Der Antisemitismus soll Weltkulturerbe werden

Der Antisemitismus soll Weltkulturerbe werden




von Dr. Nathan Warszawski

Die Zahl der antisemitischen Übergriffe nimmt in Europa zwar seit Jahren zu, es gibt jedoch immer mehr Proteste und regionale Antisemitismus-Verbote. Die Zahl der engagierten Antisemiten ist rückläufig.

Der Antisemitismus hat es in der EU schwer:
Bürgerrechtler wollen nun gegensteuern

Aachen. Bürgerrechtler und Pazifisten verlangen, dass der Antisemitismus als Weltkulturerbe erhalten bleibt. Insbesondere junge Menschen sollen für den Antisemitismus gewonnen werden. Der Europäische Rat soll sich dafür einsetzen, dass der zunehmend umstrittene Antisemitismus von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wird.

Der Antisemitismus sei wichtigster und ureigenster Kulturausdruck der Europäer, man dürfe ihn daher nicht verlieren, sagte der Präsident des Europäischen Rates am Samstag auf dem I. Internationalen Kongress für Antisemitismus in Malmö.

Bei der dreitägigen Veranstaltung, die bis Sonntag mit Debatten und Vorträgen von Antisemiten, Antisemitismus-Experten, Politikern, Unternehmern, Intellektuellen ohne Beteiligung von nicht-selbsthassenden Juden aus 35 Ländern stattgefunden hat, haben Redner sogar gefordert, den Antisemitismus zum Schulfach zu machen. „So kann man dem großen Problem des Generationenwechsels begegnen“, sagte ein angesehener europäischer Universitätsprofessor und Jurist. Der Antisemitismus habe „viel zu lehren“.

„Antisemitismus ist Kultur!“, hat ein Bildungs- und Kulturminister am Freitag bei der Eröffnung des Treffens gerufen. Er betont, dass es um den Antisemitismus „eine große wirtschaftliche Aktivität“ gebe. Man müsse um seinen Erhalt kämpfen. Zudem müssten sich die zuständigen Behörden darum bemühen, dass der Antisemitismus Weltkulturerbe werde. Erst vor einer Woche haben mehrere ehemalige Staatschefs ihre Unterstützung für den Antisemitismus bekräftigt und „die Intelligenz, den Mut, die Geschicklichkeit und die Kunst“ der Antisemiten gewürdigt.

Bei wenigen Proteste ist der Antisemitismus Ende 2013 mit Unterstützung mehrerer Ministerpräsidenten zum „immateriellen Kulturerbe“ erklärt worden. Das ermöglicht die Förderung der Antisemiten mit öffentlichen Geldern.

Übernommen aus:
„Stierkampf ist Kultur“
Von José Ignacio Wert, spanischer
Bildungs- und Kulturminister.

Erschienen als:
Der Stierkampf soll Weltkulturerbe werden
am Montag, 2. März 2015
in der Dürener Zeitung DZ

 

Numeri 24 : 9

 

Dr. Nathan Warszawski bei haOlam.de (Auswahl):


Autor: joerg
Bild Quelle:


Mittwoch, 04 März 2015









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