Zu wenige Menschen lassen sich gegen Grippe impfen: BZgA-Impfstudie: Nutzen der Grippeimpfung von Risikogruppen oft nicht erkannt

Zu wenige Menschen lassen sich gegen Grippe impfen:

BZgA-Impfstudie: Nutzen der Grippeimpfung von Risikogruppen oft nicht erkannt


Die kalte Jahreszeit naht und damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an einer `echten´ Grippe (Influenza) zu erkranken.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt als wirksamen Schutz die jährliche Grippeschutzimpfung im Oktober oder November. Dies gilt insbesondere für sogenannte Risikogruppen wie Menschen ab 60 Jahren, Schwangere oder chronisch Kranke und Personengruppen mit erhöhter Ansteckungsgefahr, wie zum Beispiel medizinisches Personal.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Eine echte Grippe ist keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Dass die Grippe nicht unterschätzt werden darf, verdeutlichen die hohen Erkrankungszahlen aus dem vergangenen Winter 2017/2018. Laut Saisonbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza kam es dabei schätzungsweise zu neun Millionen Influenza-bedingten Arztbesuchen. Die BZgA weist deshalb auf die Grippeimpfung als wirksamen Schutz vor einer schwerwiegenden Infektionskrankheit hin.“

Die Ergebnisse der aktuellen bundesweiten Repräsentativbefragung der BZgA zeigen, dass sich die Einstellung zum Impfen in der Bevölkerung allgemein verbessert hat. Dennoch schätzen nur knapp die Hälfte aller Befragten (47 Prozent), denen eine Grippeimpfung empfohlen wird, diese als „(besonders) wichtig“ ein. Lediglich 40 Prozent der Befragten, die zu einer der Risikogruppen gehören, geben an, sich regelmäßig gegen Grippe impfen zu lassen. Einer der wichtigsten Gründe, warum die Impfung nicht regelmäßig wahrgenommen wird, ist die Einschätzung, dass die Grippe keine besonders schwere Krankheit sei.

Dabei sind Grippeviren sehr ansteckend und können sich somit schnell verbreiten. Meist zeigt sich die Influenza mit schweren Krankheitszeichen wie plötzlichem hohem Fieber über 38,5 Grad Celsius, trockenem Reizhusten sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Die Erkrankung betrifft den ganzen Körper und dauert selbst in unkomplizierten Fällen fünf bis sieben Tage. Beispiele für Komplikationen sind Lungen- oder Herzmuskelentzündungen, in schweren Fällen sogar mit Todesfolge. Die BZgA empfiehlt erkrankten Personen, zu Hause zu bleiben, Bettruhe einzuhalten und damit auch einer weiteren Verbreitung der Krankheitserreger vorzubeugen.

Damit das Wissen über die Grippeerkrankung und die Bereitschaft zur Impfung steigt, führen BZgA und Robert Koch-Institut (RKI) auch in diesem Jahr die gemeinsame Informationskampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“ durch. Im September erhielten bundesweit rund 100.000 Multiplikatoren wie impfende Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken, der Öffentliche Gesundheitsdienst sowie Alten- und Pflegeheime Medienpakete mit Informationen und Materialien rund um die Grippeimpfung.


Autor: BZgA
Bild Quelle: Archiv


Mittwoch, 10 Oktober 2018









Neuer BZgA-Ratgeber unterstützt Eltern beim richtigen Umgang mit digitalen Medien

Neuer BZgA-Ratgeber unterstützt Eltern beim richtigen Umgang mit digitalen Medien

Aktuelle Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) belegen, dass 12- bis 25-Jährige in Deutschland in ihrer Freizeit jeden Tag durchschnittlich mindestens drei Stunden und am Wochenende bis zu vier Stunden online sind. Etwa 270.000 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zeigen zudem eine problematische Nutzung des Internets und von Computerspielen.

[weiterlesen >>]

Fachkonferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

Kommunale Alkoholprävention per Netzwerkarbeit stärken

Kommunale Alkoholprävention per Netzwerkarbeit stärken

Eine erfolgreiche und nachhaltige Prävention des Missbrauchs von Alkohol stellt Kommunen vor zahlreiche Herausforderungen:

[weiterlesen >>]

Neuer Film des NZFH: `Wenn Babys schreien: Über das Trösten und Beruhigen´

Neuer Film des NZFH: `Wenn Babys schreien: Über das Trösten und Beruhigen´

Ein schreiendes Baby zu beruhigen ist nicht immer einfach. Wie Eltern ihr Baby trösten können, vermittelt der neue Informationsfilm `Wenn Babys schreien: Über das Trösten und Beruhigen´, den das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) mit Förderung des Bundesfamilienministeriums zur Prävention von Schütteltrauma erstellt hat.

[weiterlesen >>]

BZgA: So werden gute Vorsätze wahr

BZgA: So werden gute Vorsätze wahr

Ältere Menschen kommen mit dem AlltagsTrainingsProgramm in Bewegung

[weiterlesen >>]

Rauchfrei in den Januar - BZgA unterstützt Rauchstopp

Rauchfrei in den Januar - BZgA unterstützt Rauchstopp

Jetzt kostenfrei das BZgA-rauchfrei-Startpaket bestellen

[weiterlesen >>]

Statt Alkoholkonsum an Weihnachten und Silvester

Statt Alkoholkonsum an Weihnachten und Silvester

Neue Rezepte der BZgA für alkoholfreie Drinks

[weiterlesen >>]