Nordrhein-Westfalen feiert Freundschaft mit Israel

Nordrhein-Westfalen feiert Freundschaft mit Israel




Am Montag, den 1. Juni 2015, fand im Landtag Nordrhein-Westfalen ein Israel-Tag der besonderen Art statt. Tagsüber fanden sich mehr als 300 Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW zu einem Schülerprojekttag „Israel – anders kennen lernen“ zusammen. Am frühen Abend folgte der offizielle Festakt des Landes NRW zum 50-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

Zur Eröffnung des Projekttages sprachen die Landtagspräsidentin Carina Gödecke, die Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, sowie Rogel Rachman, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft des Staates Israel.

Gödecke betonte, dass „Freundschaften gepflegt werden müssen“. Direkt an das junge Publikum gerichtet sagte sie: „Das kommt auf Euch zu – diese deutsch-israelische Freundschaft zu pflegen.“ Sie glaube an eine starke, optimistische junge Generation von Deutschen und Israelis.

Die Ministerin sah in der Begegnung junger Menschen das wichtigste Potenzial, um einander besser zu verstehen und um das jeweils andere Land besser zu verstehen. „Austausch bildet!“ war deshalb eine wichtige Botschaft an die Schülerinnen und Schüler.

Während des Projekttages hatte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Israel von verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. In sechs parallelen Vorträgen und Seminaren erfuhren sie mehr über Austauschmöglichkeiten mit Israel, Sport, die Zivilgesellschaft, die Vielfalt der Religionen, Wirtschaft und Journalismus in Israel.

Die abschließende Podiumsdiskussion verfolgten die Jugendlichen im Plenarsaal des Landtags und kamen ins Gespräch mit Landtags-Vizepräsident Eckhard Uhlenberg, dem Gesandten der Botschaft, Avraham Nir-Feldklein, Ministerin Sylvia Löhrmann, dem Vorsitzenden der Parlamentarier-Gruppe NRW-Israel, Norbert Römer, sowie Theresa Hölscher, Schülerin an der Realschule St. Martin Sendenhorst.

Die Podiumsdiskutanten waren sich einig, dass die junge Generation eine große Verantwortung, aber auch Chancen hat, die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel weiter zu entwickeln. Nir-Feldklein sagte: „Hebt die guten Beziehungen zwischen unseren Ländern auf die nächste Stufe, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.“

Auf die Frage, was Israel für die Jugendlichen bewirkt hat, sprach Charlotte aus Monheim für viele der Schülerinnen und Schüler, die bereits in Israel waren: „Israel verändert einen. Ich bin von dort als anderer Mensch zurück gekommen.“ Diese Aussage wurde durch Theresa bekräftigt, die von ihrem eindrücklichsten Erlebnis auf ganz kleiner Ebene erzählte: „Meine Austauschschülerin hatte einen siebenjährigen Bruder, der eines Abends beim Essen anfing, über den Holocaust zu sprechen. Ich habe in Deutschland noch kein siebenjähriges Kind über den Holocaust sprechen hören.“

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Israel und Deutschland hob auch Grisha Alroi-Arloser, Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft, in seiner Festrede hervor. Der Festakt des Landes Nordrhein-Westfalen zum Jubiläumsjahr fand im Anschluss an den Schülerprojekttag statt. Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und der Gesandte Nir-Feldklein begrüßten die 200 geladenen Gäste und annähernd 200 Schülerinnen und Schüler. Die musikalische Umrahmung kam vom Klezmer-Ensemble „5th Generation“ der Musikschule Leverkusen.

Landtagspräsidentin Gödecke verwies in ihrer Begrüßung darauf, dass der Landtag NRW fraktionsübergreifend seine Solidarität mit Israel bekräftigt hat. Ministerpräsidentin Kraft ging auf das jüdische Leben in Deutschland und NRW ein und betonte: „Hier ist kein Platz für Antisemitismus!“

 

Botschaft des Staates Israel, 04.06.2015

 

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Autor: joerg
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Samstag, 06 Juni 2015






Es ist sehr schön das es so etwas gibt, damit die Jugend in Deutschland einen anderen Standpunkt einnehmen kann und Israel mit anderen Augen sieht. Leider, so wie es auf dem Foto aussieht, ist es aber inzwischen kein Querschnitt mehr was da als Schüler aufgeboten wurde. Es sind anscheinend nur Deutsche, also Chirsten. Der Querschnitt der Schüler in Deutschland sieht aber ganz anders aus. Leider.




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