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Die Stimmung in Deutschland – Kristallnacht nein, BDS ja

Die Stimmung in Deutschland – Kristallnacht nein, BDS ja


Der Drang die Kristallnacht als Mittel Israel in einen abnormalen Staat zu drehen zu erhöhen beschränkt sich nicht auf Deutschland, sondern ist in ganz Westeuropa in Mode

Die Stimmung in Deutschland – Kristallnacht nein, BDS ja

von Benjamin Weinthal, The Jerusalem Post

Jedes Jahr am 9. November erinnert Berlin sich an die tödlichen antisemitischen Pogrome, die 1938 von Deutschen an Juden und Synagogen verübt wurden – der sogenannte Kristallnacht-Jahrestag. Die Gedenkveranstaltungen versehen deutsche Städte und Gemeinden mit einem Punkt und sind weitgehend losgelöst von Israel. „Wenn zum Beispiel heute die Existenz Israels zur Disposition steht, ist das eigentlich der Skandal, mit dem wir uns heute beschäftigen müssen“, sagte der deutsch-jüdische Journalist Henryk M. Broder sarkastisch.

Broder fing die fortgesetzte Absurdität in Teilen der deutschen Gesellschaft ein, die danach streben Israel aufzulösen, während sie sich im Gedenken an die Kristallnacht versenken. Dieses Jahr unternahm Israel einen atypischen diplomatischen Schritt, um dem Holocaust-Gedenken in Deutschland etwas Veränderung einzuhauchen.

In Reaktion auf die Unterstützung eines Vortrags pro Boykott, De-Investitionen, Sanktionen gegen Israel durch die Stadt München sagte Dan Shaham der Jerusalem Post: „Der rassistische, antisemitische Charakter dieser Bewegung, die einen Boykott Israels fordert, wurde zwei Tage vor dem Kristallnachtgedenken wieder einmal deutlich gemacht.“

Shaham appellierte Freitag an Münchens Bürgermeister die antiisraelische BDS-Veranstaltung am Samstag abzusagen. Bürgermeister Dieter Reiter lehnte es ab seine bürgermeisterliche Macht auszuüben, trotz der Tatsache, dass er der Post sagte, er lehne BDS ab. Die BDS-Veranstaltung fand in einem vom Steuerzahler finanzierten Saal der Stadt statt.

Deutschland hat eine komplette Heimindustrie entwickelt, die sich „Israelkritik“ widmet. Jenny Becker, eine Vertreterin der Kulturabteilung der Stadt, die den BDS-Vortrag genehmigte, rechtfertigte die Veranstaltung der Post gegenüber mit den Worten: „Aus unserer Sicht gibt es einen Unterschied zwischen Israelkritik und Antisemitismus.“

Am Sonntag sprach Reiter bei der Kristallnacht-Gedenkveranstaltung der Münchener jüdischen Gemeinde. Den Feinden Israels – BDS – zu huldigen ist in München nicht auf die Sozialdemokraten beschränkt. Isle Aigner, Bayerns Wirtschaftsministerin von der CSU, reiste gerade in den Iran und begrüßte dessen Regime euphorisch. Aigner strebt die Öffnung einer Vertretung des Freistaats Bayern in Teheran an.

Für die Stadt München und das größere Bayern – könnte man argumentieren – fließen Angriffe auf Israel als eine Art Schutzimpfung gegen Antisemitismus-Vorwürfe ins Holocaust-Gedenken ein. Einfach ausgedrückt: Wie können Deutsche, die für BDS werben, mit antiisraelischem Antisemitismus kontaminiert sein, wenn sie die brennenden Synagogen und die Mordwelle an Juden im Jahr 1938 betrauern? Dass das Timing der Münchener Pro-BDS-Veranstaltung mit der Kristallnacht zusammenfällt könnte Zufall sein oder auch nicht. Vielleicht handelt es sich um einen Fall fehlender Kenntnisse. Immerhin sagte Reiters Sprecher Stefan Hauf der Post, dass er mit der BDS-Bewegung nicht vertraut sei und das Internet zurate ziehen musste.

Während der sozialdemokratische Bürgermeister sich dieses Jahr entschied seine kommunalen Muskel nicht spielen zu lassen um die Veranstaltung zu stoppen, zog der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, einem BDS-Vortrag im Fraktionssaal seiner Partei den Stecker. Er machte das wegen des Inhalts des Vortrags und weil er während einer Zeit stattfinden sollte, in der der Kristallnacht gedacht werden sollte.

Ein beliebter Kolumnist einer großen deutschen Tageszeitung sagte der Post vor einigen Monaten, bei Journalisten ist „das Bewusstsein nicht vorhanden“ die großen Bedrohungen der Sicherheit Israels zu begreifen.

Der Drang die Kristallnacht als Mittel aus Israel in einen abnormalen Staat zu machen, ist nicht auf Deutschland beschränkt, sondern überall in Westeuropa in Mode. Der Bedarf des Markt Europas an Holocaust-Veranstaltungen als Weg Israel zu bestrafen, übersteigt das Angebot. Ein vielsagendes Beispiel: Die arabisch-israelische Knessetabgeordnete Hanin Zoabi (Gemeinsame Liste) sagte am Sonntag der linken Gruppe Plattform zum Stopp von Rassismus und Ausgrenzung in Amsterdam: „Die Kristallnacht kam nicht aus heiterem Himmel, aus dem Nichts. Sie war das Ergebnis einer Entwicklung, die sich im Lauf der Zeit abspielte. Wir können eine ähnliche Entwicklung im Verlauf der letzten Jahre in Israel stattfinden sehen.“

Einer der schärfsten Kommentatoren Deutschlands dazu, wie sich das Land mit seiner Nazi-Vergangenheit herumschlägt, war Eike Geisel, der dieses Jahr 70 Jahre alt geworden wäre. Geisel lebte nicht lange genug, um über BDS zu schreiben, aber er tauchte in die Motivation angeblicher Friedensgruppen, die später in Pro-BDS-NGOs übergingen. „Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. … Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen.“

Geisel fuhr fort: „Das antijüdische Ressentiment entspringt den reinsten menschlichen Bedürfnissen, es kommt aus der Friedenssehnsucht. Es ist daher absolut unschuldig, es ist so universell wie moralisch. Dieser moralische Antisemitismus beschließt die deutsche Wiedergutwerdung insofern, als sich durch ihn die Vollendung der Inhumanität ankündigt: die Banalität des Guten.“

Mit dem Gedenken an die Kristallnacht mögen viele Deutsche glauben, dass sie deutschen Antisemitismus bekämpfen. Doch durch die Unterstützung von BDS und Werben für Handel mit der Islamischen Republik Iran, der Israel auslöschen will, sind die Dinge auf den Kopf gestellt worden.

 

Übersetzt von Heplev

 

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Autor: joerg
Bild Quelle:


Montag, 23 November 2015

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