Gedankenverlorenes Territorium: Gaza gewinnt Olympia-Austragung 2032

Gedankenverlorenes Territorium:

Gaza gewinnt Olympia-Austragung 2032




„Als wir erkannten, dass der internationalen Sportgemeinschaft die Nutzung von Sklavenarbeit in Dubai zur Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft egal war, wussten wir, dass wir eine Chance hatten.“

von PreOccupied Territory, 18. März 2015

Gaza Stadt, 18. März – Das Internationale Olympische Komitee verkündete heute (Mittwoch), dass der Siegervorschlag für den Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 2032 von der Hamas-Regierung des Gazastreifens vorgelegt wurde.

Gaza schlug eine ganze Reihe anderer Kandidatenorte, die von vielen als besser geeignet für die Veranstaltungen angesehen wurden, darunter Berlin, Neudelhi, Cáracas und Vancouver; die Organisatoren der Bewerbung gaben zu, dass sie genauso überrascht waren wie alle anderen, dass Gaza ausgewählt wurde. „Wir sind bescheiden stolz und offen gesagt etwas verblüfft von der Entscheidung des Komitees, aber wir werden versuchen dem gerecht zu werden“, sagte Aiwil Behedd, Sprecher des Sportministeriums. „Jetzt liegt viel Arbeit vor uns.“

Die Planungsherausforderungen, der sich die Regierung in Gaza gegenüber sieht, sind Achtung gebietender, als die, denen sich jeder andere Olympiagastgeber gegenüber sieht. Im Wesentlichen, sagte Behedd, muss jedes Bisschen Infrastruktur für die Spiele, einschließlich Verkehrsmittel und Unterkünfte für die Teilnehmer und Zuschauer, komplett neu gebaut werden, da dem Küstenterritorium die selbst die elementarsten Einrichtungen fehlen.

Einige der Hindernisse, die andere Olympia-Gastgeber geplagt haben, werden Gaza allerdings nicht im selben Maße beeinträchtigen. Während z.B. andere Städte Schlachten vor Gericht ausfechten mussten, um Grundstücksrechte zum Bau von olympischen Einrichtungen zu gewinnen, hat die Hamas hier einen Vorsprung beim Abriss großer Teile ihres Territoriums, weil sie letzten sommer einen 5-wöchigen Krieg mit Israel provozierte. Durch die Zurückhaltung von Baugenehmigungen für den Wiederaufbau von Häusern für jeden außer einer Anzahl erwiesener Hamas-Loyalisten ist die Regierung in der Lage gewesen beträchtliche Teile ungenutzten Landes zu entwickeln, aus denen jetzt in Stadien, das olympische Dorf, Presseunterkünfte und andere unterstützende Einrichtungen gemacht werden können.

Die Arbeitskosten werden die Hamas ebenfalls vor keine solchen Herausforderung stellen, wie sie andere Gastgeber gelähmt haben, da die den Gazastreifen regierende Bewegung nicht davor zurückscheut Kinder-Zwangsarbeit einzusetzen, um ihre Infrastrukturprojekte zu vollenden. Hunderte Kinder starben, während sie die Tunnel gruben und ausmauerten, die die Hamas im Krieg vom letzten Sommer nutzte und die örtliche Bevölkerung von 1,4 Millionen Menschen ist unverhältnismäßig jung, was eine effektiv grenzenlose Versorgung mit Arbeitskräften bedeutet. Anfangs zögerte man diesen Vorteil bei der Werbung für Gazas Bewerbung auszunutzen, weil man Menschenrechtsverletzungen-Vorwürfe befürchtete, gab Behedd anl. „Als wir erkannten, dass der internationalen Sportgemeinschaft die Nutzung von Sklavenarbeit in Dubai zur Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft egal war, wussten wir, dass wir eine Chance hatten.“

Darüber hinaus haben andere Örtlichkeiten oft damit zu kämpfen die Ausgaben zu rechtfertigen, die in die Vorbereitung der Spiele gehen; Jahrzehnte danach wird noch nachgefragt, ob es bleibenden Nutzen aus der Investition gegeben hat. Im Gazastreifen jedoch haben die Einwohner nie von der Hamas-Regierung erwartet, dass sie in solche investiert; sie sind lange daran gewöhnt, dass die internationale Gemeinschaft sie versorgt und die erwarteten Spiele werden ihnen vermutlich eine willkommene Ablenkung von den alltäglichen Leiden bieten.

Dennoch bleiben einige erhebliche logistische Herausforderungen bestehen. Wie es aussieht fehlt Gaza ein Flug- oder Seehafen und er ist auf allen vier Seiten durch israelische und ägyptische Streitkräfte abgeriegelt. Tunnel aus und in die ägyptische Stadt Rafah sind im fortbestehenden Konflikt und durch die Spannungen zwischen der Hamas und Kairo weitgehend unbrauchbar gemacht worden und die israelische Marine unterbindet den meisten Seeverkehr, der die Küste von Gaza anläuft. Das ließ türkische Flottillen als einzige Möglichkeit übrig die Athleten, Zuschauer und Personal einreisen zu lassen und es wird erwartet, dass das Angebot an Fahrzeugen für diesen Zweck in der vorhersehbaren Zukunft begrenzt bleiben wird.

Außerdem ziehen politische Hindernisse auf: die Uneinigkeit mit der Palästinenserregierung in der Westbank könnte sich in die Peinlichkeit eines Boykotts eines großen Teils der Mannschaft des Gastgebers übersetzen und Unzufriedenheit unter den verschiedenen militant islamischen Fraktionen im Gazastreifen droht ebenfalls in Gewalt zu explodieren. Das Letzte, was die Hamas brauchen kann, ist ein weiterer Krieg mit Israel, der während der olympischen Spiele ausbricht, weil die Volkwiderstandskomitees mit den Muskeln spielen wollen.

 

Übersetzung: Heplev

 

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Autor: joerg
Bild Quelle:


Donnerstag, 26 März 2015






Na prima, endlich wissen wir warum es mit dem Wideraufbau nicht vorangeht, das sind doch gute Informationen, soviel Weitsicht hatte ich der Hamas nicht zugetraut.

"Wie es aussieht fehlt Gaza ein Flug- oder Seehafen...." Da fällt mir immer wieder ein, was haben damals die PArabs rumgekräht:"Wir machen aus Gaza ein zweites Hongkong" darauf ein israelischer Politiker:"Schon gut, aber dann müssten dort Asiaten leben". PS: Wie wärs mit ner Schach oder Mathematik-Olympiade? Man kann ja erst mal klein anfangen.☺☺




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