Mimimi - die bedauernswerte Lamya Kaddor

Mimimi - die bedauernswerte Lamya Kaddor


Opfer oder Tter? Die angebliche Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor tingelt durch die Medien, jammert ber bsartige Attacken gegen sie, derentwillen sie nun sogar fr ein Jahr ihren Schuldienst quittierte und erobert mit ihrem neuem, rassistisch gefrbten Buch dank medialer Untersttzung die Verkaufshitlisten. Auf die konkreten Fragen nach ihren Qualifikationen bleibt sie jeden konkreten Nachweis schuldig. Warum auch nicht: Der sie angeblich treffende Hass bewirkt Verkaufsrekorde und nur darauf kommt es an.

von Tomas Spahn, Forschungsgemeinschaft Ethik und Politik (FogEP)


Das Geschäft mit dem Hass


Kaum war beim Blog „Tochys Einblick“ ein auf frei zugänglichen Quellen beruhender, Kaddor-kritischer  Text über die mediale „Islamwissenschaftlerin“ erschienen; kaum hatte Henryk M. Broder auf „Der Achse des Guten“ seine süffisante Kurzabrechnung mit der selbsternannten, liberalen Muslima abgesetzt, startete über den Deutschlandfunk, bei dem ihr aus der gemeinsamen Uni-Zeit in Münster hängengebliebener Ehegatte rein zufällig Fachredakteur ist, das bundesweite Mimimi der Dame Kaddor.


Die bundesweite Medienkampagne


Im ZDF Morgenmagazin gönnte Dunja Hayali der Selbstdarstellerin breiten Raum. Immerhin war man hier bereits so schlau, sowohl in Anmoderation wie in dem Namenseinblender nicht mehr von einer “Islamwissenschaftlerin“ zu sprechen. Hier stand nun „Religionspädagogin“ – was trotz Ermangelung einer greifbaren, inhaltlichen Zuweisung mit etwas Toleranz jener über den „Koordinationsrat der Muslime“ erfolgten „Lehrerlaubnis“ (Idschaza) entsprechen kann. Lediglich die ZDF-Jungredakteurin des Film-Einspielers zu Kaddor hatte die Message noch nicht begriffen: Hier war immer noch von „Islamwissenschaftlerin“ die Rede. 


Im Deutschlandfunk (DLF) bietet erst Tobias Armbrüster und wenige Tage später Moritz Küpper der „Islamwissenschaftlerin“ ein Forum.  Die Vertriebsschiene via öffentlich-rechtlich finanzierter Medien läuft auf Hochtouren.


Umfassend Raum zur Selbstdarstellung bietet auch Daniel Bax der hier beharrlich als „Islamwissenschaftlerin“ ausgewiesenen Kaddor in einem Interview in der Taz.


Die irgendwann vor einer Ewigkeit einmal journalistisch anspruchsvolle „DIE ZEIT“ macht es sich noch leichter. Sie gönnt Kaddor einen redaktionell unkommentierten Namensartikel, in dem die Autorin ihr Mimimi nun völlig enthemmt ausleben kann. Für DIE ZEIT ist Kaddor in der Autorenbeschreibung „Islamwissenschaftlerin, Autorin und Lehrerin für Islamkunde“. Nein, liebe ZEIT-Redaktion. Schlagt einmal nach in der „Ordnung für die
"Lehrerlaubnis für den islamischen Religionsunterricht“, die über die Bestellung dieser sogenannten Islamlehrer des Landes NRW Auskunft gibt. Mit Islamkunde hat das, was Kaddor im Dinslakener Schuldienst verbreiten durfte, nicht das Geringste zu tun.  Schließlich ist der katholische Religionslehrer auch kein „Christentumkundler“ und der jüdische Rabbi als Religionslehrer kein Mosaismusforscher.


Von „Hatern“ und „Hassmails“


Kaddors Mimimi läuft auf Hochtouren. Sie, die aufrechte Kämpferin für Integration und gegen den deutschen Rassismus, sei zwar an „Hassmails“ gewöhnt, erklärt sie dem Deutschlandfunk. Aber die „Hater“ (ein linksideologischer, ausgerechnet dem englischen Idiom entlehnter Fachbegriff für „ unbelehrbare Gegner“) würden immer dreister, träten sogar mit Klarnamen auf. namentlich nennt sie dann bei der Anne-Will-Quasselrunde einen, der sich zwischenzeitlich mit Trunkenheit entschuldigt habe.


Das aber hidern Kaddor nicht am Mimimi. Eine Ursache vermutet Kaddor in den Vorabdrucken ihres ständig beworbenen Buches, in dem sie ihren rassistischen Deutschenhass mit Begriffen wie „Deutschomane“ und „Deutschomanie“ völlig enthemmt auslebt.


Kaddor erzählt in ihrem Buch auch etwas von einer „Bringschuld“, die die Deutschen den Zuwanderern gegenüber hätten. Nachvollziehbar, dass das manchen auf die Palme bringt, denn es ist in allen Ländern der Welt selbstverständlich, dass der Einwanderer in der Bringschuld ist – nicht der Ansässige. Der Gastgeber und Aufnehmende hat jeden Anspruch darauf, dass der Zuwanderer sich seinen Sitten und Gebräuchen anpasst. Das weiß natürlich auf Kaddor - doch sie ist pfiffig und will ihr Buch verkaufen: Also stellt sie den Gang der Dinge provokant auf den Kopf – wohl wissend, dass dann auch Schmähbriefe bei ihr landen werden, die sie geschickt zur Eigenwerbung nutzen kann. Als Meisterin der gezielten Provokation legt sie dann gleich noch einen drauf: Nicht nur die „Bringschuld“ brächte Ihr Hassmails, beklagt Kaddor. Ähnlich sei es, wenn sie ein „neues deutsches Wir verhandeln“ wolle. 


Kaddors Rassismus


Diese wenig nachvollziehbare Forderung nach einer „Verhandlung“ mag tatsächlich manchen sofort an Kaddors traditionelles Deutschen-Bashing erinnern. Da schmäht sie provokant die „blonde, blauäugige Deutsche“ als überholtes Auslaufmodell einer untergehenden Kultur weißer Rassisten und schwärmt von einem dunkelhaarigen, braunäugigen deutschen Ideal arabisch-orientalischen Ursprungs. Auch stellt sich doch die Frage: Wer soll hier eigentlich verhandeln? Die Muselmanin Kaddor mit ihrem deutschomanen Pendant?


Wer sich mit einem derartigen, anti-deutschen Rassismus in die Öffentlichkeit drängt, darf sich nicht wundern, wenn er anschließend von den Geschmähten nicht mit Liebe überschüttet wird. Weshalb Kaddor sich eben jene Herabwürdigung des „Deutschomanen“ hat einfallen lassen. Das ist dann am Ende jeder, der sich die rassistische Herabwürdigung durch Kaddor nicht gefallen lassen will. Eben auch jener Dummdeutsche, der immer noch auf blond und blauäugig steht – aber leider nicht so blauäugig ist, auf jeden Unsinn der selbsternannten Islam-Erklärerin und Selbstvermarkterin hereinzufallen. Und diese Deutschomanen wittert Kaddor mittlerweile nicht mehr nur bei den Pegidisten in Dresden und anderswo in „Dunkeldeutschland“, sondern insbesondere bei dem polnisch-stämmigen, perfekt integrierten Einwanderer Henryk M. Broder und dem „rechten Blog“ des Roland Tichy und selbst in der mittlerweile so mainstream-angepassten FAZ.


Die Anti-Kaddor-Kampagne


Taz-Bax erweist sich als gut instruierter Stichwortgeber und wirft etwas von „Kampagne“ in den Raum. Etwa gar ein abgestimmtes Vorgehen all dieser rechtsextremen Blogs und Zeitungen nebst Hatern und Dummdeutschen, um die aufrechte Aufklärerin über die Nazi-Deutschen mundtot zu machen? 


Kaddor windet sich scheinbar: „Das weiß ich nicht. Ich bin auch keine Anhängerin von Verschwörungstheorien. Aber viele beziehen sich ausdrücklich auf diffamierende Artikel, die in den letzten Tagen auf rechten Blogs wie „Tichys Einblick“, der „Achse des Guten“ oder in der FAZ erschienen sind und in denen ich massiv angegriffen werde.“
Andernorts allerdings wird sie das Kampagnen-Stichwort selbst ungefragt aufnehmen und unterschwellig in den Raum werfen.


Das ewige Opfersyndrom


Nachdem nun die „Bilderberger“ oder andere unheilvolle Kräfte wie „Die Weisen von Zion“ schon einmal verschwörungstheoretisch in den Kopf des Lesers gepflanzt wurden, kann sich Kaddor nun mit Feuereifer und heiligem Zorn ihrem Opfersyndrom widmen. Sie werde mit „diffamierenden Artikeln massiv angegriffen“, klagt Kaddor. Es würden die „abstrusesten Anschuldigungen“ gegen sie erhoben, „bezweifelt, dass ich überhaupt Islamwissenschaftlerin bin, oder die deutsche Staatsbürgerschaft besitze“. 


Nun, tatsächlich sind die Zweifel, dass Kaddor eben keine „Islamwissenschaftlerin“ ist und selbst die Zuweisung des „Islamexperten“ mehr als fragwürdig wäre, in keiner Weise ausgeräumt. Kaddor hat weder auf eine entsprechende, schriftliche Anfrage reagiert noch ein Angebot genutzt, der sie kritisierenden Redaktion die entsprechende Aufklärung zukommen zu lassen. Offenbar hat auch sonst niemand Ihr Abschlusszeugnis in Islamwissenschaft oder einer andere Disziplin jemals gesehen – wie sonst wäre das Zurückrudern der Ihr doch sonst so gewogenen Medien zu erklären? Wie sonst auch ist zu erklären, dass die angeblich zuständige Universität Münster nun schon seit zwei Wochen jegliche Anfrage zu dieser Thematik konsequent ignoriert? Da stellt sich fast schon die Frage, ob Kaddor überhaupt einen Abschluss gemacht hat.


Kaddors deutsche Staatsbürgerschaft wurde übrigens zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt. Denn man kann durchaus – wie behauptet - syrischer Nationalist und gleichzeitig deutscher Staatsbürger sein. Das ist kein Widerspruch.
Die unerträgliche Arroganz


Völlig unerträglich allerdings wird die Arroganz, wenn Kaddor „Intellektuellen und angesehenen Journalisten“ vorwirft, die Stimmung gegen sie anzuheizen. Das schafft sie mit ihren abstrusen Thesen ganz von allein – und darauf legt sie es auch gezielt an, um so ihre inhaltsleeren Bücher an den Mann zu bringen. 


Kaddor schafft das auch dadurch, indem sie, die in Deutschland geboren und aufgewachsen ist und hier vom Staat der Deutschen jede Chance auf eine hochwertige Ausbildung erhalten hatte, sich selbst ständig als ausgegrenzte „Ausländerin“ stigmatisiert. 


Kaddor benötigt diese Stigmatisierung als Vertriebsmodell Ihres Egos. Sie benötigt den angeblichen Hass zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, den sie mit Ihrem Rassismus zeugt, um sich selbst zu verkaufen. Dabei versucht sie neuerlich sogar noch, die bestens integrierten „Ausländer“ mit in Ihr leckes Boot zu locken. Italiener, Polen, Russlanddeutsche und ausgerechnet Juden erwähnt sie wörtlich als Ihre Verbündeten und Zeugen wider die bösen Deutschomanen. 


Gleichzeitig behauptet Kaddor, die meisten der Server, über die jene sie angeblich so unerwartet treffenden „Hassmails“ liefen, stünden in Russland. Da wäre es vielleicht einmal angebracht darüber nachzudenken, wer angesichts der angespannten Weltlage überhaupt auf die Idee kommt, „Hassmails“ gegen eine weltpolitisch absolut unbedeutende Lamya Kaddor ausgerechnet über russische Server laufen zu lassen. Ach ja – und in der ZEIT fällt ihr wie bei der ab 2008 gerichtlich gegen sie verhandelten Anklage wegen Veruntreuung auch noch der Sexismus ein, dem sie ständig ausgesetzt ist. Nun – wenn es so sein sollte, dann möge sie die Sexisten doch einfach vor den Kadi zerren statt diesen Sexismus öffentlich in der Opferrolle zu bejammern. Dann allerdings müsste sie – anders als in ihrem Namensartikel notwendig – den dort unbelegten Aussagen Beweise folgen lassen. Was ihr jedoch angesichts der ständigen Bedrängnis nicht schwer fallen dürfte.


Kaddors Unverschämtheit


Wahrlich unverschämt wird Kaddor mit Aussagen wie folgender aus der Taz: 
„Solche Publizisten wie Roland Tichy oder Henryk M. Broder müssen anerkennen, dass ich das gleiche Recht habe, meine Meinung zu äußern wie jeder andere im Land. Und sie müssen eine klare Grenze ziehen zu Diffamierung, Verunglimpfung und indirekten Aufrufen zur Gewalt. Und wir, die wir für eine andere Streitkultur stehen, wir müssen lauter werden. Vielleicht sollten Medien auch Kommentarspalten bei diesen emotionalen Themen wie Integration moderieren oder gar schließen.“


Das ist das Muster Mazyek, der ohne jegliche Diskussionskultur wild um sich auf alles schlägt, was ihn kritisch betrachtet und seiner Muslim-Show fachlich in die Suppe spukt.


Wie kommt Kaddor eigentlich auf die Idee, hier würde ihr jemand das Recht auf Meinungsäußerung nehmen wollen? Ganz im Gegenteil – wäre sie auf diesem Gebiet nicht so aktiv, dann gäbe es weitaus weniger Stoff, anhand dessen der Unsinn, den sie verbreitet, sachlich entlarvt werden könnte. Das gilt gleichermaßen für ihre private Islam-Interpretation wie für ihren anti-deutschen Rassismus und die absurde Umkehrung einer „Bringeschuld“ bei der Einwanderung. 


Gesinnungskollege Aiman Mazyek springt Kaddor via Facebook vorbehaltlos zu Seite, versichert sie seiner uneingeschränkten Solidarität und macht sich einmal mehr selbst zum Opfer. Es lohnt nicht, sein Gejammer zu zitieren – Sofia Taxidis hat Mazyeks Problem perfekt beschrieben: Nicht mehr er, der brave Verfechter des desintegrativen Kopftuches als Kampfinstrument des Islam sitzt in den Talkshows – Kaddor hat ihm den Rang abgelaufen. Das ist selbstverständlich nicht nur finanziell ärgerlich – es schadet auch dem Ego. Mazyeks aktueller Versuch, nun als Trittbrettfahrer auf dem Kaddorschen Empörungszug mitzureisen, fällt in der Fachwelt unter den Begriff der „parasitären Publizität“.


Dabei steht doch fest: Selbstverständlich haben Kaddor wie Mazyek jedes Recht, all den Unsinn, der in ihren Köpfen herumspukt, zu verbreiten – und wir „intellektuellen Publizisten“ werden anders als die sakrosankten Vertreter „des Islam“ dennoch nicht anfangen darüber nachzudenken, wo wir die Grundrechte der Deutschen beschneiden können.


Kaddors Ruf nach Zensur


Denn welche abstrusen Blüten das Kaddorsche Meinungsäußerungsrecht treibt, offenbart sich, wenn sie – wie in der ZEIT – redaktionell unkontrolliert ihre Gedankenwelt zu Tastatur bringen darf. Wie Mazyek betreibt sie genau das, was sie anderen vorwirft: Verleumdung und Verunglimpfung. So wird die Behauptung in den Raum gestellt, Broder und Tichy würden (sie) diffamieren, verunglimpfen und indirekt zu Gewalt aufrufen. 
Nachweisbare Tatsachen, die Kaddor offensichtlich nicht zu entkräften in der Lage ist, sind jedoch weder diffamierend noch verunglimpfend – und ihre Publizierung ist schon gar kein Aufruf zu Gewalt. Doch wie immer wird hier aus der vermeintlichen Opferrolle heraus der Versuch unternommen, die unliebsamen Kritiker mit der absurden Behauptung, diese würden sie, die aufrechten und meinungsfreien Muslimvertreter, mundtot machen wollen, an den Pranger zu stellen. Die Kritiker der orientalischen Märchenerzähler sollen mundtot gemacht werden, damit Scheherezade weiter ungestört ihre tausend und eine Geschichten über ihren liberalen Islam und die bösen Deutschomanen verbreiten kann.
Ausgerechnet in der ehedem sich als liberal verstehenden ZEIT darf Scheherezade Kaddor unkommentiert den Maas geben:


 „Unsere Aufgabe als Gesellschaft muss daher sein, uns über die Grenzen von Meinungsfreiheit, Hass und Hetze viel stärker Gedanken zu machen. Wollen wir wirklich, dass Menschen, die offen für die in Deutschland hart erkämpften Bürgerrechte wie Freiheit und Würde des Einzelnen eintreten, heute mit dem Tod bedroht werden? Ich hoffe nicht.“
Bei dieser wortgewaltigen Formulierung ist mir leider nicht ganz klar, von wem Kaddor eigentlich spricht. Wer ist gemeint als derjenige, der da „für die hart erkämpften Bürgerrechte eintritt“? Kritiker wie Broder und andere, die sich den Mund nicht verbieten lassen?


Kaddor selbst jedenfalls kann es nicht sein. Denn wer über „die Grenzen der Meinungsfreiheit“ nachdenken will, der meint Zensur. Der möchte wie der Bruder im Geiste vom „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ jegliche Kritik an sich und seinen Islamisierungsvorstellungen von Staats wegen erschlagen lassen. Deshalb soll nun sogar ein Straftatbestand der Islamfeindlichkeit geschaffen werden – und was islamfeindlich ist – darüber bestimmen dann die Islamvereine.


Es bleibt die Feststellung, welche die ich bereits andernorts getätigt habe: „Muslime dürfen tun und lassen, was sie wollen; müssen sich an keinerlei Anstandsregeln und Rechtsgebote halten. Die Nichtmuslime haben das über sich ergehen zu lassen und den Mund zu halten – denn andernfalls sind sie als Islamfeinde Rassisten.“
Das ist das immer wiederkehrende Muster, nach dem Kaddor & Co. arbeiten. Und weil dieses das Muster ist, sollte nun noch die konkrete Frage beantwortet werden, über was wir hier eigentlich sprechen und warum diese ständige Islam-Thematik nun unsere mediale Welt dauerbeschäftigt. 


Zwei Prozent Muslime


Laut der aktuellen Website der staatlichen Deutschen IslamKonferenz gibt es derzeit 1,6 Millionen deutsche Staatbürger mit islamischem Bekenntnis. Das sind gerade einmal 2 Prozent (in Worten: Zwei von Hundert) aller Deutschen. DAS und niemand anderes ist die Klientel der Lamya Kaddor, wenn sie sich tatsächlich als Vertreterin eines angeblich liberalen Islam präsentieren wollte. Dieser Zwei-Prozent-Minderheit sollte sie Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit widmen, falls sie es tatsächlich mit ihrem Verein ernst meinen sollte, und diese deutschen Muslime von ihrer privaten Islam-Interpretation überzeugen. Statt dessen aber provoziert Kaddor gezielt mit Ihrem antideutschen Rassismus jene anderen 98 Prozent der Deutschen, um ihre Machwerke an den Mann zu bringen. Und stilisiert sich gekonnt als Opfer, wenn ihre Provokationen die gewünschten Früchte tragen. Kaddor nimmt dabei nicht nur vorsätzlich in Kauf, Konflikte zwischen muslimischen und nicht-muslimischen Deutschen zu schüren – sie benötigt diese als ihr ureigenstes Marketinginstrument.  


Schwadronieren statt aufklären


Statt auf korrekt recherchierte Tatsachen einzugehen und daraus abzuleitende Schlüsse zu entkräften; statt inhaltlich als „Islamwissenschaftlerin“ auf die schweren Vorwürfe aus der eigenen, der islamischen Community zu reagieren, schwadroniert Kaddor herum. Wenn sie tatsächlich Islamwissenschaftlerin ist – warum veröffentlicht sie das entsprechende Dokument nicht auf ihrer Website oder ihrem Facebook-Mimimi-Auftritt? Warum legt sie nicht dar, an wen Ihre 7.500 € Spende in dem Unterschlagungs-Verfahren gegangen ist – oder sollte es, wie im Netz mittlerweile von einigen vermutet wird, tatsächlich ein Tasche-in-Tasche-Geschäft gewesen sein – gezahlt von Lamya Kaddor an ihren eigenen Verein um von dort wieder den Weg zurück zu finden? Statt dessen: Nur Gejammer. Kein einziger, wirklich konstruktiver Satz. Keinerlei Diskussions- oder Streitkultur, die sie doch so gern im Munde führt.


Das Geschäftsmodell Hass versus Ergriffensein im Glauben


Das Geschäftsmodell der Lamya Kaddor ist der Hass. Sie schürt ihn vorsätzlich, um sich über ihn öffentlich beklagen zu können. Gleichzeitig aber verschiebt sie damit ungerührt das Bild des Muslims in der Öffentlichkeit immer weiter hin zu jenen faschistischen Triebtätern, die in ihrem fundamental-islamischen Weltbild ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe kompensieren. Minderwertigkeitskomplexe, die diesen Massenmördern und Vergewaltigern nicht von einer bösen deutschen Gesellschaft eingepflanzt wurden, sondern durch rückwärtsgewandte, archaische Traditionen, die sich auf einen Kriegsherren aus den Anfängen des Mittelalters berufen. 


Der Selbstdarstellerin Kaddor, die den Hass offenbar lebt und für ihre Selbstdarstellung braucht, ist zu empfehlen über das nachzudenken, was mein damals zehnjähriger (!) Schüler Mohamed geschrieben hat, dessen Eltern aus Tunesien nach Deutschland gekommen waren und der mit seinen krausen Haaren und den hellwachen Augen nicht das geringste Problem damit hatte, gemeinsam mit seinen alevitisch-, persisch-, griechisch-, russisch- und deutschstämmigen Schulkameraden von braunäugig bis wasserblau und schwarzhaarig bis blond für die Rechte und den Schutz von Schwächeren aktiv einzutreten.


Dieser Kaddor an Intelligenz vermutlich weit überlegene Mohamed überraschte mich in unserer ersten gemeinsamen Stunde mit der Aussage, er wolle gern Texte für Gott schreiben. Wir einigten uns darauf, dass es vielleicht sinnvoller sei, nicht für Gott, sondern für die Menschen über Gott zu schreiben. Was er dann auch tat. Sein Text, der in der Jahresschülerzeitung der Grundschule abgedruckt wurde, lautete wie folgt:


„Gott ist das große Geheimnis meines Lebens. Ich mag ihn sehr. Er ist die Kraft, die uns zum Widerstand gegen Ungerechtigkeit und zur Liebe befähigt. Gott ist etwas, von dem ich nicht weiß, was es wirklich ist. Also ich weiß – ich kann ihn nicht sehen, aber er mich.


Bei uns Muslimen ist es sehr wichtig, dass wir keine bösen Sachen machen. Manchmal macht jeder Fehler, aber Gott kann einem verzeihen wenn man betet. 


Wegen dieser Terrorgruppe ‚Islamischer Staat‘ haben die Leute Angst und glauben, dass alle Muslime so wären wie der IS. Aber so brutal sind beispielsweise die Muslime in Tunesien und Jordanien nicht. Ihnen ist es egal, was die Menschen glauben und ob alle Menschen auf der Erde Muslime sind oder nicht. Ich finde es blöd, dass man jemanden tötet weil er einer anderen Religion angehört.“


Lamya Kaddor darf es gern persönlich nehmen wenn ich feststelle: Mir ist ein einziger solcher Mohamed mehr wert als 100 Kaddors oder Mazyeks. Weil man bei ihm seinen tiefen Glauben spürt und er ihn als Kraft für das menschliche Zusammenleben einsetzen will. Weil für ihn im Sinne des evangelischen Theologen Paul Tillich „im wahren Glauben das unbedingte Anliegen als ein Ergriffensein vom wahrhaft Unbedingten“ zu finden ist. 


Jemanden, der sich seinem Gott aus tiefster innerer Überzeugung heraus nähert, kann und werde ich als Agnostiker jederzeit ohne jeden Vorbehalt repektieren. Jemanden, der wie diese angeblich islamischen Talkshowtingler seine vorgetäuschte Gläubigkeit rücksichtlos zum Instrument einer persönlichen Marketingstrategie oder seiner politischen Machtgelüste pervertiert, niemals. Und ich kann nur hoffen, dass Menschen wie dieser Mohamed niemals kaddoristischen „Hatern“ in die Hände fallen und sich ihren innigen Glauben gegen jede Form der Gehirnwäsche bewahren können.

 

 

 

©2016 spahn - Foto:von Dontworry (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons


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Donnerstag, 06 Oktober 2016