USA verhängen Sanktionen gegen Unternehmen, die die Anwerbung und Ausbildung von Kindersoldaten durch Iran unterstützen

USA verhängen Sanktionen gegen Unternehmen, die die Anwerbung und Ausbildung von Kindersoldaten durch Iran unterstützen


DipNote, der offizielle Blog des US-Außenministeriums, informierte am 16. Oktober 2018 zusammenfassend über die vom US-Finanzministerium verhängten Sanktionen gegen Unternehmen, die die Anwerbung und Ausbildung von Kindersoldaten durch Iran unterstützen.

Am 16. Oktober 2018 ergriff das Büro zur Kontrolle ausländischer Geldanlagen des US-Finanzministeriums Maßnahmen gegen ein umfangreiches Netzwerk von Unternehmen, die das finanzielle Überleben der Widerstandsmiliz Basidschi sichern, einer paramilitärischen Miliz, die der Islamischen Revolutionsgarde unterstellt ist.  Neben anderen niederträchtigen Aktivitäten rekrutiert und bildet diese Gruppe Kindersoldaten aus, um sie in von der Islamischen Revolutionsgarde geschürte Konflikte in der Region zu entsenden. Die Anwerbungsversuche beinhalten die Ausbildung iranischer Kinder zu Kämpfern für die Al-Kuds-Einheit der Islamischen Revolutionsgarde, um sie dann zur Unterstützung des brutalen Assad-Regimes nach Syrien schicken. Ebenfalls dazu gehört die Anwerbung von nach Iran eingewanderten Afghanen — darunter zum Teil auch erst 14 Jahre alte Kinder — für die Fatmiyoun-Brigade. Diese Miliz besteht aus afghanischen Kämpfern, die von der Al-Kuds-Einheit der Islamischen Revolutionsgarde in Syrien überwacht werden.

Das Unternehmensnetzwerk im Iran, das für die Basidschi finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellt, nennt sich Bonyad Taavon Basij und besteht aus mindestens 20 Unternehmen und Finanzinstitutionen. Mithilfe von Briefkastenfirmen und anderen Maßnahmen vertuscht dieses Netzwerk Eigentumsverhältnisse und die Kontrolle über verschiedene Unternehmensanteile in Höhe von mehreren Milliarden Dollar an der iranischen Automobil-, Bergbau-, Metall- und Bankenindustrie, die zum Teil beträchtliche internationale Geschäfte im Nahen Osten und Europa tätigen.

„Das Netzwerk Bonyad Taavon Basij ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Islamische Revolutionsgarde und die iranischen Streitkräfte ihre wirtschaftliche Beteiligung an wichtigen Branchen erweitern und rechtmäßig erscheinende Unternehmen infiltriert haben, um Terrorismus und andere schädliche Aktivitäten zu finanzieren.  Dieses umfangreiche Netzwerk bietet die finanzielle Basis für die Bestrebungen der Basidschi, Kindersoldaten anzuwerben, auszubilden und zu indoktrinieren, sodass gerade einmal zwölfjährige Kinder gezwungen werden, unter der Anleitung der Islamischen Revolutionsgarde in den Kampf zu ziehen.“
— US-Finanzminister Steven Mnuchin

Die Islamische Revolutionsgarde und die Basidschi verwenden die Gelder aus dem Netzwerk, um Terrorismus zu unterstützen und im In- und Ausland eine Vielzahl von Menschenrechtsverstößen zu begehen. Die heutigen Maßnahmen richten sich gegen die Basidschi und das Netzwerk Bonyad Taavon Basij. Diese Gruppen werden damit auf die Liste besonders eingestufter globaler Terroristen gesetzt, auf der auch schon die Al-Kuds-Einheit der Islamischen Revolutionsgarde und ähnliche Gruppen vermerkt sind, die Terroristen und terroristische Taten unterstützen.

Dieses Netzwerk hat Geschäftsverbindungen zu internationalen Firmen weltweit. Zu den Folgen einer Partnerschaft mit Unternehmen, die mit der Basidschi in Verbindung stehen, könnten weitere Menschenrechtsverletzungen und Terrorismus zählen, den diese in die Region exportieren. Aus diesem Grund hat das US-Finanzministerium heute international arbeitende Firmen aufgefordert sicherzustellen, dass sie mit der gebotenen Sorgfalt vorgehen, um zu verhindern, dass sie Beziehungen zu Rechtspersonen eingehen, die die niederträchtigen Aktivitäten des iranischen Regimes unterstützen.

Finanzminister Mnuchin betonte: „Die internationale Gemeinschaft muss begreifen, dass es humanitäre Konsequenzen in der echten Welt haben und dazu beitragen kann, die gewalttätigen Ziele des iranischen Regimes im Nahen Osten zu schüren, wenn man sich auf Geschäfte mit dem Netzwerk Bonyad Taavon Basij und den Scheinfirmen der Islamischen Revolutionsgarde einlässt.“

 

Foto:

Screenshot eines Videoclips, in dem Kinder dazu aufgerufen werden, sich als Soldaten für den Syrienkrieg zu melden. (Foto: MEHRNewsAgency)


Autor: Amerika Dienst
Bild Quelle: Screenshot YT


Sonntag, 21 Oktober 2018