Großrazzia verhindert geplanten Terroranschlag in Berlin: "Niemand hat die Abischt eine Mauer zu bauen - und der IS infiltriert nicht Deutschland und Europa"

Großrazzia verhindert geplanten Terroranschlag in Berlin:

"Niemand hat die Abischt eine Mauer zu bauen - und der IS infiltriert nicht Deutschland und Europa"


Es gibt Sätze, die klingen so banal - und entpuppen sich innerhalb von nur wenigen Tagen, manchmal nur innerhalb einiger Stunden - als Lüge.

Kurz vor dem Bau der Berliner Mauer quer durch die gteilte Stadt, inklusive Todesstreifen und Schießbefehl, verkündete der DDR-Despot Ulbricht: "Niemand hat die Abischt eine Mauer zu bauen." 

 

Trotz der Terroranschläge auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo, auf das jüdische Museum in Brüssel oder auf den kosheren Supermarkt in Paris wurde steif und fest verkündet, durch die wie ein Scheuentor offenen Grenzen würden keine Terroristen des massenmörderischen "Islamischen Staates" nach Europa und Deutschland eindringen - jedenfalls hätten die "Sicherheitskräfte keine Erkentnisse, das dies bereits geschehen" sei.

Diese Behauptung bekam in der Öffentlichkeit erste Risse, als bayerische Sicherheitskräfte einen Islamisten festnahzmen, der munter zwischen dem Balkan und Frankreich hin- und herpendelte, Waffen transportierte und zu den islamistischen Terroristen, die den kosheren Supermarkt und ein Rockkonzert in Paris angriffen und ein Massaker veranstalteten, und zudem im dringenden Verdacht steht, direkt mit den Terroristen in Verbindung zu stehen, die diese Massaker anrichteten.

 

In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages kam es nun in mehreren Bundesländern zu einer Großrazzia deutscher Sicherheitskräfte - Hunderte Polizeibeamte waren im Einsatz und wurden fündig. 

 

tagesschau.de berichtet:

 

Die bei der landesweiten Razzia aufgeflogene Dschihadistengruppe plante offenbar Anschläge in Berlin. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft. Die Auswertungen der sichergestellten Handys und Computer sollen nun Hintergründe liefern.

 

Über die Razzi heißt es bei tagesschau.de weiter:

 

Heute Morgen schlugen die Ermittler zu: Hunderte Polizisten waren zeitgleich in Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Durchsucht wurden zwei Wohnungen und zwei Betriebe in Berlin, sowie eine Flüchtlingsunterkunft bei Hannover und in Attendorn in Nordrhein-Westfalen.

 

Drei militante Islamisten wurden festgenommen, gegen zwei hatten bereits Haftbefehle vorgelegen. Hauptverdächtiger ist ein 35 Jahre alter Jihadist aus Algerien, er hat nach derzeitigem Kenntnisstand in Syrien als Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" an den Kämpfen teilgenommen und war dabei entsprechend an Waffen und Sprengstoff ausgebildet worden. Über die sogenannte "Balkan-Route" kam er als "Flüchtling" getarnt nach Deutschland. Auf Fotos, die dem Bundesamt für Verfassungsschutz vorliegen, soll er zu sehen sein, wie er in Syrien mit Waffen posiert. In Algerien liegt gegen den Jihadisten ein Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Nach derzeitigen Ermittlungsstand hat er bei und nach seiner Einreise mehrere unterschiedliche Idenditäten benutzt.

 

Über einen weiteren algerischen Islamisten berichtet tagesschau.de:

Über den Hauptverdächtigen gerieten auch die drei anderen Verdächtigen ins Visier der Ermittler. Dazu gehört auch ein weiterer Algerier, der sich inIsernhagen bei Hannover in einer Flüchtlingsunterkunft aufgehalten hat. Er wurde nicht festgenommen, soll aber in den kommenden Tagen befragt werden. Der Mann war mindestens einmal nach Brüssel gereist, und hatte sich dort wohl auch in Molenbeek, dem islamistischen Hotspot der belgischen Hauptstadt, aufgehalten.

 

Ob die Jihadgruppe bereits einen konkreten Terroranschlag vorbereitet hat, oder ob die Planungen "noch nur" in einem frühen Stadium waren, muss nun die Auswertung der beschlagnahmten Computer und Handies sowie der Vernehmung der Verdächtigen zeigen.

 

 

The cheerful Coyote - Foto: Fahne einer "Brigarde" der IS-Terrormiliz (Foto: von MrPenguin20 (Eigenes Werk. Based on flag visible at 10:29.) [Public domain], via Wikimedia Commons)

 


Autor:
Bild Quelle:


Donnerstag, 04 Februar 2016