Deutsche Medien und Israel: Die Empörten

Deutsche Medien und Israel:

Die Empörten


Der israelische Ministerpräsident Binjamin Netanyahu weigert sich auch weiterhin, seine Kritik an der Palästinensischen Autonomiebehörde wegen deren Anstachelung zu Gewalt gegen Juden aufzugeben. Das empört die deutsche Medienlandschaft.

Deutschsprachige Medien sind ehrlich entsetzt. Von A wie Augsburger Allgemeine bis Z wie Zeit klagen diese kritischen Kunden der dpa, »auch nach der Empörung über seine Holocaust-Äußerungen beharrt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu darauf, dass die palästinensische Führung zur Gewalt gegen Israelis aufstachele«. Ein offenbar ganz ungehöriger Vorwurf.

Und bedauerlicherweise dürften gar nicht wenige Schlagzeilenschaffende das tatsächlich so sehen. Denn während die kritische Journaille zumindest zahlreiche Äußerungen und Handlungen israelischer Politiker wahrnimmt und kommentiert, herrscht in deutschen Medien ohrenbetäubendes Schweigen über das politische Klima in »Palästina« und der »palästinensischen« Gesellschaft.

Ein Beispiel, an dem das vielleicht besonders deutlich wird, lieferten Anfang 2012 Alice Bota und Jörg Lau, die sich von »Palästinenserpräsident« Abu Mazen während eines Interviews aus Anlaß dessen Besuchs in Deutschland erzählen ließen, »wir werden nie wieder zum bewaffneten Kampf zurückkehren! Niemals, niemals! Es wird nur friedlichen Widerstand gegen die Besatzung geben.«

Danach, was ein paar Tage zuvor ihr Gesprächspartner während einer Feier zum 47. Jubiläum der Gründung der »palästinensischen« Terror-Organisation Fatah öffentlich mit Beifall bedacht hatte, fragten die Journalisten nicht: »PA Mufti: Muslims‘ destiny is to kill Jews«. »Gespräch fand statt vor der Mufti-Veröffentlichung«, versuchte Jörg Lau sich in einem Kommentar zu entschuldigen.

Tatsächlich war es umgekehrt: Die »Mufti-Veröffentlichung« erschien am 15. Januar, während das Gespräch Alice Botas und Jörg Laus mit Abu Mazen am 19. Januar 2012 stattfand. Die »Experten« hatten schlicht nichts von den Feiern der Fatah mitbekommen. Andere kritische deutsche Medien hatten sie und die dort geäußerten Aufrufe zum Judenmord ja schließlich ebenfalls beschwiegen.

Und natürlich hat sich an dieser gewiß bezeichnenden Ignoranz deutscher oder deutschsprachiger Medien bis heute wenig geändert. Oder hat ein Mainstream-Medium im deutschen Sprachraum etwa den diesjährigenAuftritt Abu Mazens vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen thematisiert, seine von Verleumdungen Israels durchzogene ungeheuerliche Hetzrede kritisiert?

Wenig zuvor hatte der gleiche »Palästinenserpräsident« im eigenen amtlichen Fernsehen gewettert, »die Aksa-Moschee gehört uns, und die Juden haben kein Recht, sie mit ihren dreckigen Füßen zu schänden. Wir segnen jeden Tropfen Blut, der für Jerusalem vergossen worden ist, denn es ist echtes, reines Blut, das für Allah vergossen wurde.« Berichtete dietagesschau davon?

Der israelische Premier hat den Deutschen nicht die Urheberschaft am Holocaust bestritten. Er hat darauf hingewiesen, daß ein in »Palästina« als »Pionier« Verehrter bereits in den 1920ern die Vorlage geliefert hat für die Hetze, derer sich die »palästinensische Führung« bis heute bedient, und als Täter am Holocaust beteiligt war. Beides ist richtig. Nur nicht inDeutschmedistan, scheint’s.

 

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Autor: joerg
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Freitag, 23 Oktober 2015






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