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Der große deutsche Ausraster

Der große deutsche Ausraster


Alle 20 bis 50 Jahre beginnt Deutschland aus den Fugen zu geraten. Die Deutschen fhlen sich gekrnkt. Ideen und Bewegungen wirbeln wild zwischen den Extremen links und rechts. Und die Deutschen finden schlielich einen Konsens im Sinne einer Opferrolle, die isch paradoxerweise als nationaler Chauvinismus ausdrckt. Deutschlands Nachbarn 1870, 1914, 1939 und zunehmend in der Gegenwart tragen in der Regel die Hauptlast dieses nationalen Ausrasters/Nervenzusammenbruchs.

Von Victor Davis Hanson, Hoover Institution

 

Deutschland soll das wirtschaftliche Powerhaus Europas sein, sein finanzieller Führer und sein zuverlässiges und verantwortliches Zentrum. Oft spielt es diese Rollen großartig. Aber neuerdings dreht es durch – auf eine Weise, die seinen europäischen Nachbarn quälend vertraut ist. Was die Massenimmigration angeht, so beginnt diese das nahe gelegene Osteuropa zu erschrecken. In Sachen Brexit schüchtert es die Briten ein. In Sachen Finanzen verpreet es die Südeuropäer. In Sachen Russland ärgert es die baltischen Staaten und beunruhigt die Skandinavier, indem es mit den russischen Energieinteressen Geschäfte betreibt. Und in allem, was die Amerikaner angeht, scheint es zunehmend aufgebracht zu sein.

 

Gewiss, Deutschland hat in den letzten zehn Jahren einige unglaublich seltsame Dinge getan. In einem Angstschub kloppte Berlin nach der Kernschmelze des japanischen Daichi-Atomreaktors in Fukuschima 2011 sowie im Ärger über den Klimawandel mehr oder weniger abrupt den traditionell erzeugten Strom und entschieden sich für ineffiziente und unzuverlässige „grüne“, erneuerbare Wind- und Solarenergie – trotz der weniger als mediterranen Natur seines Klimas und Warnungen wegen der finanziellen Nachteile. Das Ergebnis lautet, dass Strompreise in den letzten Jahren um 50 Prozent stiegen und zu den höchsten in der entwickelten Welt gehören – und Elektrizität ist manchmal knapp. In Reaktion auf die Defizite bei der Stromerzeugung sucht die deutsche Energieindustrie jetzt nach Lösungen wie kohlebetriebene Werke, kauft Atomstrom von seinen Nachbarn und schließen Geschäfte zum Kauf von Erdgas mit Wladimir Putin ab. Mit anderen Worten: Deutschland schwingt vom Extrem der gründen Idealisten in das andere der schmutzigen Kole, während es sich darauf verlässt, das andere ihren Strom nach Deutschland exportieren.

 

Ähnlich sieht es mit der Immigration aus. Ein bipolares Deutschland kann nicht einfach eine begrenzte und handhabbare Zahl echter Flüchtlinge aufnehmen, hoffen sie zu assimilieren – und dann zu dem daraus entstehenden Gefühl des noblesse oblige schweigen. Stattdessen öffnete Berlin in wenig mehr als einem Jahr enthusiastisch seine Grenzen und nahm mehr als eine Million Migranten auf, die zumeist nicht überprüft wurden und aus dem Nahen Osten und Nordafrika stammen; es verteidigte seine radikale Politik mit der Erfindung von Sprüchen über deutsche Großzügigkeit („Wir schaffen das“). Bis vor kurzem hatte ein zumeist homogenes Deutschland wenig Erfahrung mit Diversität, weniger mit der Assimilierung und Integration zumeist verarmter, männlicher, muslimischer Immigranten. Das Ergebnis dieses massiven Zustroms aus dem Nahen Osten ist oft Chaos gewesen. In einer Art orwellschen Imperialismus der guten Taten kommandiert Deutschland seine besorgten kleineren und weit verletzlicheren europäischen Nachbarn dazu ab sich das fast selbstmörderische deutsche Modell der offenen europäischen Grenzen zu eigen zu machen.

 

Deutschland hatte immer ein „jüdisches Problem“ gehabt. Im späten neunzehnten Jahrhundert waren deutsche Akademiker immer mehr von Pseudo-Forschung zu Eugenik und Rassenreinheit besessen – was oft zu Gerede von arischer Reinheit und krassem Antisemitismus führte, der sich in der realen Welt mit katastrophalen Folgen während des Holocaust auslebte. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten Deutschland das durch Selbstbetrachtung, einige Entschädigung und den subventionierten Verkauf von militärischen Versorgungsgütern an Israel Wiedergutmachung zu leisten. Doch Deutschland scheint sich einmal mehr Antisemitismus zu eigen zu machen, ganz abgesehen von seinem erbitterten Widerstand gegen Israel. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat vor dem gegenwärtigen Klima gewarnt: „Es ist die schlimmste Zeit seit der Nazi-Ära. Man hört Parolen auf der Straße wie ‚Die Juden sollte verbrannt werden‘. Wir haben das in Deutschland seit Jahrzehnten nicht gehabt. Jeder, der solche Parolen von sich gibt, übt keine Kritik an israelischer Politik, das ist widerlicher Judenhass, nichts anderes.“

 

Als Reaktion auf den zunehmenden Hass tat Felix Klein, Deutschlands neu ernannter Sonderermittler, der von der Regierung Merkel damit beauftragt ist den zunehmenden Antisemitismus des Staats anzugehen – der zu großen Teilen das Ergebnis des Zustroms von Muslimen ist – das ab, indem er einfach darauf hinwies, dass mehr und mehr Juden Deutschland verlassen: „Es ist durchaus verständlich, dass diejenigen, die um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt sind, darüber nachdenken das Land zu verlassen.“

 

Während der letzten zehn Jahre der Spannungen zwischen nord- und südeuropäischen Staaten haben wir einen ähnlichen Trend abspielen sehen können – ene Art selbstgerechter Anstrich, der über kalte, harte Machtspiele getüncht wird. Deutschland wusste, dass sein kontinentales Handelssystem von einfachen Krediten für schwache EU-Mitglieder am Mittelmeer abhängig ist, die deutsche Importe auf Pump kaufen. Als sie mit der Rückzahlung deutscher Darlehensleistungen vorhersagbar in Verzug gerieten, gingen deutsche Banker und Rentenzahler „schockiert“ in die Luft. Sie hielten selbstgerechte Vorträge über teutonische Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit – aber erst Jahre nachdem kreditfinanzierte BMWs und Mercedesse in die weit ärmeren Athens und Roms geflossen waren.

 

Militärisch sind die radikalen Kehrtwendungen dieselben. Deutschland ist von Pickelhauben zum Weimarer Pazifismus gegangen, von der Waffen-SS zu potemkinschen Teilungen hauchdünnen Flugzeugflügeln. Berlin scheint nicht wirklich zu verstehen, dass es, wäre einfach dem klassischen Goldenen Schnitt gefolgt – starke Streitkräfte unter der Aufsicht demokratischer Regierung – weder seinen Nachbarn Angst gemacht noch 70 Jahre subventionierter Abhängigkeit bei der Verteidigung benötigt hätte.

 

Trotz der Schutzrolle der Amerikaner für Westdeutschland im Kalten Krieg und später bei der Vereinigung von Ost und West stimmen die Deutschen heute in Umfragen bequem als das am stärksten antiamerikanische Volk der EU ab. Und Deutsche stimmen am stärksten gegen Trump, was nicht überrascht, angesichts von Trumps Tiraden über fairere NATO-Verteidigungsausgaben und Handelsdefizite, beides implizite Angriffe auf Deutschlands merkantile Handelspolitik und faktische Entwaffnung und Verlass auf das US-Militär.

 

Hier ist etwas historischer Kontext nötig. Deutsche scheitern oft unerklärlicherweise darin zu begreifen, dass die Amerikaner nicht vorhatten in Frankreich anzulanden, weder 1917 noch 1944 – oder bis 2018 in Deutschland zu bleiben (gegenwärtig sind 35.000 US-Soldaten noch im Land stationiert). Ein Großteil der der US-Außenpolitik der mehr als 75 Jahre zwischen 1917 und dem Fall der Berliner Mauer 1989 gründeten auf der Verteidigung der Nachbarn Deutschlands vor deutscher Aggression oder der Verteidigung Deutschlands selbst vor russischer Invasion. Trumps Wahl zeigte, dass die meisten Amerikaner wahrscheinlich wollten, dass diese US-Soldaten aus Deutschland (und einer ganzen Reihe anderer Ort auch) raushaben wollen, so viel wie die Deutschen heute sagen, sie wären sie gerne los. Große Distanz macht gute NATO-Freunde.

 

Bei aller wachsenden Feindseligkeit gegenüber Amerika hat Deutschland immer noch nicht sein versprochenen 2 Prozent Ausgaben des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung gemäß den Anforderungen der NATO. Dennoch fährt es riesige Handelsdefizite mit den Vereinigten Staaten ein ($65 Milliarden im Jahr). Deutschland genießt auch mit $287 Milliarden die größte Leitungsbilanz der Welt – es verzerrt den internationalen Handel, während das Land Importe verhindert und seine Wirtschaft hauptsächlich auf Export ausrichtet. Der Euro ist, nach Maßgabe Berlins immer unterbewertet und erlaubt den Deutschen wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit, die wahrscheinlich nicht möglich wären, würde man immer noch die Deutsche Mark nutzen.

 

Inmitten der Krise im Nahen Osten nahmen der Iran, Nordkorea, Russland und China sowie die meisten Westler nahmen an, dass Deutschland, angesichts seiner Größe und dynamischen Wirtschaft weiterhin ein Modell westlicher Führung und eine beruhigende Kraft in einem historisch instabilen Europa sein würde. Stattdessen scheint es in eine gefährliche Phase einzutreten, wenn es im Zenit seines Reichtums und seiner Macht trotzdem schmollt und Vorwürfe erhebt. Berlin fühlt sich von den Südeuropäern übers Ohr gehauten, von einem sich verabschiedenden Großbritannien ignoriert, von den Osteuropäern bekommt es nicht ausreichend respektiert und es ist Amerika gegenüber verärgert.

 

In einer perfekten Welt würde Deutschland seinen Frust mit Innenschau angehen. Immerhin wurde Berlin von niemandem gezwungen mehr als eine Million problematischer Flüchtlinge aus dem Nahen Osten aufzunehmen. Niemand zwang es Waren zu billigen Krediten an fremdfinanzierte Käufer zu exportieren, die erkennbar weit über ihren Möglichkeiten lebten. Niemand zwang es eine lange und katastrophale Geschichte mit dem jüdischen Volk zu haben. Und niemand zwingt es ununterbrochenen US-Militärschutz zu erwarten, während es ständig Rekord-Handelsüberschüsse einfährt.

 

Trotz der langen Nachkriegsgeschichte der amerikanisch-deutschen Freundschaft und trotz Deutschlands finanzieller und wirtschaftlicher Energie wird das Land psychologisch isoliert, wenn nicht gar ins Wanken gebracht. Während Deutsche ihren Antiamerikanismus ausstrahlen, scheinen sie nicht zu bemerken, dass die Amerikaner der deutschen Gereiztheit gleichermaßen müde zu werden.

 

Wenn wir in eine weitere historische Periode gefährlicher deutscher Verstimmung eintreten, verheißt das sich daraus ergebende Resultat für jeden Beteiligten nichts

 

 

Übersetzt von Heplev


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Sonntag, 03 Juni 2018






In Deutschland herrscht kein Antiamerikanismus vor. Allerdings ist die Mehrheit der deutschen Brger mit dem Stil der derzeitigen Regierung nicht einverstanden. Er hat zwar die Wahl in den USA gewonnen. Aber auer Israel sind die bisherigen befreundeten Staaten doch alle auf Distanz gegangen. Die Natostaaten haben auch nicht versprochen zwei Prozent des BIP fr die Verteidigung auszugeben, sondern sich zu bemhen diese zwei Prozent zu erreichen. Das Handelsdefizit der USA ist nicht nur mit Deutschland in Schieflage geraten. Wie sieht es mit Asien aus? Bei diesen Auslandsschulden ist doch eher eine krftige Abwertung des US-Dollars notwendig. Ich sehe aber nur groe Ausraster bei dem derzeitigen US-Prsidenten. Der nchste Prsident hat allerhand zu richten, damit man sich auf die Politik der USA wieder verlassen kann. Mit seiner -mal vor und mal zurck Taktik- zeigt er doch keine politische Strke oder Zuverlssigkait, sondern offenbart nur sein Geschftsgebahren.

@1sio Ach Sio, da muss ich mich am Kopf kratzen und versuchen mein kleines Intelligenzbndel zurechtzurcken. Wenn das Handelsbilanzdefizit so enorm ist (ist es ohne Frage), warum mssen unsere Politiker dann auf hheren Zllen bestehen? Und welchen Prsidenten, der alles besser macht in den USA hatten wir eigentlich, sollten Sie tatschlich Obama meinen? War das nicht der, der die Islamisten total befrdert hat? Gegenber Obama hat D. Trump wirklich jede Menge Positives erreicht, vielleicht ist Israel deswegen fr ihn? Das unsere EU gegen ihn ist, ist doch klar, die haben lieber Islamaisten und Terroristen als Gesprchspartner und SIE?

Ach pp, kratzen Sie lieber nicht zuviel. Auch viele Prsidenten vor Obama waren besser als der jetzige Darsteller. Wer hat denn mit fadenscheinigen Argumenten zuletzt die Zlle erhht? Das war nicht die EU sondern der Saudifreund Trump. Warum gehen Sie eigentlich nicht auf meinen Vorschlag einen Abwertung des US-Dollars ein und was hat der Artikel oder mein Kommentar mit Islamisten oder Terroristen zu tun? Die Stellungnahme des Autors wundert mich auch nicht, da die Hoover Institution ja nicht vollstndig benannt wurde. Dieses Institut heit doch zustzlich ....Krieg, Frieden und Revolution. Hoffentlich wird in dieser uerst konservativen Denkfabrik nicht nach dieser Reihenfolge gehandelt.

@3sio Ach Sio, die Zlle wurden jetzt erhht weil die EU nichts an ihren hheren Zllen verndert hat, immer schn die Reihenfolge beachten. Was die Abwertung betrifft, das ist zwar im Prinzip der richtige Weg aber eigentlich ja fr Lnder, die keinen Gegenwert fr ihr Zahlungsvolumen haben, ansonsten bestimmt erst einmal der Markt Angebot und Nachfrage, wenn DE oder EU den Euro hochpppeln wollen mssen sie etwas am Zins ndern, solange das nicht stimmt passiert an der Front gar nichts. Was die Prsidenten betrifft, war der einzig vernnftige Prsident der letzten Jahrzehnte RR oder wen meinen Sie? Die Islamisten hat brigens sein hochgelobter Vorgnger Obama ins Land gelassen und als Ausgleich den Zuzug von Christen aus der Region verhindert.

@4 Sie haben Recht. Abwertung ist etwas fr Lnder, die keinen Gegenwert anbieten knnen. Die meisten Artikel aus der EU sind eben weltweit nachgefragt. Nicht weil sie preiswerter als amerikanische wren, sondern weil sie einfach nur besser sind. Auch war RR ein besserer Prsident als der jetzige, der am liebsten nur ber phantstische Deals redet. Allerdings haben sich die Islamisten doch erst durch den Irakkrieg II so richtig ausgebreitet. Statt mir Zllen zu drohen, htte Trump ja auch versuchen knnen die TTIP-Verhandlungen wieder aufzunehmen. Aber wir haben wohl gegenseitige Ansichten und es ist gut, da man das haben darf.

@5sio Das stimmt, wir haben eigene Positionen aber nur solche verlangen/erfordern Diskussionen und das ist gut so. Wenn Sie zurckdenken werden Sie sich erinnern, dass RR mit derselben Liebe und Verbundenheit aus DE behandelt wurde wie D. Trump und erst Jahre spter fand in unseren Gutmenschen-Territorien eine vorsichtige Anerkennung statt. Was die "guten" Waren aus DE betrifft, da haben wir ja mit der Diesel-Software die besten Argumente und einen echten Beweis fr "Deutsche Qualitt", der Schaden bleibt ja auch vor allem an den deutschen Kunden hngen, und Daimler und Porsche lassen das Ende noch nicht erkennen. Von TTIP halte ich berhaupt nichts, Unternehmen, die ihr unternehmerisches Risiko/Verlust per Gesetz ausschlieen knnen sind mir mehr als suspekt. Wie unterschiedlich man die Dinge sehen kann wird allein aus der Behandlung D.Trumps durch seine Haltung gegenber Frauen erkennbar, nicht, dass ich seinen Sprachgebrauch da besonders feinfhlig finde, eher absroend aber mit welcher Ausdauer ihm versucht wird hier die Berechtigung zur Ausbung des Amtes abzusprechen ist schon erstaunlich, bei B. Clinton machte die Beziehung zu einer Praktikantin wenig rger und das war immerhin "Sex mit Abhngigen". Die Bewertung kann schon sehr unterschiedlich sein. Ich sehe D. Trump als Prsident zur nderung der amerikanischen Politik genauso notwendig wie die AfD als Opposition im Bundestag, endlich wird ber Gesetzesvorlagen wieder diskutiert, die Schlafwagenpolitik ist nicht mehr mglich, das ist fr den Bundestag sehr positiv.

@4pp sio2willi hat einen Vorteil, er gibt sein Unwissen schnell zu, der Nachteil sind wohl die Lcken im Wissen!

Es kann ja nicht jeder so ein Intelligenzknubbel oder Allesbesserwisser sein wie alex. Dann htte auch jeder verstanden, da ich bei RR "sogar" statt "auch" gemeint habe. Sogar Nixon und Bush II waren bessere Prsidenten als der derzeitige. brigens hat schon mal ein groer Denker zugegeben, da er sicher ist, nichts oder wenig zu wissen.

sio2willi Es ist schlimm, wenn man dumm ist. Schlimmer aber ist, wenn man, wie Sie, die Unwahrheit predigt. Sie scheinen entweder uninformiert zu sein oder aber die Wahrheit dringend leugnen zu muessen. 20% der Deutschen haben eindeutig antisemitische Einstellungen. Eindeutig antisemitische Aussagen kommen inzwischen von Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Ihre Reinwaschung der Deutschen ist mehr als verfehlt. Sie sollten sich unbedingt um Ihre Weiterbildung auf dem Gebiet bemuehen. Mit Ihren Aussagen sind Sie nicht ernst zu nehmen.

Man knnte vermuten da gunther und alex eineiige Zwillinge sind. Ich habe nie behauptet, da es in unserem Land keinen Antisemitismus gibt. Ich befrchte allerdings, da im nchsten Bundestag noch mehr Mitglieder dieser Alternative sitzen werden. Dann wird es auch noch mehr MdB geben, die Antisemitismus predigen und sich danach versuchen zu entschuldigen bzw. sagen sie wren falsch zitiert worden. Was mgen dann diejenigen schreiben, die heute sagen wir htten eine "Lgenpresse" oder "linksversiffte" Medien?

@sio2willi Wo hat Gauland Antisemitismus gepredigt? Sie holen ihre Informationen wohl nur aus den manipulierten Massenmedien, die ganz bewusst den Kontext verfremden und relevante Passagen extra weglassen, richtig? Wenn man eine rechte Alternative zum bigotten linken Establishment installieren will, welches ewig das Existenzrecht Israels predigt, aber hinterlistig permanent untergrbt, kommt man an der offenen Diskussion ber das III. Reich und den Holocaust nicht vorbei. Das macht leider angreifbar. Insofern wre es sinnvoll, sich die Information nicht bei Dritten abzugreifen, sondern direkt an die Quelle zu gehen. Zumal sich die fragwrdige Definition von den "rechten" Nationalsozialisten, die zweite Hlfte des Namens sollte einem eigentlich schon zu denken geben, so hartnckig hlt, wie der Schimmelpilz in einem vergammelten Haus. Es waren Sozialisten, die die Juden damals drangsaliert haben und es sind Sozialisten, die Israel heute drangsalieren. Und Sozialismus ist nun mal nicht rechts. Und die AFD ist mit Sicherheit auch keine sozialistische Partei.

@ Ralf Poehling Wie bitte? Juden wurden zwischen 1933 und 1945 "drangsaliert"? Von "Sozialisten"? Das ist eine zweifache Relativierung der Ermordung von fast 6 Mio. Juden. Es war ein industriell organisierter Massenmord durch eine rechte Diktatur. Sie haben dringenden Nachholbedarf in politischer und historischer Bildung. Gehen Sie direkt zu den Quellen, lesen Sie das NSDAP-Programm, "Mein Kampf", die einschlaegigen Aeusserungen der Nazi-Groessen. Ihre Aussagen sind fernab jeglicher historischer Wahrheit.

@gunther War klar dass das kommt. ;-) Jede noch so kleine Ungenauigkeit in der Formulierung und die inszenierte Emprungswalze bricht sich Bahn. Natrlich wurden Juden im Dritten Reich drangsaliert, oder nicht? Vielleicht htte ich das Wort "zuerst" davor setzen sollen, um den Bezug zur aktuellen Situation besser herauszustellen, denn auch jetzt werden Juden drangsaliert. Und zwar von Sozialisten und ihren muselmanischen Schtzlingen. Und Nationalsozialisten sind nun mal Sozialisten, andernfalls hieen sie National- Liberale oder Konservative, oder?

@Ralf Poehling Wie gesagt, Sie haben keine Ahnung von Geschichte. Der Zusatz "Sozialisten" war rein taktischer Natur, um sich bei den Arbeitern anzubiedern. Die NSDAP sah sich genoetigt, die Programmteile zu erlaeutern, die sich gegen das Kapital richteten. Damit war natuerlich nur das juedisxhe Kapital. Nicht der Kapitalismus grundsaetzlich. Insgesamt berief der NS auf die ultrakonservativen deutschen Geschichtskapitel. "Volksgemeinschaft", zentraler Begriff der NS-Ideologie, hat nun einmal rein gar nichts mit Sozialismus zu tun. Im NS sollte der Kampf gegen die juedisch-bloschewistische Weltverschwoerung gefuehrt werden. Die Gleichsetzung von Juden und Sozialismus ist eindeutig rechtes Gedankengut.

@ Ralf Poehling Der Sozialismus ist international ausgerichtet. Der Nazismus rein nationalistisch. Die NS waren keine Sozialisten. Sie schreiben hier Unsinn.

@gunther Sozialisten sind Kollektivisten. Kollektivismus geht mit dem Zwang einher, sich einer fest definierten Gruppe anzuschlieen, oder ausgestoen bzw. sogar ausgelscht zu werden. Der Unterschied zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus definiert sich, wie sie richtig einwerfen, folglich nur ber die Gre der Gruppe. Der Zwang und seine Folgen bleiben gleich. Sie erinnern sich vielleicht an Berlusconis Diskussion mit Martin Schulz im EU-Parlament im Jahre 2003, wo er Schulz fr die Rolle als "Kapo" in einem italienischen Film ber Konzentrationslager vorschlug, weil im sein Stil nicht gefallen hat? Ich fand das damals zunchst irritierend. Mittlerweile habe ich verstanden, was Berlusconi damals meinte. In der SPD gibt es einige, deren Stil offen totalitr daherkommt. Und das ist kein Zufall, sondern essentieller Bestandteil sozialistischer Denkweise.

@14gunther Das lieber Gunther ist nicht richtig, auch wenn Hitler im "Rhmputsch" die SA aus dem Programm genommen hat, waren das doch die grundlegenden Positionen, die ihn erst dorthin gebracht haben. Natrlich waren viele Positionen der Nazis "sozialistisch" aber ist das Heute anders mit der Politik? auch Heute wird viel geredet und wenig getan wenn man an der Macht ist und das Gerede ber die Mietpreisbremse ist ein Witz wenn man den Hausbesitzern die Mglichkeit gibt ihre Huser auf Kosten der Mieter zu sanieren.

@gunther Sie meinen der Begriff "Sozialismus" war nur ein Vorwand und nicht Teil der Sache? Wodurch zeichnet sich Sozialismus aus? Durch Umverteilung. Und natrlich wurde im Nationalsozialismus das, was man den einen weggenommen hatte an andere verteilt. Der gesamte Krieg wurde auf pump und besonders durch Plnderung finanziert. Der Arbeiter, auf den Sie verweisen, der dann zum Soldat wurde, musste natrlich versorgt werden. Womit? Mit dem, was von anderen enteignet worden war. Mageblich war beim Nationalsozialismus, im Vergleich zum Internationalsozialimsus, die Rasse bzw. Nationalitt. Wer der richtigen Rasse angehrte profitierte, wer nicht, der wurde ausgeplndert. Dennoch ist das Ausplndern beim Sozialismus, wie auch beim Internationalsozialismus der Kern der Sache.

@18RP Gut argumentiert RP aber genauso ist es. Fehlt nur noch der Umkehrschluss zur derzeitigen Politik und wir sind der Wahrheit auf dem Grund. Der Zusammenschluss von CDU/CSU und SPD ist das beste Beispiel, auch diese Politik funktioniert nur mit Ausplnderung.

Keine einzige Position der NS war sozialistisch. Es war vielmehr ein Buendnis der Grossindustrie mit den NS (vgl. Himmlers Freundeskreis). Das Grosskapital hat den NS massiv unterstuetzt. Wem wurde etwas weggenommen? Ausschliesslich den Juden. Wie bereits festgestellt, die NS mussten die Artikel im Programm nachbessern, die als sozialistisch missverstanden werden konnten. Sie richteten sich einzig und allein gegen Juden. Die Diskutanten hier sollten sich wirklich einmal mit den Primaerquellen befassen, bevor sie hier Gedanken ablassen, die zur Reinwaschung der Rechten dienen.

Zu Roehm und der SA: Sie waren das Hindernis fuer die Macht der SS und Himmlers. Die wichtigste Position der SA bestand darin, nach 1933 zu den Profiteuren der Machtuebertragung an Hitler zu gehoeren. Hat absolut nichts mit Sozialismus zu tun. Ein wenig besser sollte man sich schon auskennen.

@ Ralf Poehling Umverteilung fand im NS tatsaechlich statt. Die grossen Nutzniesser waren die deutschen Kapitalisten. Also nix Arbeiter. Die wurden zufrieden gestellt mit KdF. Die Profiteure des Krieges waren in Deutschland die deutschen Kapitalbesitzer. Es nutzt nichts, die NSDAP und der NS waren in keiner Weise sozialistisch. Die Strasser-Gruppe, die so etwas anstrebte, wurde eliminiert. Von den historischen Fakten haben Sie keine Ahnung. Es geht Ihnen nur darum, die heutigen Rechten zu legitimieren.

@ pp Mitnichten, nur schlecht argumentiert. Was hat Rasse mit Sozialismus zu tun? Im NS wurden die Arbeiter ausgepluendert. Sehen Sie sich die Statistiken zur Preis- und Lohnentwicklung an. Der Erfolg des NS beruhte nicht auf der Wirtschaftspolitk, sondern auf einer irrationalen Propagandapolitik. Und diese wirkt heute noch, wie hier nachzulesen ist. Der Arbeiter hatte vom NS gar nichts, null. Sozialismus will Politik fuer die ausgebeutete Klasse. Im NS ging die Ausbeutung der Arbeiter weiter. RP schreibt nur rechte Schwurbelei.

@gunther Da liegen Sie falsch, was vermutlich daran liegt, dass Sie zu sehr an den Primrquellen hngen. Ich habe mich ber Jahrzehnte hinweg mit meiner Eltern- und Groelterngeneration zu diesem Thmea auseinandergesetzt, die die Weimarer Republik und das Dritte Reich selbst erlebt hatten. Die immer wiederkehrende und gleiche Sicht war: "Vor Hitler gab es Inflation, Arbeitslosigkeit, Armut, Not und Hunger. Als Hitler an der Macht war, gab es Vollbeschftigung und den Keller voller Kohlen und Kartoffeln." Hitler wurde genau aus diesem Grund vom deutschen Arbeiter bis in den Tod verteidigt. Und selbst die Briten lieen sich es nicht nehmen, vor Kriegsausbruch Hitler fr seine erfolgreiche Arbeitsmarkt- Wirtschaftspolitik zu loben. Das Zwangsarbeiterproblem und die Ausplnderung betrafen, der nationslsozialistischen Weltanschauung entsprechend, nicht den deutschen Arbeiter, sondern primr die Juden, jeden, den man als Staatsfeind ausmachte und whrend des Krieges dann die besetzten Gebiete. Das die Fhrungs- und Wirtschaftselite daran gut mitverdient hat, steht auer Zweifel. In sozialistischen Systemen haben sie, entgegen dem angestrebten Ideal, an der Spitze immer Profiteure, die gleicher sind als gleich und sich die Taschen vollstopfen. Das war nicht nur im Dritten Reich so, sondern auch in der DDR und im gesamten Sowjetkommunismus.

@23gunther Naja Gunther, es ist wie in diesser Zeit, natrlich tarnen sich die Nutznieer, so war es auch bei Hitler. Mit seinen hochwohlgeborenen SS-Truppen konnte er vor 33 natrlich keinen Staat machen, deshalb brauchte er die SA, wer htte denn sonst vor und nach die Drecksarbeit machen sollen? Nach 33 war die Situation anders, Hitler brauchte die SA-Fhrung nicht mehr und hat sie geschickt ausgemustert. Natrlich waren die Kapitalisten die grten Nutznieer, das ist aber immer so, Politik und Kapital passen sehr gut zusammen. Hitler hat sich einfach eine Gruppe gesucht, die wegen ihres Erfolges und Geschicks bei den anderen, weniger erfolgreichen Deutschen nicht so beliebt war (Neid). Neid ist eine Triebfeder fr alle Menschen Unrecht zu begehen, sie brauchen das fr ihr Gewissen. Aber worber reden wir eigentlich? Ist unsere Zeit nicht viel zu kostbar?

@23gunther gute Argumente, mit viel Hintergrundwissen und trotzdem bevorzuge ich heute, eher rechts von der Mitte!