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In Deutschland tobt wieder der antisemitische Straßenmob: Totalversagen

In Deutschland tobt wieder der antisemitische Straßenmob:

Totalversagen


Es ist wieder Zeit für Floskeln. In München ging am Freitag eine Demonstration unter dem Motto »Jerusalem für alle« offenbar gründlich schief: »Ihr benehmt euch wie Tiere«, kapitulierte eine entsetzte Veranstalterin schließlich vor einem Mob, der – von weitgehend passiver Polizei begleitet - mit antisemitischen Parolen die Vernichtung Israels forderte und zum Mord an Juden aufstachelte.

Totalversagen

Auch in Berlin, der deutschen Hauptstadt, marschierten am Wochenende mehrfach Antisemiten unter türkischen Flaggenund denen von Fatah, Hamas und PLO auf, um sich – wiederum schaute die Polizei lange zu – zu benehmen »wie Tiere«. Juden wurde der Tod gewünscht, ihre Symbole verbrannt und israelische Fahnen. Und der deutschen Politik fielen, wenn überhaupt, nur Floskeln ein.

 

»Wir akzeptieren nicht, wenn Juden oder der Staat Israel auf diese beschämende Weise beleidigt werden«, erklärte der amtierende Innenminister Thomas de Maizière, nachdem das Inakzeptable nicht mehr rückgängig zu machen war; Justizminister Heiko Maas deklarierte, »jede Form von Antisemitismus ist ein Angriff auf uns alle. Antisemitismus darf nie wieder einen Platz haben«.

 

Auch Außenministerdarsteller Sigmar Gabriel, der in Teheran mehr Freunde haben dürfte als in Jerusalem, wirkt wenig glaubwürdig, zählt ausgerechnet er Gemeinplätze auf: Es gebe »keinerlei Recht und auch keine Rechtfertigung, israelische Fahnen zu verbrennen, zu Hass gegen Juden aufzuwiegeln oder das Existenzrecht Israels infrage zu stellen«, zitiert ihn eine Boulevardzeitung.

 

Da muß man beinahe die Ehrlichkeit des Unionspolitikers Jens Spahn loben, der mit den Worten, »wir brauchen ein starkes gesellschaftliches Zeichen gegen Antisemitismus«, jeden Gedanken an ein entschlossenes Handeln der Politik von sich weist und die Verantwortung auf die »Zivilgesellschaft« abwälzt. Damit indes lenkt auch er nur vom eigenen Versagen ab und hofft auf die Falschen.

 

Von der Website, die ein Mädchen, das sich dem Antisemitismus seiner Mitschüler widersetzt, als »Denunziantin« diffamiert, bis hin zur tagesschau, die raunt, US-Präsident Donald J. Trump »dürfte sich« mit seiner Entscheidung zu Jerusalem »israelfreundlichen Spendern verbunden fühlen, deren Millionen 2016 halfen, seinen Wahlkampf zu finanzieren« – Antisemitismus ist hier allgegenwärtig.

 

Daß er nur noch wahrgenommen wird, manifestiert er sich besonders laut oder besonders gewalttätig, offenbart, wie sinnlos es ist, an diese »Zivilgesellschaft« zu appellieren, und zugleich offenbart der Verweis auf sie, wie herzlich gleichgültig den politischen Eliten Deutschlands der Antisemitismus ist. Spricht nicht zuletzt auch das ganz laute Schweigen von Kanzlerin Angela Merkel Bände?

 

Nachtrag: Der Bundesvorstand der CDU twittert, Angela Merkel habe »Verletzungen der rechtsstaatlichen Grundsätze der vergangenen Tage u.a. in Berlin« verurteilt.

 

 

tw_24 - Foto: Nazismus bei Islamistenaufmärschen sind nichts ungewöhnliches - hier ein Ordner der sogenannten "Qudsdemonstration" in Berlin zeigt den "Hitlergruß" (Foto: haOlam.de)


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Dienstag, 12 Dezember 2017

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