Resolution zu Ryanair

Resolution zu Ryanair

Resolution zu Ryanair


Der SPD-Gewerkschaftsrat hat am Montagabend in Berlin folgende Resolution zur Tarifauseinandersetzung bei Ryanair verabschiedet:

Resolution zu Ryanair

Der SPD-Gewerkschaftsrat erklärt sich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen in der Tarifauseinandersetzung bei Ryanair. Die Tarifautonomie, das Streikrecht und die Mitbestimmung sind zentrale Grundlagen unserer sozialen Marktwirtschaft und unseres sozialen Rechtsstaates. Wir nehmen es nicht hin, dass das Unternehmen Ryanair den Beschäftigten wesentliche soziale Rechte vorenthält. 

Ryanair, als eines der großen Luftfahrtunternehmen Europas, hat auch an seinen deutschen Standorten bislang sowohl Tarifverträge als auch betriebliche Interessenvertretungen aktiv verhindert. Entsprechend schlecht ist die Bezahlung und die Arbeitsplätze sind durch Leiharbeit sowie Befristungen sehr unsicher.

Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Ryanair machen nun in den letzten Wochen und Monaten von ihrem Recht Gebrauch, sich gewerkschaftlich in ver.di zu organisieren. Das gemeinsame Ziel: ein Tarifvertrag für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen - auch durch Arbeitskampfmaßnahmen. Das Management reagiert darauf mit der Disziplinierung von Kolleginnen und Kollegen durch Sanktionen, mit Drohungen von Kündigungen und sogar mit Standortschließungen. Es übt massiv Druck aus, um die Beschäftigten daran zu hindern, ihre Rechte wahrzunehmen. Die Schließung des Standortes Bremen, die vom Unternehmen mit den vorhergehenden Arbeitskampfmaßnahmen begründet wird, ist ein neuer Höhepunkt auf der Eskalationsskala.

Die Mitglieder des SPD Gewerkschaftsrates verurteilen das Vorgehen des Ryanair-Managements scharf. Gewerkschaftliche Organisation und Streikmaßnahmen sind fundamentale Rechte der abhängig Beschäftigten. Wer in Deutschland Geschäfte macht, der hat sich an die Regeln unseres sozialen Rechtsstaates zu halten.

Wir fordern das Unternehmen auf:

  • Nehmen Sie die Standortschließung in Bremen zurück und zeigen Sie den Betroffenen in Abstimmung mit der Gewerkschaft Perspektiven auf. Jedenfalls ist ein Sozialtarifvertrag zu verhandeln.
  • Verhandeln Sie mit der Gewerkschaft ver.di einen Tarifvertrag für gute Löhne und gute Arbeit für den Gesamtkonzern. Der soziale Kompromiss ist Grundlage für wirtschaftlich erfolgreiches Handeln.
  • Verhindern Sie nicht länger betriebliche Interessenvertretungen auf dem Niveau von Betriebsräten. Die betriebliche Mitbestimmung ist fester Bestandteil der sozialen Kultur in unserem Land.

 

Foto: By Paul Lucas from Leicestershire, UK [CC BY 2.0  (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons


Autor: DGB
Bild Quelle: By Paul Lucas from Leicestershire, UK [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons


Mittwoch, 10 Oktober 2018






Ach die SPD und die Gewerkschaften. Es war die SPD und die Grünen, die die Agneda 2010 beschlossen haben und die Gewerkschaften haben sie abgenickt. Was haben wir seid der Agenda 2010, Leiharbeit, Dauerbefristungen, Niedriglöhne, Erwerbs-, Alters- und Kinderarmut. Jetzt spielen sich beiden als Retter auf und beschimpfen die abgewanderten Stammwähler...

@1Andy Lieber Andy, das ist zwar im ersten Anschein richtig aber es war die CDU die in den Vermittlungsausschüssen maßgeblich an der Gestaltung, der Höhe der Sätze usw usw mitgewirkt hat, ohne Zustimmung und Mitwirkung der CDU hätte diese Maßnahme nicht umgesetzt werden können.


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