Berlin fegt die Erinnerung an die Terror-Opfer auf einen Haufen

Berlin fegt die Erinnerung an die Terror-Opfer auf einen Haufen


Am 19. Dezember 2016 verübte ein islamistischer Attentäter auf dem Breitscheidplatz in Berlin einen Terroranschlag, bei dem er elf Menschen ermordete. Zuvor hatte er einen Speditionsfahrer erschossen.

von Gerd Buurmann

 

An der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befindet sich seit einiger Zeit eine provisorische Erinnerungsstätte, bei der allerdings sämtliche deutschen Opfer gesichtslos sind und nur von einem deutschen Opfer der Name genannt wird.

An die Opfer aus Italien, Tschechien, Israel und Polen wird mit Namen und Gesicht erinnert. Tapfer im

Nirgendwo schrieb vor einiger Zeit dazu:

 

„Solange die Opfer des Anschlags kein Gesicht und keine Geschichte haben, werden deutsche Politikerinnen und Politiker weiterhin so unsägliche Dinge sagen wie: „Wir lassen uns unsere Art zu leben nicht nehmen!“

Uns wurde am 19. Dezember 2016 aber sehr wohl etwas genommen. Uns wurden zwölf Welten genommen! Zwölf Menschen, die leben und lieben wollten, zwölf Menschen mit einem Gesicht. Der Philosoph Emmanuel Lévinas sagte einst: „Im Antitz des Anderen erkennst Du Gott“

 

Berlin weigert sich, in das Antlitz der Opfer zu schauen. Dafür wurde der provisorische Erinnerungsort jetzt auch noch lieblos auf einen Haufen gefegt.

 

 

 

Wie geschmacklos. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass Lastkraftwagen zur Belieferung des Weihnachtsmarkts über die Kerzen fahren!

 

 

Tapfer im Nirgendwo


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Mittwoch, 22 November 2017