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Neue Vorschläge zur "Bewältigung" der Flüchtlingskrise

Neue Vorschläge zur "Bewältigung" der Flüchtlingskrise


Man muss wahrscheinlich nicht verrückt sein, um Professorin zu werden. Aber es hilft vielleicht.

von Ramiro Fulano
 
Ich weiß auch nicht, liebe Leserinnen und Leser, warum mir in diesem Zusammenhang Ulrike Guérot, Professorin für „Europapolitik und Demokratieforschung“ an der Donau-Universität Krems (Niederösterreich) einfällt. 
Aber in ihrer Rede zur Eröffnung der Wirtschaftsgespräche in Alpbach hat Frau Guérot vorgeschlagen, eigene Städte für „Refugees“ einzurichten um allen Problemen, die deren Integration in eine „dominante Leitkultur“ mit sich bringen könnte, in Zukunft aus dem Wege zu gehen. Denn merke: Keine Integration bereitet eben auch keine Integrationsprobleme! Das hat sich Frau Professor wirklich schlau gedacht, nicht wahr?
 
Frau Guérot, die auf ihrem Blog vom „supranationalen Friedensprojekt EU“ und vom „Staat Palästina“ schwärmt, kam sich offenbar kein bisschen komisch vor, als sie zur Lösung des „Refugee“-Problems etwas vorschlug, das nicht von ungefähr an die Apartheid-Politik in Südafrika erinnert: räumliche Trennung der Bevölkerungsgruppen durch spezifische Wohnorte. Nun möchte Frau Guérot selbstverständlich keine schwarzen Townships. Sondern sie schlägt vielmehr vor, eigene Städte für „Refugees“ zu errichten. "Segregation ist ein Zeichen von Toleranz, heißt es in der Soziologie", wusste Frau Professor in ihrer Eröffnungsrede von sich zu geben.
 
Ach so. Dann war das mit der Apartheid soziologisch bestimmt total tolerant gemeint von den Buren. Kam vielleicht bei den Betroffenen nicht immer so an, aber so ist das eben mit diesen berühmt-berüchtigten „bildungsfernen Schichten“. Am besten wegsperren, nicht wahr, Frau Professor? 
 
Doch gemach. Frau Guérot hat sogar noch weitergedacht: Ihre „Refugee“-Townships sollten ihrer Meinung nach von den Betroffenen selbst regiert und verwaltet werden. Unsere „dominante Leitkultur“ bekommt den Betroffenen nämlich nicht. Macht sie vielleicht sogar verrückt.
 
Aber Moment mal, werden einige unserer lieben Leserinnen und Leser jetzt sagen – ist das nicht genau das, warum unsere teuersten neuen Mitbürger bei sich zuhause abgehauen sind? Und genau das, was sie bei uns suchen – eine Gesellschaft, die zwar unter ihrer Last ächzt und krächzt, aber ihnen dennoch eine menschenwürdige Existenz ermöglicht?
Mal abgesehen von solchen grundsätzlich moralischen Problemen, die das Denken von Frau Guérot bereitet, ist sie daran zu erinnern, dass die „Refugees“ bereits eigene Städte haben: Kairo. Bagdad. Damaskus. Um nur drei der bekannteren zu nennen. Städte, in denen ohne Rücksicht auf eine „dominante Leitkultur“ regiert wird. Ihre „Guérot“-Townships existieren bereits, Frau Guérot!
 
Und wenn Frau Professor sich gerne davon überzeugen möchte, dass alle Gesellschaften gleich gut darin sind, für das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl zu sorgen, wäre ihr ein längerfristiger Aufenthalt in Kairo, Bagdad oder Damaskus zu empfehlen. Oder auch in weniger bekannten Metropolen. Karatschi, Mogadischu oder Kabul bieten sich an. Ich glaube zwar, wenn Frau Guérot ihren Aufenthalt überlebt, müsste sie danach in einigen Punkten ihr Menschen- bzw. Weltbild korrigieren. Aber ich glaube ebenfalls, dass sie es der allgemeinen Öffentlichkeit verschweigen würde, wenn die Realität gegenüber der Ideologie recht behält.
 
Wir wären also nicht genötigt, ernstzunehmende Bekenntnissaufsätze von Frau Guérot über einen Gesinnungswandel angesichts der Tatsachen zu vernehmen. Vorausgesetzt, Frau Professor ist an der Wirklichkeit außerhalb ihres eigenen Kopfes überhaupt interessiert. Schließlich hängt ihre Existenz anscheinend davon ab, zu allen Fragen der Zeit eine politisch möglichst pflegeleichte Meinung zu vertreten.
 
 
http://kurier.at/politik/inland/deutsche-politologin-ulrike-guerot-plaediert-fuer-eigene-staedte-fuer-fluechtlinge/218.691.692 
http://www.breitbart.com/london/2016/09/01/german-academic-calls-separate-cities-migrants/ 
http://ulrikeguerot.blogspot.de/
 
 

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Freitag, 02 September 2016