Alternative Lebensweisen in Nordkorea, Indonesien und Saudi-Arabien

Alternative Lebensweisen in Nordkorea, Indonesien und Saudi-Arabien


Von Henryk M. Broder

Die Öffentlich-Rechtlichen scheinen ein seltsames Faible für totalitäre Systeme und Lebensweisen zu haben, die allem zuwiderlaufen, das eine liberale, die Rechte des Einzelnen schätzende und schützende Gesellschaft ausmacht. Da war vor kurzem eine 90-Minuten Doku im Ersten, die das Leben in Nordkorea in den schönsten Farben präsentierte. Die Filmemacherin, eine in Deutschland lebende Koreanerin, sagte in einem Interview mit SPIEGEL online, sie mache „keine politischen Filme, sondern ethnologische Heimatfilme“ und man müsse „die Menschen getrennt vom System betrachten können“. Sie gab zu, dass sie „das ganze Material“ den nordkoreanischen Zensoren zur Prüfung vorlegen musste. Unklar blieb nur, ob die Filmabnahme in einer ARD-Redaktion oder beim ZK der nordkoreanischen KP stattfand. 

 

 


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Freitag, 04 August 2017