US-Sanktionen treffen russisch-iranisches Ölnetzwerk

US-Sanktionen treffen russisch-iranisches Ölnetzwerk


Mark Trainer erklärt in seinem Artikel für ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, vom 21. November 2018 die neuen Sanktionen gegen Iran.

Mit den jüngsten US-Sanktionen gegen Netzwerke, die Terrorismus unterstützen, haben die Vereinigten Staaten neun Einzelpersonen und Unternehmen auf die Sanktionsliste gesetzt. Sie waren an einem weitreichenden Plan beteiligt, im Austausch für Hunderte Millionen Dollar für die Al-Kuds-Einheit der Iranischen Revolutionsgarde und zur weiteren Überweisung an Terrororganisationen wie die Hamas und die Hisbollah iranisches Öl an das Assad-Regime zu liefern.

Der Drahtzieher des Plans ist Mohammad Amer Alchwiki. Laut einer Erklärung des US-Finanzministeriums vom 20. November ist er Eigentümer einer Firma mit Sitz in Russland, die mit einer Tochtergesellschaft des russischen Energieministeriums zusammengearbeitet hat.

„Wir gehen heute gegen einen komplexen iranisch-russischen Plan zur Unterstützung des Assad-Regimes und zur Beschaffung von Mitteln für die niederträchtigen Aktivitäten Irans vor“, sagte Finanzminister Steven Mnuchin in einer Erklärung.

Die Vereinigten Staaten gehen gezielt gegen Personen und Unternehmen vor, die Assad und die „andauernden Gräueltaten“ des Regimes gegen die syrische Bevölkerung unterstützen. Wegen seines illegalen Atomwaffenprogramms und der weltweiten Unterstützung für Terrorismus haben die Vereinigten Staaten auch die Sanktionen gegen das iranische Regime wieder eingesetzt.

Das in Russland ansässige Unternehmen Alchwikis mit dem Namen Global Vision Group hat letztlich folgende Maßnahmen unterstützt:

den Transport von Öl der National Iranian Oil Company an von der Regierung kontrollierte syrische Häfen, wobei die eingesetzten Schiffe den Zielort Syrien verschleierten.

In US-Dollar getätigte Zahlungen Irans an russische Unternehmen zur Unterstützung des syrischen Regimes.

Überweisung von Hunderten Millionen US-Dollar von Iran an Terrororganisationen, darunter auch die auf der Liste der besonders eingestuften Organisationen aufgeführten Terrororganisationen Hisbollah und Hamas.

Today’s @USTreasury action targeting the Russia-Iran oil scheme to prop up Assad, and finance Hizballah & Hamas, sends a clear message: there are grave consequences for anyone shipping oil to Syria, or trying to evade U.S. sanctions on the Islamic Republic’s terrorist activities.

— Secretary Pompeo (@SecPompeo) November 20, 2018

US-Außenminister Pompeo

Die heutige Aktion @USTreasury des US-Finanzministeriums, die auf das russisch-iranische Ölprogramm zur Unterstützung von Assad und zur Finanzierung von Hisbollah und Hamas abzielt, sendet eine klare Botschaft: Jeder, der Öl nach Syrien transportiert oder versucht, den US-Sanktionen gegen die terroristischen Aktivitäten der Islamischen Republik zu entgehen, muss mit gravierenden Folgen rechnen.

Auch in einer an die internationale Schifffahrt gerichteten Erklärung warnten die Vereinigten Staaten Unternehmen vor den Risiken von Öltransporten an die syrische Regierung. Die Erklärung beinhaltete eine Liste von Schiffen, von denen bekannt ist, dass sie nach 2016 Öl nach Syrien geliefert haben.

„Die Vereinigten Staaten treten entschlossen dafür ein, dass Iran, Russland und andere für ihre Bestrebungen zur Festigung der autoritären Herrschaft von Assad einen Preis zahlen müssen“, sagte Finanzminister Steve Mnuchin „sowie dafür, die Finanzierung terroristischer Organisationen durch das iranische Regime zu stören“.

Die Vereinigten Staaten haben im Oktober auch Sanktionen gegen ein Netzwerk aus iranischen Unternehmen verhängt, das Geld an eine paramilitärische Gruppe weitergab, die Kindersoldaten ausbildet, um in Syrien und anderswo zu kämpfen.

 

Foto: Verbindungen zwischen der Global Vision Group, Iran, Russland, Syrien und Terrorgruppen (Grafik: US-Außenministerium)


Autor: Amerika Dienst
Bild Quelle: US-Außenministerium


Mittwoch, 28 November 2018