Was die UN im Überfluss hat: Problemleugnungskompetenz

Was die UN im Überfluss hat:

Problemleugnungskompetenz




Die Vermittlung von Haß auf Juden, die Verherrlichung antisemitischen Terrors und ein »Humor«, der sich über dessen Opfer lustig macht, sollten, möchte man meinen, nicht zum Programm einer Organisation gehören, die es als ihre Aufgabe ansieht, »to help Palestine refugees in Jordan, Lebanon, Syria, West Bank and the Gaza Strip achieve their full human development potential«.

Und doch gelingt es der United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East immer wieder Schlagzeilen zu machen, die so gar nicht zu ihrer Selbstdarstellung passen. Da werden Lehrer beschäftigt, die in ihrer »Freizeit« als Terroristen Raketen zusammenbauen, da werden Raketen in UNRWA-Schulen untergestellt und an Terroristenausgehändigt.

Und wo ihr Kinder anvertraut werden und Jugendliche, da versteht sich die UNRWA tatsächlich als ein Dienstleister, der Haß sät, Werte vermittelt, die nur schwerlich zivilisiert zu nennen sind. Als jüngstes von vielen Beispielenist es jetzt eine UNRWA-Schule in Jaramana, einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, die Einblicke in die Ideologie bot, die die UN-Agentur treibt:

»The Rameh UNWRA school, located in the Jaramaneh Camp in Syria, had posted images which showed people being attacked by cars. One of the cartoons featured a caricature of an orthodox Jew, and another had a caption which explicitly referred to a ›car intifada‹.«

Nachdem seit Montag verschiedene internationale Medien das Thema aufgriffen und bereits zuvor sich die NGO UN Watch in einem Offenen Briefan UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon gewandt hatte, versucht die UNRWA sich in Schadensbegrenzung: Statt freilich das Problem überhaupt anzuerkennen, wurde die kritisierte Facebook-Seite kommentarlos gelöscht.

Und UNRWA-Sprecher Chris Gunness erklärte am Dienstag via Twitter, »UNRWA Rameh school accused of anti-semitism was closed in 2012«. Er könnte es besser wissen, steht sein Name doch unter einer 2013 veröffentlichten Mitteilung, in der es heißt, »the UNRWA al-Rameh school« diene »as a temporary collective shelter, and a school [..], where UNRWA is running summer classes«.

Ein Jahr später besuchte Pierre Krähenbühl, der neue »Commissioner-General« der UNRWA, nach Angaben der Organisation in Damaskus »displaced Palestine refugees, now housed in temporary shelters at two UNRWA schools in Jaramana camp«, eine davon jene Schule, die auch Anfang 2015 noch als »UNRWA Rameh school collective shelter in Jaramaneh Camp« existiert.

Es mag sein, daß seit 2012 nicht mehr von einem »normalen« Schulbetrieb in Jaramana gesprochen werden kann, doch finden dort »summer classes« statt und gewiß auch außerhalb dieser Zeit ein zumindest provisorischer Unterricht – denn daß die UNRWA drei Jahre lang »palästinensische« Kinder zwar unterbringt, ihnen aber ihr Recht auf Bildung vorenthält, ist doch unwahrscheinlich.

Chris Gunness erklärt die Unwahrheit. Sein Spott über angeblich mangelnde Faktenkenntnis anderer ist ein vulgärer Versuch von jenem Antisemitismus abzulenken, der Kindern und Jugendlichen durch Beschäftigte seiner Organisation offenbar selbst dort noch eingeimpft wird, wo ein als »Bürgerkrieg« unzureichend beschriebener Konflikt vor dem Schultor ausgetragen wird.

 

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Autor: joerg
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Mittwoch, 26 August 2015









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