Starkes Zeichen der Solidarität: 600 Teilnehmer bei Pro-Israel-Kundgebung in Berlin

Starkes Zeichen der Solidarität:

600 Teilnehmer bei Pro-Israel-Kundgebung in Berlin

Am heutigen Sonntag wurde in Berlin ein starkes Zeichen der Solidarität mit Israel gesetzt. Obwohl die Organisatoren einer pro-israelischen Kundgebung, das Midleeast Freedom Forum Berlin (MFFB) nur weniger als 48 Stunden Zeit zur Vorbereitung und Mobilisierung hatten, war der Joachimstaler Platz, direkt am Kurfürstendamm gelegen, bereits kurz vor 13 Uhr mehr als überfüllt. Nach Schätzungen von Polizei, anwesenden Medienvertretern und aus Veranstalterkreisen waren zwischen 400 und 600 Berliner gekommen, um ihre Verbundenheit mit dem jüdischen Staat zu demonstrieren - und ein Ende der Gewaltherrschaft der terroristischen Hamas im Gazastreifen zu fordern.

Aus allen politischen Richtungen waren Teilnehmer anwesend - CDU-Mitglieder ebenso wie Angehörige der Linkspartei, der SPD, der Grünen und der FDP. Auch junge Aktivisten der Antifa waren dabei, so wie auch Exil-Iraner. Juden und Nicht-Juden demonstrierten die Realität der Gemeinschaft der Demokraten. Erster Redner war der n-tv-Journalist Ulrich Sahm, der einen Überblick gab über den jahrelangen Raketenterror der Hamas gegen die israelische Zivilbevölkerung und betonte, in Israel herrscht gesellschaftlicher Konsens darüber, daß der Terror der Hamas endgültig beendet werden muss. Die Bevölkerung Israels steht hinter den Soldaten und hinter der Entscheidung der Regierung, das Recht auf Selbstverteidigung des Staates Israel in die Praxis umzusetzen. An dieser gesellschaftlichen Realität ändern auch lautstark vorgebrachte Angriffe von in Israel gesellschaftlich völlig isolierten Linksextremisten nichts. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe, brachte seine Freude zum Ausdruck über die überraschend hohe Resonanz des Kundgebungsaufrufes - und darüber, das deutsche und israelische Fahnen nebeneinander zu sehen. Denn: Deutschland und Israel verbinden die gleichen Werte: Menschenrechte, Demokratie, Minderheitenschutz. Und es ist, so Joffe, selbstverständlich, daß ein Freund dem anderen beisteht, wenn er angegriffen wird.

Weitere Redner waren Gabriel Goldberg vom Landesverband Nordrhein der Jüdischen Gemeinden, Dr. Jörg Reentsmann vom MFFB, Jochen Feilcke von der DIG Berlin-Potsdam, Stephan J. Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland, und Levi Salomon vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA). Levi Salomon betonte in seiner Ansprache, die tiefe Sorge um die Menschen in Israel und im Gazastreifen, die entweder als Zielscheibe oder als menschliche Schutzschilde der Hamas-Terroristen herhalten müssen. Unter den Teilnehmern war auch der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen.

Deutliche Kritik erntete auch eine SPD-Erklärung, in der "gemeinsame Werte und Ziele" mit der Terrororganisation Fatah, die eine Gemeinschaftsregierung mit der Hamas anstrebt, betont wurde. In der Verurteilung dieser Erklärung herrscht Einigkeit bei realen Kennern des Nahen Ostens.

Auf Wunsch der Veranstalter sprach der Berliner Gemeinderabbiner, Rabbi Yitzack Ehrenberg, das Schlußwort der Veranstaltung, in dem er auch ein Gebet für den Frieden, für den Staat Israel und für die Sicherheit der israelischen Soldaten gemeinsam mit allen Teilnehmern sprach - und dann die haTikvah, die Nationalhymne des Staates Israel, anstimmte.

Versammlungsleiter Sebastian Mohr kündigte bei der Beendigung der Kundgebung an, man werde nunmehr jeden Sonntag für Israel demonstrieren, solange der von der Hamas begonnene Krieg gegen die einzige Demokratie des Nahen und Mittleren Osten andauern würde. Bewiesen wurde auf jeden Fall, daß die Israel-Solidarität unverändert stark, entschlossen und vor allem sehr aktiv ist, vielleicht sogar noch mehr als in den vergangenen Jahren.

 

Jörg Fischer-Aharon (Fotos: jfa)

 

 

 

 

 

 

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18.11.2012




1 Thom Thom

Datum: 18.11.2012 - 16:26

Ich hatte viel weniger Leute erwartet, die Organisatoren auch. In einer Menschenmenge von meiner Schätzung nach ca. 1100 Personen aller Altersstufen von ganz jung bis ganz alt mit etwa gleichem Männer- und Frauenanteil fand ich wieder. Zu Beginn der Kundgebung kamen ein halbes Dutzend junger palästinensischer Leute hinzu und zwar in friedlicher Absicht und diskutierten mit einigen Teilnehmern völlig ruhig und gelassen. Dieser Konsens war also schon mal da. Die Redner sprachen sich eindeutig für den Frieden aus und natürlich auch dafür, das der Staat Israel weiterhin Bestand hat mit dem Recht, sich zu verteidigen.  Es wurden keine die pälästenisischen Leute aussschließenden Aussagen gemacht, auch nicht von Umstehenden, soweit ich das mitbekam. Das Ganze war m. E. von einer sehr angenehmen, ruhigen Atmossphäre gekennzeichnet. Zu guter Letzt sang der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Berlin zwei Gebete mit der Hauptbotschaft, das der Name Gottes im Jüdischen "Shalom" ist, wie er eingangs erklärte. Vielen Dank an die vielen vielen Leute, die dort waren und vielen Dank an die Redner für ihre ruhigen, besonnenen und klaren Worte. Und ganz besonderen Dank an Rabbi Ehrenberg, der mir agnostischen Goi mal einen kleinen Eindruck vermittelte, wie schön so ein kleiner jüdischer Gottesdienst sein kann. Nächsten Sonntag same time, same place- hoffentlich sehen wir uns bald wieder. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. "Shalom, Israel" und "Sa´alam, friedfertiges Arabien" !

2 Maria Maria

Datum: 18.11.2012 - 16:56

Ich wohne in Baden-Württemberg, so dass ich bei den Demonstrationen nicht teilnehmen kann.

Aber meine Sorge und Solidarität gelten eindeutig den fortschrittlichen unbeugsamen Israelis.

Um die israelischen Soldaten zu unterstützen, habe ich mich an der Spendenaktion des Israel Basar beteiligt und möche auf diese Möglichkeit der Unterstützung hinweisen.

Einfach Israel Basar eingeben, da finden Sie die genannte Spendenaktion.

3 Cedrick Cedrick

Datum: 18.11.2012 - 17:32

Freut mich, daß so viele erschienen sind, Nicht aufgeben, am Ende wird das Gute siegen.

Ich war leider nicht da, vor dem Reichstag fand eine VA im, Gedenken an die vielen Menschen, die von Migranten getötet wurden, die auch die Hamas gut finden.

am israel chai!

4 Cedrick Cedrick

Datum: 18.11.2012 - 18:15

Freut mich, daß so viele erschienen sind, Nicht aufgeben, am Ende wird das Gute siegen.

Ich war leider nicht da, vor dem Reichstag fand eine VA im, Gedenken an die vielen Menschen, die von Migranten getötet wurden, die auch die Hamas gut finden.

am israel chai!

5 GrundGesetzWatch GrundGesetzWatch

Datum: 18.11.2012 - 20:58

6 Viktoria Viktoria

Datum: 18.11.2012 - 21:02

Komme ebenfalls aus BAWÜ und würde sehr gerne an eine der nächsten Demos gehen! Besteht interesse an einer Fahrgemeinschaft?

7 Raffael Raffael

Datum: 18.11.2012 - 21:10

Klasse Aktion!!! Würd ich in Berlin wohnen oder zumindest in der Nähe, wäre ich sicherlich auch vorort gewesen. Hier in NRW sollte dies auch in einigen Städten stattfinden, denn brenzlig könnte es jetzt in und um Israel werden und da muss Solidarität gezeigt werden!
ISRAEL 4 LIFE! :)

8 kokalovic kokalovic

Datum: 18.11.2012 - 21:53

Die Hamas hat seit Jahresbeginn etwa 1200 Raketen Richtung Israel geschossen. Ist das keine Provokation? Was wäre angemessen? Ebenfalls 1200 Raketen abzufeuern?

Israel hat nun in den letzten Tagen, nachdem militante Islamisten die Grenze zu Israel überschritten und israelische Soldaten angegriffen haben, mit 800 Flugeinsätzen reagiert und dabei sind 33 Palästinenser umgekommen mit einer nicht bekannten Zahl an Terroristen.

Es ist völlig klar, dass Israel so gut es geht den Tod von Zivilisten vermeidet, im Gegensatz dazu ist es das Ziel der Hamas möglichst viele Juden zu töten, egal ob Zivilisten oder Soldaten und nimmt palästinensische Opfer billigend in Kauf, hat es vielleicht sogar zum Ziel, dass möglichst viele palästinensische Zivilisten sterben um dies für ihre Propaganda auszuschlachten in der Hoffnung andere Länder in diesem Konflikt auf ihre Seite zu ziehen.

Man wirft Israel vor, dass sie den Gaza-streifen blockieren und diese Maßnahmen zu hart sind, aber diese ganzen Angriffe aus Gaza zeigen nur, dass die Blockademaßnahmen offensichtlich noch lange nicht ausreichen. Anstatt das die Hamas die ganzen Hilfsgelder, die sie kassiert, die jährlich fast in den Milliardenbereich gehen für sinnvolle Zwecke verwendet, werden damit Bomben und Raketen gekauft. Die Vergangenheit hat gezeigt, je mehr Freiheiten Israel den Palästinensern in Gaza gelassen hat desto stärker sind die Angriffe gegen Israel geworden. Als Israel den Gazastreifen besetzt hielt, da gab es vergleichsweise keine Übergriffe, jetzt ist es eine Katastrophe.

9 Ronald Hörstmann Ronald Hörstmann

Datum: 18.11.2012 - 23:31

Vor allen Dingen sollten wir für Diejenigen beten, die wieder einmal unschuldig in diesem Konflikt sterben. Um die Tränen der Angehörigen kümmert sich keiner der Agressoren. Auf beiden Seiten. Immer wieder sind es nur ein paar Idioten, die provozieren und so einen unnötigen Terror inszenieren. Das ist nicht die richtige Sprache.

Aber auch dem Geduldigen platzt einmal der Kragen.

10 Thomas Thomas

Datum: 19.11.2012 - 00:11

11 Gaius Gaius

Datum: 19.11.2012 - 11:47

Ich wäre gerne dabei gewesen. Leider habe ich das Pech, dass Pro-Israel Demos immer hunderte Kilometer von meinem Wohnort stattfinden. Aber vielleicht beim nächsten Mal.

Long Live Israel!

12 TJM TJM

Datum: 21.11.2012 - 08:56

Israelfreunde RAUM  KA-PF-S bitte melden! PRO-ISRAEL-SUEDWEST!

13 Maria Maria

Datum: 21.11.2012 - 18:11

#6 Viktoria,

liebe Viktoria, liebe Mitleser:

Kundgebung: Solidarität mit Israel!
Am Montag, den 26.11. rufen wir anlässlich der aktuellen Ereignisse im Nahen Osten zu einer Solidaritätskundgebung mit Israel auf.

Beginn ist um 18 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Stuttgart (zwischen Karlsplatz und Altem Schloss). Hier geht’s zum Aufruf.

Ich werde am Montag von Mannheim aus auf diese Demo fahren und würde mich freuen, möglichst viele teilnehmer anzutreffen.

Mit solidarischen Grüßen

Maria


 

14 Viktoria Viktoria

Datum: 22.11.2012 - 20:34

@Maria, danke schön! komme von der Schweizer Grenze, falls jemand interesse an einer Fahrgemeinschaft hat bitte hier melden: remuslupin@web.de