[Jüdisches Kalenderblatt] Freitag, 21. Schwat 5777 - 17. Februar 2017

[Jüdisches Kalenderblatt] Freitag, 21. Schwat 5777 - 17. Februar 2017


Das jüdische Kalenderblatt mit Gedanken zum Tag, Hinweisen zur haLacha, zu Tradition und Leben im Judentum. Ein hilfreicher Ratgeber durch das jüdische Jahr.

[Jüdisches Kalenderblatt] Freitag, 21. Schwat 5777 - 17. Februar 2017

Tages- Halacha

Hilchot Schabat – Mukza

בסיס לדבר האסור

- Nun folgen die Bedingungen, die laut Chasal benötigt werden, um eine Unterlage in eine ‚verbotene Basis‘ zu verwandeln und dadurch dem Gegenstand, der sich darauf befindet denselben Mukza-Status zu geben.

- Erste Bedingung: Die Basis darf nur dann nicht bewegt werden, wenn der verbotene Gegenstand durch den Besitzer der Basis oder durch eine Person (auch ein Nochri) die von ihm die Erlaubnis erhalten hatte, darauf gelegt wurde. So auch, wenn eine Person zwar nicht die Erlaubnis des Besitzer erhalten hatte, dies jedoch zum Vorteil des Besitzer tut und der Besitzer damit mit Sicherheit zufrieden ist.

Legt man einen Mukza-Gegenstand hingegen ohne Erlaubnis und nicht für den Vorteil des Besitzers auf den erlaubten Gegenstand eines anderen Menschen, wird die erlaubte Basis nicht in ein Mukza verwandelt. Dies ist auch dann der Fall, wenn beide Gegenstände demselben Menschen gehören.

Der Grund dafür ist, weil ein Mensch nicht die Befugnis hat, ohne dem Wissen einer anderen Person, ihren Besitz in eine verbotene Sache zu verwandeln. Die erlaubte Sache kann deshalb bewegt werden.

- Zweite Bedingung: Die Basis darf nur dann nicht bewegt werden, wenn man das Mukza mit der Absicht darauf gelegt hat, dass es dort sein soll oder weil dies der gewöhnliche Standort dieser Mukza-Sache ist. (Ein Beispiel dafür wäre Geld in einem Portemonnaie) Dann erhält die Basis dieselben Dinim wie die Sache die sich darauf befindet.

Legte man das Mukza hingegen unabsichtlich darauf, d.h. man hatte keine Absicht, dass es dort bleiben soll oder das Mukza fiel auf diese Unterlage, wird die Basis nicht Mukza.

- Dritte Bedingung: Die Basis wird nur dann verboten, wenn man das Mukza auf diese Sache legte, weil man möchte, dass es dem Mukza-Gegenstand dient. Ein Beispiel dafür wäre, wenn man Leuchter auf den Tisch stellt, wodurch der Tisch den Leuchtern dient und sie hält.

Dient die Mukza-Sache hingegen der Basis, ist es erlaubt die Basis zu bewegen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn man einen Stein auf die Öffnung einer Flasche legte. Der Stein dient der Flasche.

- Wo eine Notwendigkeit dazu besteht, kann man auch in einem Fall erleichtern, wo die Basis nicht der Mukza-Sache dient und der Mukza-Gegenstand auch nicht der Basis dient. Ein Beispiel dafür wäre, wenn man einen Mukza-Gegenstand auf eine erlaubte Sache in eine Schublade legt, weil man sonst keinen anderen leeren Platz hatte, um es hinzulegen. So auch, wenn man die Kerzenständer auf das Tischtuch stellt.

Schmirat Schabat Kehilchato 20.54

  • Diese Halachot dienen als Hinweise. Für halachische Fragen, sollte ein Rabbinat angefragt werden.

 

Tages- Wort

Der erste Passuk der Zehn Gebote lautet: 'אנכי ה' אלקיך אשר הוצאתיך מארץ מצרים' – ‚Ich bin der Ewige, dein G“tt, Der dich aus dem Lande Mizrajim herausgeführt hat.‘

Verschiedene Rischonim fragen darauf, weshalb Hkb“H hier nicht die Tatsache erwähnte, dass Er Himmel und Erde beschaffen hat?

Der רא'ש antwortet, dass ein Mensch dann hätte behaupten können, dass Hkb“H die Welt zwar beschaffen hat, sie jedoch nicht mehr in jeder Einzelheit führt, sondern der Natur übergeben hat. Deshalb erwähnte Hkb“H den Auszug aus Mizrajim, denn dort wurde vor der ganzen Welt klar, dass Haschem nicht nur Himmel und Erde beschaffen hat, sondern die Welt auch noch in der heutigen Zeit in jedem einzelnen Detail führt. Das erste Gebot der Asseret Hadibrot verpflichtet uns, an all dies zu glauben

 

Tages- Gedanken

Raw G. Edelstein schlit’a schreibt:

„Man muss Zuhause darüber sprechen und auch die jungen Kinder müssen davon hören, dass wir beim Berg Sinai gestanden sind und wir die Zehn Dibrot von Haschem gehört haben etc.“


Freitag, 17 Februar 2017