Irans Atomwaffenprogramm: Fortschritt

Irans Atomwaffenprogramm:

Fortschritt


Das Regime der Islamischen Republik Iran hat angekündigt, in den nächsten Wochen Zentrifugen der achten Generation (IR-8) zur Anreicherung von Uran einsetzen zu wollen. Tests der modernen Gaszentrifugen seien erfolgreich beendet worden, so daß sie nun bald regulär betrieben werden könnten. Nach Angaben aus Teheran verstößt ihr Einsatz nicht gegen das Wiener Abkommen.

Die in der Islamischen Republik entwickelten IR-8-Zentrifugen sollen Uran etwa zwanzig Mal so schnell anreichern können wie Zentrifugen der ersten Generation (IR-1). Erste IR-8-Zentrifugen hatte das Regime in Teheran im Spätsommer 2014 angekündigt und damit Experten überrascht. Daß sie nun ganz offenbar einsatzreif sind, ist ein Beleg für die Wirkungslosigkeit des Atom-Deals.

 

Statt die Klerikal-Tyrannei, die mit eigenen Truppen und Söldnern der Hisbollah im syrischen Krieg mitmischt und als weltweit agilster Sponsor von Terroristen gilt, dauerhaft von ihrem Streben nach Kernwaffen abzubringen, hat der Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) den Weg dahin geebnet. Vielleicht geht die Entwicklung langsamer voran, dafür aber handelt Teheran nun legal.

 

Und wo die Mullahs den JCPOA verletzen, werden die Verstöße als »geringfügig« verharmlost. Scheinbar aus dem Nichts aufgetauchtes angereichertes Uran wurde exportiert, gleiches gilt für die Überproduktion schweren Wassers. Je weniger Teheran versucht, seine Absicht und Fortschritte zu camouflieren, desto weniger sind die P5+1-Staaten gewillt, etwas gegen sie zu unternehmen.

 

Immer deutlicher wird damit, daß durch den JCPOA gerade nicht erreicht wird, wofür er doch angeblich sorgen sollte. Seit das Wiener Abkommen unterzeichnet wurde, ist die Islamische Republik Iran zu einer international umworbenen Regionalmacht aufgestiegen, obgleich sie keines ihrer Ziele aufgegeben hat. Die Region und die Welt sind dadurch nicht friedlicher geworden.

 

 

tw_24


Mittwoch, 21 Dezember 2016