Wiederentdeckung: “Energiekrise” bedroht Gaza

Wiederentdeckung: “Energiekrise” bedroht Gaza




Nachdem es für einige Monate recht still um sie geworden war, ist sie jetzt offenbar wieder da: die “Energiekrise”, die, wie die Vereinten Nationen mitteilen, dazu führen kann, daß, “Gaza’s 1.7 people [sic!] will experience power outages of up to 16 hours per day”.

Während der “palästinensische Widerstand” sich die Zeit mit Raketenangriffen auf Israel vertreibt und das “Bildungsministerium” in Gaza Schulbücher vorlegt, die diesen “Widerstand” rühmen, muß die “energy authority of Hamas” den Offenbarungseid leisten:

“‘We have completely stopped the operation of (Gaza’s sole) power plant this morning at 6:00 a.m. because we don’t have a single liter of fuel,’ said Fathi Sheikh Khalil, the authority’s deputy chairman.”

Ganz überraschend nämlich hätten ägyptische Sicherheitskräfte den Schmuggel subventionierten Treibstoffs nach Gaza unterbunden, während die “Regierung” in Ramallah mit “prohibitive taxes” die Einfuhr von Treibstoff aus Israel verhindere.

“We tried to get fuel from Israel via the Palestinian Authority, but it has imposed prohibitive taxes.”

Das Regime in Ramallah hat derweil einmal mehr selbst bewiesen, daß es als “Regierung” überfordert ist. Nachdem sie Treibstoff im Wert von etwa 600 Millionen Shekel nicht bezahlt hatte, drohte Israel am Freitag mit der Einstellung weiterer Lieferungen.

“PA Finance Ministry spokesman Rami Mehdawi told Ma’an that ‘despite the financial crisis that the PA suffers from, the Ministry of Finance will transfer the money to Israel and fully pay the accumulated debt in order to provide the market with fuel.’”

Die “financial crisis” freilich ist hausgemacht. In diesem Jahr reichte “Premierminister” Salam Fayyad aus Frust über das korrupte Fatah-Regime den Rücktritt ein, und kürzlich wurde bekannt, daß internationale Überweisungen nach Ramallah regelmäßig “verschwinden”.

“BILLIONS of euros in European aid to the Palestinians may have been misspent, squandered or lost to corruption, according to a damning report by the European Court of Auditors, the Luxembourg-based watchdog. [..]

The auditors complained about the lack of measures to mitigate ‘high-level’ risks, such as ‘corruption or of funds not being used for their intended purpose’.”

Damit ist die neueste “Energiekrise” nichts als die Folge “palästinensischen” Unwillens, Selbstverantwortung zu übernehmen, und einer Weigerung der internationalen Sponsoren “Palästinas”, danach zu fragen, was dort mit ihren Milliarden geschieht.

Im Februar des vergangenen Jahres beispielsweise weigerte die “Regierung” in Gaza sich, einer Vereinbarung zuzustimmen, nach der ägyptischer Treibstoff über technisch entsprechend ausgestattete israelische Grenzübergänge nach Gaza geliefert werden könnte.

Seit Ende 2009, seit vier Jahren, überweist Brüssel regelmäßig Geld nach Ramallah, für das die dortige “Regierung” Treibstoff einkaufen soll. Zuvor hatte die EU die Bezahlung der Lieferanten selbst organisiert. Seit die PA das (nicht) übernimmt, gibt es die “Energiekrise”.

Doch statt zahlreichen Berichten über Mißwirtschaft und Korruption nachzugehen, die Mißstände öffentlich anzuprangern und deren Beseitigung wenigstens einzufordern, wird einfach immer wieder neues Geld überwiesen, das dann – natürlich – ebenfalls “verschwindet”.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel versprach jüngst Abu Mazen, dessen “Regierung” mehr als 80 Prozent ihrer Untertanen für korrupt halten, ungerührt die “weitere Unterstützung Deutschlands”. So wird die “Energiekrise” garantiert weiter andauern.

(Etwa 70 Prozent des Bedarfs an elektrischer Energie in Gaza werden durch Lieferungen aus Israel übrigens selbst in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen zuverlässig gedeckt.)

 

tw_24 - Foto: Werbung eines Luxus-Einkaufscenters in Gaza

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Montag, 04 November 2013