Diskussionsbeitrag: Erziehung durch Mord in Boston

Diskussionsbeitrag:

Erziehung durch Mord in Boston




Dr. Daniel Pipes, The Washington Times, 24. April 2013

Wie werden die langfristigen Auswirkungen des Anschlags auf den Boston-Marathon und der folgenden Verfolgungsjagd im Stile eines Actionfilms vom 15. bis 19. April aussehen, bei denen insgesamt vier Personen getötet und 265 verletzt wurden?

Beginnen wir mit dem, was nicht sein wird. Der Anschlag wird die amerikanische Meinung nicht zusammenbringen; auch wenn der Slogan "United We Stand" nach dem 9/11 noch ein paar Monate andauerte, wird der Konsens nach Boston schwerer fassbar sein. Die Gewalt wird in den USA nicht zu Sicherheitsmaßnahmen nach Art Israels führen. Sie wird auch nicht zu einem stärkeren Vorbereitet sein führen, um mit tödlicher Gewalt durch Plötzliches Jihad-Syndrom umzugehen. Sie wird den Disput zu den Motiven hinter wahlloser muslimischer Gewalt gegen Nichtmuslime nicht beenden. Und sie wird gewiss nicht helfen die derzeitige Debatte über Einwanderung oder Waffen zu lösen.
Wofür die Gewalt sorgen wird, ist sehr wichtig: Sie wird einige Westler zu dem Schluss kommen lassen, dass der Islamismus eine Bedrohung für ihre Lebensart ist. In der Tat rekrutiert jeder Aggressionsakt von Muslimen gegen Nichtmuslime, sei er gewalttätiger oder kultureller Art, weitere Aktivisten für die Sache gegen den Jihad, mehr Wähler für rebellische Parteien, mehr Demonstranten für Antieinwanderungs-Aktionen auf der Straße und mehr Spender für antiislamistische Anliegen.

2002 gab ich diesem Prozess den Namen Erziehung durch Mord; wir, die in Demokratien leben, lernen am besten über den Islamismus, wenn in den Straßen Blut fließt. Muslime hatten anfangs einen Vorschuss an gutem Willen, weil zur westlichen DNA Verständnis für Ausländer, Minderheiten, die Armen und farbige Menschen gehört. Islamisten verschleudern diesen guten Willen, indem sie Gräueltaten begehen oder herrenmenschliche Gesinnungen zur Schau stellen. Terrorismus im Westen mit großer Öffentlichkeitswirkung - 9/11, Bali, Madrid, Beslan, London - verschiebt die Meinung mehr als alles andere.

Ich weiß das, weil ich diesen Prozess am eigenen Leib durchlief. Als ich 1990 in einem Restaurant in der Schweiz saß, umriss Bat Ye´or für mit ihre Befürchtungen bezüglich islamistischer Ambitionen in Europa, doch ich glaubte, sie sähe die Dinge zu schwarz. Steven Emerson rief mich 1994 an, um mir vom Council on American-Islamic Relations zu berichten, doch ich gab CAIR anfangs einen Vertrauensvorschuss. Wie andere auch brauchte ich Zeit, um gegenüber dem Ausmaß der islamistischen Bedrohung im Westen aufzuwachen.

Westler wachen in der Tat gegenüber dieser Bedrohung auf. Man kann ein lebhaftes Gefühl für diese Trends bekommen, wenn man sich Entwicklungen in Europa ansieht, das bei den Themen Einwanderung, Islam, Muslime, Islamismus und Scharia (dem islamischen Recht) Nordamerika und Australien um etwa zwanzig Jahre voraus ist. Ein Zeichen der Veränderung ist das Wachsen politischer Parteien, die sich auf diese Fragen konzentrieren, darunter die U.K. Independence Party, die Front Nationale in Frankreich, die Volkspartei in der Schweiz, Geert Wilders´ Partij voor de Frijheid in den Niederlanden, die Fortschrittspartei in Norwegen und die Schwedischen Demokraten. Bei einer stark beachteten Nachwahl erzielte die UKIP den zweiten Platz; sie erhöhte ihren Stimmanteil von 4 auf 28 Prozent, womit sie für eine Krise bei den Konservativen sorgte.

Die Schweizer Wähler nahmen 2009 in einer Volksabstimmung das Verbot von Minaretten mit einer Quote von 58 zu 42 Prozent an; diese Abstimmung ist mehr durch ihre Quote als ihre politischen Folgen von Bedeutung, die quasi bei Null lagen. Umfragen zur öffentlichen Meinung fanden heraus, dass andere Europäer diese Ansichten im etwa gleichen Prozentsatz teilten. Umfragen zeigten auch eine ausgeprägte Verhärtung der Ansichten zu diesem Thema im Verlauf der Jahre. Hier (Dank an Maxime Lépante) einige der jüngsten Umfragen aus Frankreich:

  • 67 Prozent sagen, islamische Werte seien unvereinbar mit denen der französischen Gesellschaft.
  • 70 Prozent sagen, es gebe zu viele Ausländer.
  • 73 Prozent sehen den Islam negativ.
  • 84 Prozent sind gegen den Hijab an privaten Orten, die für die Öffentlichkeit geöffnet sind.
  • 86 Prozent befürworten die Stärkung des Verbots der Burka.

Sören Kern stellt fest, dass ähnliche Ansichten zum Islam in Deutschland aufttreten. Ein Bericht neueren Datums des Institut für Demoskopie Allensbach fragte, welche Eigenschaften Deutsche mit dem Islam verbinden:

  • 56 Prozent: Streben nach politischem Einfluss
  • 60 Prozent: Rache und Vergeltung
  • 64 Prozent: Gewalt
  • 68 Prozent: Intoleranz gegenüber anderen Religionen
  • 70 Prozent: Fanatismus und Radikalismus
  • 83 Prozent: Diskriminierung von Frauen

Im Gegensatz dazu verbinden nur 7 Prozent der Deutschen den Islam mit Offenheit, Toleranz oder Respekt für Menschenrechte.

Diese eindrucksvollen Mehrheiten liegen höher als früher; sie legen nahe, dass die Meinung in Europa sich verhärtet und im Lauf der Zeit dem Islamismus gegenüber noch feindseliger werden wird. Auf diese Weise stellt die islamistische Aggression sicher, dass der Antiislamismus im Westen sein Rennen mit dem Islamismus gewinnen wird. Muslimische Anschläge mit großer Öffentlichkeitswirkung wie der in Boston verschärfen diesen Trend. Das ist seine strategische Bedeutung. Das erklärt meinen vorsichtigen Optimismus beim Zurückschlagen der islamistischen Bedrohung.

 

Übersetzung: H. Eiteneier - Foto: US-Briefmarke United we stand

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Dienstag, 30 April 2013






".....wir, die in Demokratien leben, lernen am besten über den Islamismus, wenn in den Straßen Blut fließt." Dem zufolge ist unsere Politikerkaste in DE extrem Lernresistent.Und der größte Teil des dt.Michchels ist nur schwer von seinem Schlafzipfel weg zu kriegen. Aber sagt er mal öffentlich was Fakt ist....gibt es das volle Nazikeulenprogramm.

PS: In DE gilt derjenige als gefährlicher, der auf den Schmutz hinweißt, als der, der ihn gemacht hat.( ich glaub der war von Carl v. Ossietzky)