Solche Muslime gibt es viel zu wenige: Mohammed Zoabi

Solche Muslime gibt es viel zu wenige: Mohammed Zoabi




von Kay Wilson

Lasst mich etwas Persönliches mitteilen. Seitdem ich Mohammed Zoabi in meinem Haus traf und für ihn eine Zuflucht im Ausland fand, waren wir die besten Freunde. Meine Welt wurde für sein Leben und das Leben seiner Mutter Sara Zoabi aufgeschlossen. Ich bin von ihrem Mut und ihrer Menschlichkeit tief bewegt. Gleichermaßen von dem Mut der jungen Araber Yahya Mahamed, ds ägyptischen Friedensaktivisten Ahmed Meligy – und wie könnte ich den Arabisch sprechenden griechisch-orthodoxen israelische Priester Vater Gabriel Naddaf vergessen, der wegen seines unverblümten Zionismus mit einem Finger auf dem Alarmknopf lebt. Diese muslimischen und christlichen Zionisten spielen eine entscheidende Rolle in unserer heutigen Gesellschaft, die den Teil nachahmt, den nichtjüdische Zionisten bei der historischen Gründung des Staates Israel spielten.

In der Folge meiner Freundschaft mit Mohammed wurde meine Welt auch überraschend für eine unerwartete Anzahl Araber geöffnet, die nicht nur ihre Dankbarkeit mir gegenüber zum Ausdruck brachte, sondern auch von ihrer heimlichen Liebe zu Israel sprachen. Da die meisten von ihnen in feindseligen muslimischen Dörfern leben, sind sie verständlicherweise nicht bereit jetzt schon sich als „Zionisten“ zu „outen“.

Und es könnte sein, dass sie sich nie sicher genug fühlen.

Niemand fühlt sich sicher und willkommen als integrale Gleichberechtigte, wenn ihnen das Gefühl vermittelt wird, dass sie den Erwartungen nicht ganz entsprechen. In den sozialen Medien Nuancen zu diskutieren, ob nichtjüdische Menschen „Zionisten“ oder „Pro-Zionisten“ genannt werden können, ist sowohl sinnlos als auch verletzend. Wir sollen dankbar und bescheiden unsere Arme für Muslime und Christen öffnen, die oft ihr Leben „für Zion“ riskiert haben und Entfremdung von ihren jeweiligen Gemeinschaften sowohl in Israel als auch im Ausland erfahren haben.

Unsere Einstellungen beeinflussen nicht nur „unseren Nächsten“, sondern auch welche Art Mensch wir sein sollten. Ich bete das mein Herz nie dafür schrumpft denjenigen entgegenzukommen, die nicht wie ich bin.

Ich wünsche all meinen christlichen und muslimischen zionistischen Freunden eine wunderbare Woche und dasselbe denen, die weder Christen noch Muslime oder Zionisten sind. :)

 

Übersetzt von Heplev - Foto: Muhammed Zoabi (Foto: privat)

 

Lesen Sie hierzu auch:

 

Zu juristischen/völkerrechtlichen Aspekten:

 

„Israeli Apartheid?“-Woche bei haOlam.de:

 


Autor: joerg
Bild Quelle:


Montag, 07 September 2015









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