Der Spickzettel von Köln: Deutsch für Linke

Der Spickzettel von Köln: Deutsch für Linke


Um unseren Bildungs- und Integrationsauftrag angesichts der schlimmsten Flüchtlingskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg noch besser als in der Vergangenheit zu erfüllen, möchten wir unseren lieben Linken heute Sprachunterricht geben. Natürlich gratis, denn Glück vermehrt sich, indem man es teilt.

von Ramiro Fulano
Die Kölner Polizei hat bei zwei Verdächtigen einen Spickzettel gefunden, auf denen sie sich die deutsche Übersetzung für die wichtigsten arabischen Anmachsprüche notiert hatten. 
(Eventuell mithilfe einiger wohlmeinender FlüchtlingshelferInnen jederlei Geschlechts aus dem nächstgelegenen Willkommenszentrum, denn das meiste davon stand sicher nicht im Duden).
Die Kölner Polizei hält den Spickzettel selbstverständlich nicht für einen Beweis, dass die beiden Verdächtigen sich auf die sexuellen Übergriffe in der Neujahrsnacht gezielt vorbereitet hätten und ließ sie nach der Vernehmung umgehend frei (Fluchtgefahr besteht ja bei Flüchtlingen keine).
Derweil machen Gerüchte im Internet die Runde, wonach die Polizei in Helsinki seitens deutscher Nachrichtendienste den Tipp bekommen haben soll, sich auf eine „lebhafte“ Neujahrsnacht einzustellen.
Das letzte Mal, als solche unappetitlichen Gerüchte im Internet kursierten, hat sich das ja alles als Lug und Trug erwiesen, nicht wahr, liebe Qualitätspresse?
Aber was steht denn nun auf dem Zettelchen, mit dem die beiden Geflüchteten in der Neujahrsnacht  möglichst viele Kölner Frauen aufreißen wollten? Ramiro Fulano hilft euch bei der Übersetzung in die Sprache des uffjeklärten Bewusstseins, liebe Linke: Denn das eine ist ja, was sie sagen und das andere, was man hört, nicht wahr? Also, liebe Leserinnen und Leser: Sprechen Sie „Links“?
Du hast große Brüste = Ich bin nicht so reich wie du und das ist ungerecht. Also teil deinen Reichtum gefälligst mit mir. Oder besser noch: Schenk ihn mir! Das wäre gerecht, denn ich komme aus einem total kaputten Land. Nicht, weil wir uns seit Jahrhunderten selbst bekriegen und jeden abmurksen, der uns aus irgendwelchen Gründen nicht in den Kram passt. Sondern weil Deutschland sich im Dezember 2015 in den Syrischen Bürgerkrieg eingemischt hat. Und das ist deine Schuld, also entschuldige dich gefälligst. Her mit den Dingern!
Ich will dich küssen = Ich finde dich total intelligent und aufgeklärt. Besonders begeistert bin ich von deiner progressiven Haltung in der Ernährungsfrage. Ich selbst wäre auch fast Veganer geworden, aber nun möchte ich mich lieber hier bei euch durchfüttern lassen. Ich kann das Leben im Westen zwar im Grunde nicht leiden, aber wenn ihr euch etwas mehr an unsere Kultur anpasst und euch besser integriert, kann ich dafür sorgen, dass es bei euch bald mehr so wie bei uns zuhause zugeht. Man kann nämlich auch ohne den ganzen westlichen Luxus und Konsum auskommen – und in meiner Heimat muss man das auch.
Ich will dich ficken = Ich bin ein total toller Typ, aber ich kann nicht für mich selber sorgen. Das ist nicht meine Schuld, sondern deine. Wegen dir musste ich schon aus Syrien in die Türkei fliehen. Aber dort musste ich mir meinen Lebensunterhalt selbst verdienen, indem ich am Strand von Antalya schlecht kopierte Adidas-Socken und andere Kinkerlitzchen an Euch blöde Touristen aus Europa verhökert habe; zu überteuerten Preisen, versteht sich. Wirklich verfolgt wurde ich in der Türkei nicht, aber die Zahnärzte bei denen sind Scheiße und die Touristen aus dem Westen gehen einem echt auf die Eier.
Ich will deine Titten ficken = Weil ich dich total intelligent, progressiv und aufgeklärt finde, möchte ich mit dir über „white privilege“, „gender mainstreaming“ und „climate change“ diskutieren. Du musst dich nicht für deine westliche Zivilisation schämen, obwohl du natürlich jeden Grund dazu hättest.
Ich will dich töten = Ich will doch nur glücklich sein. Deshalb möchte ich deine schwulen Freunde gerne in ein Hochhaus einladen, von dem man einen tollen Blick auf Raqqa hat. Danach möchte ich deiner kleinen Schwester gerne ein paar typische Sehenswürdigkeiten zeigen und sie meinen Kumpels vorstellen, damit sie neue Freunde kennen lernt.
Liebe Linke: Die Übersetzung gilt natürlich nur für den Fall, dass Ihr solche Sprüche von Geflüchteten zu hören bekommt. Wenn Euch irgendwelche Einheimischen mit derlei Phrasen begegnen, handelt es sich eindeutig um Sexismus und Rassismus. 
 

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/germany/12088994/Cologne-sex-attacks-Two-immigrant-suspects-arrested-carrying-note-in-German-and-Arabic-saying-I-want-to-have-sex-with-you.html
 

Foto: Von der Kölner Polizei sichergestellter "Spickzettel" (Foto: Screenshot)


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Samstag, 09 Januar 2016