stark zu halten, sollten wir an das Recht auf Selbstbestimmung aller Völker der Welt einschließlich auch an das Recht auf Selbstbestimmung des kurdischen Volkes, das für Freiheit und Frieden sowie besseres Leben seit mehr als ca. 100 Jahren nach Ende des Sykes-Picot-Abkommen kämpft, glauben.

 

Es lebe Kurdistan und Israel Freunschaft. Viva ISRAEL, Viva Kurdistan, Biji Kurd u Kurdistan, Schalom ISRAEL. Es lebe die Völkerverstädingung im Nahen Osten und der Türkei. Andiese Stelle haben wir die Polizeidirektion in der Stadt Hürth zu bedanken für Ihre geleistiten Hilfsbereitschaft und die gemeinsamme Kooperation, damit diese Protestkundgebung friedlich und freundlich durchgeführt zu werden. Zum Schluss möchten wir Ihnen alle daran gerne errinern, dass wir noch mehrere Pläne und Projekte für die Kurdistan Region, für Israel sowie für Deutschland im Betracht haben. Daher rufen wir alle Länder, Organisationen sowie einzelne Personen auf uns zu unterstützen, als Sponsoren aufzutreten, zu spenden.

 

 

Bakhteyar IBRAHIM 

 

CEO Gründer und Präsident von KIFA International e.V
Kurdistan-Israel Friendship Association International Gemeinnütziger e.V

 

 

Foto: Kurdische Teilnehmer einer pro-israelischen Demonstration in Berlin


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Donnerstag, 12 Juli 2018