Europäische Presseschau:

EU debattiert über Steuerflucht

EU debattiert über Steuerflucht

Der gemeinsame Kampf gegen Steuerflucht ist das Hauptthema des EU-Gipfels am heutigen Mittwoch in Brüssel. Eine konkrete Einigung etwa auf einen EU-weiten Datenaustausch über Einkünfte von Kontoinhabern wird aber nicht erwartet. Kommentatoren fordern eine internationale Steuergesetzgebung angesichts der Unsummen, die den EU-Staaten durch Steuerflucht jährlich verloren gehen und die sie in der Krise gut gebrauchen könnten.   Hospodářské noviny - TschechienHöchste Zeit für Kampf gegen SteuersünderWenn die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel in Brüssel ernst machen mit dem Kampf gegen Steuerflucht, könnten sich ganz neue Mittel gegen die Krise auftun, hofft die wirtschaftsliberale Tageszeitung Hospodářské noviny: "Es hat mehr als vier Jahre gedauert, bis [ weiterlesen ]




You´ve got mail!

Mr Cameron schreibt einen Brief

Mr Cameron schreibt einen Brief

von Gerrit Liskow Noch gestern Abend hat der britische Premierminister auf die Berichte reagiert, wonach ein Vorstandsmitglied aus seiner „näheren Umgebung“ die Basis der Tory Party als „mad swivel-eyed loons“ / „bösartig durchgedrehte Irre“ bezeichnet haben soll; es ist offiziell noch immer unklar, wer das gesagt haben soll, aber alle glauben, dass es nicht Lord Feldman war. In einem Email an alle Mitglieder beteuert Mr Cameron, er sei stolz auf die Mitglieder der Partei und das, was sie täten. Die konservative Partei sei durch ein Band der Freundschaft verbunden, das von den entlegensten Kreisverbänden bis nach Westminster und Downing Street reiche und niemand würde sowas (s.o.) nie [ weiterlesen ]




Swivelgate:

Farage empfiehlt den Tories UKIP

Farage empfiehlt den Tories UKIP

von Gerrit Liskow In einem der furchtlosesten Zeitungsinserate seit Saatchi & Saatchi Anfang der 80er Jahre für British Airways die Kampagne „We´re moving Manhattan“ erfand, hat Nigel Farage, Hoffnungsträger der UK Independence Party, in einem offenen Brief im Daily Telegraph die Mitglieder und Aktivisten der Tory Party dazu aufgerufen, ihrer Partei den Rücken zu kehren und sich UKIP anzuschließen. Die unerschrockene Werbebotschaft nutzt eine Situation, in der die Tories mit offener Hose erwischt wurden: Über das Wochenende war bekannt geworden, dass eine „hochrangige“ Tory-Figur aus dem „näheren Umfeld des Premierministers“ die Aktivisten seiner Partei im Beisein von Reportern als „mad swivel-eyed loons“ / „bösartige durchgedrehte Irre“ bezeichnet hat. Dieses [ weiterlesen ]




Israelische Exporte in die Türkei auf Rekord-Hoch

Israelische Exporte in die Türkei auf Rekord-Hoch

In der Türkei weiß man hochwertige Produkte zu schätzen: Die israelischen Exporte in die Türkei haben eines neues Rekordhoch erreicht, trotz der angespannten politischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Im ersten Quartal des Jahres 2013 wurden israelische Waren im Wert von 560 Millionen US-Doller in die Türkei expodiert – ohne Diamanten, diese Exporte wurden aus der Bilanz [ weiterlesen ]




That´s not Cricket:

„Durchgedrehte Irre“ – hochrangiger Tory beleidigt seine Basis

„Durchgedrehte Irre“ – hochrangiger Tory beleidigt seine Basis

von Gerrit Liskow Bei den britischen Konservativen liegen offensichtlich die Nerven blank. Nachdem die Tory Party in Wahlen einige herbe Niederlagen einstecken musste (vor allem wegen ihrem Ja zu „Mehr Europa“) sorgen jetzt die beleidigenden Äußerungen eines namentlich nicht näher definierten „hochrangigen“ Konservativen für Unbehagen in der Partei. Lord Feldman jedenfalls dementiert seit dem Wochenende alle auf den üblichen „sozialen“ Medien kursierenden  „Gerüchte und Andeutungen“, wonach er am Rande einer Tagung der „Konservativen Freunde von Pakistan“ am Mittwoch aus einem privaten Hotelzimmer im Intercontinental Hotel von Westminster gekommen wäre umim Small-talk mit drei Journalisten (Times, Telegraph und Daily Mail) die Tory-Basis als „mad swivel-eyed [ weiterlesen ]




TV-Tipp: „Unheimliche Geschäfte - Die Skandale der Deutschen Bank"

TV-Tipp: „Unheimliche Geschäfte - Die Skandale der Deutschen Bank

"ZDFzeit"-Doku über Vorwürfe gegen Deutschlands größte Bank Seit Monaten wird die Deutsche Bank von Skandalen erschüttert. Mehrfach wurden Büros wichtiger Mitarbeiter von der Polizei durchsucht, zahlreiche Prozesse laufen. In der "ZDFzeit"-Dokumentation "Unheimliche Geschäfte - Die Skandale der Deutschen Bank", die am Dienstag, 21. Mai 2013, 20.15 Uhr, im ZDF zu sehen ist, geht Autor Ulrich Stein den Vorwürfen gegen Deutschlands größte Bank auf den Grund. Was ist los mit der einst so angesehenen und stolzen Deutschen Bank? Sie ist in einen Hypothekenskandal verwickelt, in eine Affäre um mehrere hundert Millionen Euro unterschlagener Mehrwertsteuer, sie muss sich mit Vorwürfen der Bilanzfälschung und der Zinsmanipulation auseinandersetzen. In der "ZDFzeit"-Dokumentation berichtet einer der Beteiligten [ weiterlesen ]




Europäische Presseschau:

Cameron forciert Debatte um EU-Austritt

Cameron forciert Debatte um EU-Austritt

Großbritanniens Premier David Cameron hat am Dienstag einen Gesetzentwurf für ein EU-Referendum bis 2017 vorgelegt, um EU-Gegner in seiner konservativen Partei zu besänftigen. Doch Kommentatoren glauben, dass die Vorlage nur zu einer anti-europäischen Rebellion bei den Tories führen wird, und fordern, dass Cameron sich besser für eine umfassende Reform der EU einsetzen sollte. Dagens Nyheter - SchwedenCameron sollte für bessere Union kämpfenCameron soll sich lieber stärker für die Europäische Union einsetzen als zu versuchen, EU-Kritiker in seiner Partei zu besänftigen, kritisiert die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter: "Wir kommen allein besser klar, greinen die EU-Hasser. Da aber die Hälfte der Exporte in andere EU-Mitgliedstaaten geht, ist das eine riskante Einstellung. Selbst im Falle eines [ weiterlesen ]




Queen`s Speech:

Tories `not amused´

Tories `not amused´

von Gerrit Liskow Die in Groß Britannien seit fast einem Jahr schwelende Krise in der Koalition von Pemierminister Cameron aus der Conservative Party und den Liberal Democrats seines Vizes, Nick Clegg, hat in der letzten Woche deutlich an Brisanz gewonnen. Etliche Abgeordnete der Tories haben für diese Woche eine Abstimmung im Unterhaus angemeldet um zum Ausdruck zu bringen, dass das britische Parlament mit einem wesentlichen Punkt der Queen´s Speech nicht einverstanden ist: das ominöse Fehlen eines Referendums über “Projekt Europa”. Der Antrag der Tory-Backbencher kommt auf dem Rücken einer empfindlichen Wahlschlappe, die die konservative Partei bei den jüngst durchgeführten Kommunalwahlen [ weiterlesen ]




Facebook will israelischen Verkehrsinfodienst kaufen

Facebook will israelischen Verkehrsinfodienst kaufen

Facebook versucht "Waze" zu kaufen, ein israelisches Navigationsprogramm mit einem integrierten Verkehrsinformationsdienst. Dies berichtete Israels Finanzblatt "Calcalist". In den vergangenen Wochen verhandelte Facebook mit der israelischen Firma, es ging um einen Kaufpreis in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. "Waze" ist ein freies GPS für Smartphones, das Plattformen wie iOS, Windows-Mobile, Android, BlackBerry, Symbian und Maemo unterstützt. Es kann in allen Ländern der Welt genutzt werden, von manchen Ländern ist bereits das gesamte Straßennetz [ weiterlesen ]




Viele Chancen für hessische Unternehmen im „Silicon Wadi"

Viele Chancen für hessische Unternehmen im „Silicon Wadi

Israel ist das Land zahlreicher Möglichkeiten für die forschungsintensive Wirtschaft. Dies war der Tenor der Veranstaltung "Hightech-Standort Israel - Chancen des Technologietransfers mit der Tel Aviv University" (TAU), die am 8. Mai 2013 in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) stattfand. "Israel hat längst seinen Ruf als ´Land der Jaffa-Orangen´ hinter sich gelassen. Statt dessen macht die Bezeichnung ´Silicon Wadi´ die Runde", betonte Dr. Lutz Raettig, Vizepräsident der IHK Frankfurt, die internationale Bedeutung des Forschungsstandorts Israel. Auch Dr. h.c. Petra Roth, Frankfurter Oberbürgermeisterin a.D., hob in ihrem Grußwort die Qualität der Forschungsbedingungen in Israel hervor. Gleichzeitig warb sie für Investitionen von deutschen Unternehmen in dem Staat am Mittelmeer: "Diese [ weiterlesen ]




Israel:

Finanzminister Lapid stellt Haushalt vor

Finanzminister Lapid stellt Haushalt vor

Das Jahr 2013 schreitet mit großen Schritten voran, bis heute gibt es jedoch noch keinen aktuellen Haushalt.Finanzminister Yair Lapid hat nun am Dienstag den Haushaltsentwurf für 2013/2014 vorgestellt, den sein Haus in den vergangenen Wochen erarbeitet hat. 290 Seiten umfasst das von Lapid als „Haushalt der Hoffnung“ bezeichnete Papier. Das geplante Budget enthält an vielen Stellen Kürzungen, an anderen sind Steuererhöhungen geplant. So etwa wird von einer Anhebung der Einkommenssteuer um 1,5% ausgegangen; die vorgesehenen Gesamtkürzungen für das verbleibende Jahr 2013 betragen sieben Milliarden Shekel (etwa 1,5 Milliarden Euro), 2014 soll der Haushalt um insgesamt 18 Milliarden Shekel (etwa 3,9 Milliarden Euro) gekürzt werden. Die Mehrwertsteuer wird um ein Prozent auf 18% angehoben. Offen ist weiterhin, wie [ weiterlesen ]




InnovNation: Seminar für Unternehmertum und Innovation in Israel

InnovNation: Seminar für Unternehmertum und Innovation in Israel

An der Hebräischen Universität Jerusalem findet vom 30. Juni bis 28. Juli 2013 das englischsprachige Programm InnovNation – Entrepreneurship & Innovation Program in ISRAEL – The Start-Up Nation statt. Es handelt sich um ein Seminar für Studierende. Durch Vorlesungen, Treffen und Besuche vor Ort erhalten die Teilnehmer sowohl theoretische als auch praktische Einblicke aus erster Hand in die Arbeit der wichtigsten israelischen Firmen und Unternehmer.Ziel des Kurses ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, wie erfolgreiche Unternehmer zu denken und ihnen Instrumente an die Hand zu geben, die sie auf aktuelle und zukünftige Projekte anwenden können. Mehr unter [ weiterlesen ]




Der Marktplatz im Internet

Der Marktplatz im Internet

In allen europäischen Städten gab es früher einen Marktplatz, der vor allem eine wichtige Funktion für den Austausch von Neuigkeiten und Anliegen hatte. Hier wurden Ideen für Verbesserungen in der Stadt geboren, Gruppen formierten sich, um diese durchzusetzen. Die Idee des Marktplatzes als zentralem Treffpunkt versucht die Organisation Ha-Kikar ha-merkazit (etwa der Hauptplatz) nun in die virtuelle Welt zu übertragen. Die Idee ist einfach: Auf der Facebook-Seite der Organisation können Nutzer erzählen, was sie stört und Verbesserungsvorschläge machen. Die Organisation greift die Beschwerden und Vorschläge auf und wendet sich an verschiedene Knesset-Abgeordnete, um sie für die Ideen zu interessieren. Als „Lobbyist der Öffentlichkeit“ bezeichnet sich denn auch David Erez, der [ weiterlesen ]




Europ#ische Presseschau:

Letta und Hollande setzen auf Wachstum

Letta und Hollande setzen auf Wachstum

Italiens neuer Premier Enrico Letta und Frankreichs Präsident François Hollande haben am Mittwoch in Paris für mehr Wachstumspolitik in Europa geworben. In Berlin hatten Letta und Bundeskanzlerin Angela Merkel zuvor betont, am Sparkurs festzuhalten. Laut einigen Kommentatoren macht sich in Europa die Einsicht breit, dass Austerität ohne Wachstumsimpulse der falsche Weg ist. Andere warnen davor, von der reinen Sparpolitik abzurücken. Cinco Días - SpanienGemäßigter Sparkurs kommt in ModeDie Forderung nach einer gemäßigten Abschwächung der Sparpolitik setzt sich in Europa allmählich durch, beobachtet die linksliberale Wirtschaftszeitung Cinco Días mit Blick die gemeinsame Forderung von Letta und Hollande nach mehr Wachstumsförderung in Europa: "Ein Wind der Veränderung - oder [ weiterlesen ]




Italiens neuer Premier:

Signore Letta und wie er die Welt sah

Signore Letta und wie er die Welt sah

von Gerrit Liskow Letta ist nicht nur eine moderne Halbfettmargarine, sondern seit immerhin drei Tagen der amtierende italienische Ministerpräsident in einer Regierung der “nationalen Einheit”. Das ist etwas, was man in Rom zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg hatte und was auch Germany ab September ins Haus stehen kann, wenn es mit Frau Merkel und den Grünen wider Erwarten nicht klappt. Herr Lettas Koalition setzt sich aus der Monti-Partei ohne Monti und der Berlusconi-Partei ohne Berlusconi zusammen. Nicht nur Margarine, sondern auch Bungabunga gibt´s jetzt also mit nur halb so viel Fett. Und so bekommt jeder, was er will: einen wirtschaftspolitischen Diätplan à la Monti (jetzt nur eben ohne Monti, der in Rom [ weiterlesen ]