Die beliebten Palästinenser

Die beliebten Palästinenser




von Caroline Glick
Wenn die Palästinenser lediglich mit einem nationalistischen Kampf für Selbstbestimmung beschäftigt sind, warum stiften sie dann zum Völkermord am jüdischen Volk an?

Inmitten der Operation Protective Edge (Anmerkung des Übersetzers: Das englische Original stammt vom 16. Juli 2014.) veröffentlichte die Hamas ein Musik-Video
auf Hebräisch, in dem sie die Palästinenser dazu aufrufen, Israel zu bombardieren und alle Israelis zu töten.

"Legt es [Israel] in Schutt und Asche, vernichtet das Kakerlaken-Nest und vertreibt alle Zionisten" ist im Liedtext zu lesen.

Einige Menschenrechtsaktivisten und Anwälte bekommen möglicherweise ein Gefühl von Déjà-vu beim Lesen dieser Worte. Damals im Jahre 1994 gab es mehrere Radiosendungen, die die Vernichtung von menschlichen Kakerlaken forderten.

Sie waren in Ruanda.

Als die Hutus ihren Völkermord an den Tutsis am 6. April 1994 begannen, war RTLM, der beliebteste Radiosender im Land im Besitz von Verwandten und Freunden des ruandischen Präsidenten Juvenal Habyrarimana.

An diesem Tag ermahnte RTLM seine Zuhörer, "Ihr müsst die Tutsis töten, sie sind Kakerlaken. All diejenigen, die zuhören, steht auf, damit wir für unser Ruanda kämpfen können. Kämpft mit den Waffen, die Ihr zur Verfügung habt: diejenigen, die Pfeile haben, mit Pfeilen, diejenigen, die Speere haben, mit Speeren. Wir alle müssen kämpfen. Wir alle müssen gegen die Tutsis kämpfen. Wir müssen sie erledigen, sie vernichten, sie aus dem ganzen Land fegen. Es darf für sie keine Zuflucht geben."

RTLM machte während des Krieges damit weiter, zum Völkermord aufzuhetzen. Und als die Invasionsarmee der Tutsi aus Uganda kam, flohen RTLM-Mitarbeiter mit einem mobilen Radiosender nach Zaire, um mit den Rundfunksendungen weiterzumachen.

Nach dem Krieg wurden mehrere leitende RTLM Manager und Journalisten wegen Völkermordes verurteilt und wegen der Verschwörung zur Durchführung von Völkermord und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und alle rechtschaffenen Menschen spendeten Beifall.

Aber das waren Hutus.

Selbst palästinensische Beamte bestätigen, dass ihre Raketenoffensive, die im letzten Monat begann, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist.

In einem Interview mit dem Fernsehen der Palästinensischen Autonomiebehörde letzte Woche hat der PLO-Botschafter im Menschenrechtsausschuss der UNO Ibrahim Khreiseh zugegeben, "Die Raketen, die jetzt gegen Israel gestartet werden - jede einzelne Rakete stellt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar, ob sie trifft oder verfehlt, weil sie auf zivile Ziele gerichtet ist."

Khreiseh erklärte auch, dass seit Palästinenser in Gaza "im Fernsehen aufgetreten sind und sagten, dass die israelische Armee sie gewarnt hatte, ihre Häuser vor der Bombardierung zu evakuieren ... wenn jemand getötet wird, erachtet das Gesetz es für einen Fehler, anstatt für eine vorsätzliche Tötung, weil [die Israelis] legale Verfahrensweisen befolgten."

Khreiseh wies dann darauf hin, "Wir warnen nie irgend jemand, wo diese Raketen fallen werden oder wegen der Operationen, die wir durchführen."

Mit anderen Worten, der eigene Vertreter der PLO sagte, dass Israel unschuldig ist und dass die Palästinenser schuldig der Durchführung von Taten des Völkermordes sind.

Aber ihren westlichen Unterstützern ist das egal. Stattdessen wächst die Intensität ihrer Zuneigung und ihres Engagements für die palästinensische Kampagne gegen Israel jedes Mal, wenn die Palästinenser ihre völkermörderische Hetze und Gewalt eskalieren.

Diese Unterstützung beinhaltet regelmäßig antijüdische Gewalt, die gegen lokale jüdische Gemeinden und Pro-Israel-Aktivisten gerichtet ist.

Betrachten wir Frankreich. Seit Anfang des Jahres hat anti-jüdische Gewalt und Einschüchterung in Frankreich Höhen erreicht, die seit dem Holocaust nicht gesehen worden waren. Und die Dinge sind nur noch schlimmer geworden, seit palästinensische Terroristen vor einem Monat Naftali Fraenkel, Eyal Yifrah und Gil-Ad Shaer in Hebron entführt und ermordet haben. In Frankreich wird das Leben für Juden zunehmend unhaltbar.

Anti-jüdische Angriffe durchlaufen das gesamte Spektrum von Rufen "Tod den Juden!" und "Hitlers Arbeit beenden!" über das Übermitteln von Bombendrohungen an jüdische Kindergärten und Unternehmen über Vandalismus an jüdischen Geschäften, Einrichtungen und sonstigem Besitz bis zu physischen Angriffen auf Juden aller Altersgruppen sowie auf jüdische Einrichtungen.

Am Sonntag begannen die gewalttätigen Massenübergriffe auf jüdische Ziele genau zu der Zeit, als sich ein zwei Stunden langer fanatischer pro-palästinensischer Marsch zerstreute. Fast 200 jüdische Gläubige waren in der Don Issac Avrabanel Synagoge gefangen, als von dem Marsch angestachelte Angreifer Steine auf die Synagoge warfen und seine jüdischen Verteidiger mit Metallstangen angriffen.

In den USA steigt der Grad der Gewalt gegen Juden seitens der Unterstützer der Palästinenser immer weiter an. In San Francisco zeigten pro-palästinensische Demonstranten ihre Solidarität mit dem palästinensischen Ziel des Völkermords unter anderem durch den Aufruf zur Zerstörung Israels, während sie weiße Handschuhe mit roter Farbe auf den Fingern und Handflächen trugen.

Eines der einschneidendsten Bilder des palästinensischen Terrorkrieges gegen Israel war die Fotografie, die am 12. Oktober 2000 von einem palästinensischen Terroristen gemacht wurde, als er in der Polizeistation in Ramallah am Fenster stand und vor einer darunter stehenden jubelnden Menge seine blutgetränkten Hände hochhielt. Innen hatten er und seine Kriegsverbrecher-Kameraden zwei IDF-Reservisten abgeschlachtet, die sich verfahren hatten und versehentlich nach Ramallah gekommen waren. Das Blut an seinen Händen war ihres.

In Los Angeles und Boston wurden Pro-Israel-Demonstranten tätlich angegriffen und antisemitischem Vitriol ausgesetzt. In Seattle hielten pro-palästinensische Demonstranten Plakate mit der Darstellung von Juden hoch, die palästinensische Kinder essen und ihr Blut trinken.

Die Straßenproteste, die die Vernichtung Israels fordern, die die Unterstützung für palästinensische Terroristen zum Ausdruck bringen, die zunehmend antijüdische Hetze und Gewaltübergriffe gegen Juden betreiben, genießen die intellektuelle Unterstützung der Professorenschaft und der Medien.

Diese Woche veröffentlichte Daniel Mael, ein Pro-Israel-Aktivist an der Brandeis Auszüge aus einem bisher geheimen Listserver von fast hundert Universitätsprofessoren. Darauf drücken die Professoren "ihre Angst und Verachtung bezüglich Themen von der [US] Außen-und Innenpolitik über das ´amerikanische System´ bis zu ´den Israeliten´ aus." Mit anderen Worten, Antiisraelismus ist eines der Dinge, die der linke ideologische Lackmus-Test beinhaltet.

Dann gibt es die Medien. Mit wenigen Ausnahmen folgte die ausländische Berichterstattung über die palästinensischen Angriffe auf Israel dem Drehbuch. Beide Seiten kämpfen. Israel tötet mehr Palästinenser als die Palästinenser Juden töten.

Deshalb muss Israel aufhören, sich selbst zu verteidigen.

Und das diplomatische Corps - mit der bemerkenswerten Ausnahme von Kanada - war ähnlich vorhersehbar gewesen.

Niemand gibt zu, was Khreiseh über jeden einzelnen Raketenstart bestätigte, dass er ein separates Kriegsverbrechen darstellt.

Niemand erwähnt, dass Fatah-Terroristen sich der Hamas in ihrer Raketen Kampagne anschlossen.

Dann gibt es die linksgerichteten amerikanischen Juden, die behaupten, dass sie pro-israelisch und pro-palästinensisch sind. Der palästinensische Raketenkrieg ist ihnen unbequem.

Auf der einen Seite können sie die Tatsache nicht ignorieren, dass 80 Prozent der Israelis in den letzten anderthalb Wochen das Ziel für die Abschlachtung durch Hamas-Raketen waren. Aber auf der anderen Seite definieren sie sich durch ihre Kritik an Israel, nicht durch ihre Kritik an den Palästinensern. Also verurteilten J Street sowie auch Eric Yoffie von der Reformbewegung sowohl die Palästinenser als auch Israel. Die Palästinenser sind schlecht, weil sie Raketen abschießen, um Israelis zu töten. Die Israelis sind schlecht, weil sie weiterhin in Judäa und Samaria und Jerusalem leben.

Wie Yoffie kürzlich in einem Essay in der Haaretz erklärte, zur Bekämpfung der Hamas muss Israel Judäa, Samaria und Jerusalem verlassen, wie es Gaza im Jahr 2005 verließ, denn dann wird die Fatah mit Israel Frieden machen.

Wie die israelische Linke, die sie verehren, haben weder Yoffie noch seine linken jüdischen Kollegen jemals erklärt, wie Frieden mit der Fatah Israels Problem mit der Hamas lösen wird. Sie erklären nicht, wie ein solcher Frieden die Hamas befrieden oder anderweitig zähmen wird, eine Organisation, die der Begehung des Völkermordes am Weltjudentum verpflichtet ist.

Dies sind schwere Zeiten für Israel. Seit mehr als einer Woche wurden mehr als vier Millionen Israelis dazu gezwungen, zu Luftschutzbunkern zu laufen, um sich vor den Versuchen der Hamas zu schützen, Zivilisten mit Raketen abzuschlachten, um ihr letztendliches Ziel des Völkermordes voranzutreiben.

Und sogar als palästinensische Beamte die Natur dieses Krieges bestätigen, anstatt ihre Unterstützung für völkermörderische Terroristen zu überdenken, verdoppeln Anti-Israel-Aktivisten in den USA und Europa ihre Unterstützung für die Palästinenser, unter anderem durch Beteiligung an gewaltsamen Übergriffen auf die lokalen Juden. Damit zeigen sie, dass sie das ultimative Ziel der Palästinenser teilen.

Diese Aktivisten werden wiederum von der linken akademischen Welt unterstützt.

Ihre Bemühungen werden von den Medien beflügelt, die zumindest nicht über die Art der Kampagne gegen Israel berichten und sich in der Regel aktiv bemühen, sie zu verschleiern. Linke Juden, während sie gezwungen sind, den Raketenbeschuss der Hamas (aber nicht den Raketenbeschuss von den Fatah-Milizen) zu verurteilen, machen dennoch zumindest deutlich, dass Israel auch für die palästinensischen Angriffe verantwortlich zu machen ist, weil es anderen Palästinensern nicht sein Kernland und seine Hauptstadt gibt.

Schließlich werden, wie wir an der US-geführten westlichen Forderung sehen, dass Israel einen Waffenstillstand mit der Hamas erreicht, ohne zuerst die palästinensische Terrormaschine in Gaza zu besiegen, die Aktivisten, die Professorenschaft und die Medien durch politische Führer verstärkt, die sich alle darin einig sind, dass Anstiftung und Handeln im Namen des Völkermordes an Juden keine disqualifizierende Straftat ist.

 

Übersetzung aus dem Englischen: Robert Rickler, Pressesprecher des "Freundeskreis Israel in Regensburg und Oberbayern e.V."

 

Lesen Sie hierzu auch:

 

Caroline Glick bei haOlam.de:


Autor: fischerde
Bild Quelle:


Freitag, 25 Juli 2014






Bemerkenswert ist dieses Detail: "... ,dass Fatah-Terroristen sich der Hamas in ihrer Raketen Kampagne anschlossen." Wie üblich werden solche Fakten von den deutschen Medien verschwiegen.



@ Erika: Ja, die deutschen Medien verschweigen nicht nur dieses Detail.



Die Medien verschweigen das, was Israel nicht schadet. Das ist für sie nicht nennenswert.