Der deutschen Scheinheiligkeit ein Ende setzen

Der deutschen Scheinheiligkeit ein Ende setzen


Die vorgestellten Pläne des deutschen Antisemitismus-Beauftragten Klein, deutsche Finanzierung von Auslandsorganisationen und Initiativen davon abhängig zu machen, daß dass Geld nicht von Organisationen verwendet wird, die an jeglicher Art von antisemitischen Aktivitäten beteiligt sind, könnten ein Wendepunkt in einem der eher problematischen Aspekte der deutsch-israelischen Beziehungen sein.

Von Eldad Beck, Israel haYom

Dasselbe Deutschland, das stolz darauf ist die Lektionen aus seiner Nazi-Vergangenheit gelernt zu haben und bei jeder Gelegenheit seine große Freundschaft mit Israel verkündet, unterstützt in der Praxis erstaunlicherweise Organisationen, insbesondere in arabischen und muslimischen Staaten, die Hass auf Juden verbreiten oder skandalöse Toleranz für solchen Hass demonstrieren. Dieses Phänomen ist in erster Linie mit den Palästinensergebieten verbunden, aber ihr größerer Umfang beeinflusst, was in Schulen vorgeht, die UNRWA betreibt, die UNO-Agentur für palästinensische Flüchtlinge in arabischen Ländern.

In seiner Erklärung betonte Klein, dass eine Verletzung dieser Bedingung in einer sofortigen Einstellung der Überweisung deutscher Gelder resultieren würde. Sollte der Plan voran kommen, würde es Deutschland zu einem Pionier des Themas in Europa machen, eine Rolle, die das Land schon vor einiger Zeit hätte übernehmen sollen. Das ist der echte Test. Wir sollten das Ausmaß der Gegnerschaft der von diesem Zug betroffenen deutschen Ministerien zu dieser Initiative nicht ausblenden – insbesondere das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das als Bastion der deutschen Linken angesehen wird, ist verantwortlich für einen beträchtlichen Teil der Finanzierung des Auslands durch Berlin. Unter Vertretern des deutschen Außenministeriums wird es auch solche geben, die zögern Kleins Schritt zu begrüßen, denn entsprechend der internationalen Definition für Antisemitismus könnte bestimmte Formen der Israelkritik Berlin davon abhalten, eine Reihe von Organisationen zu unterstützen, einige davon mit Sitz im Iran, deren problematische Haltungen zu ignorieren das Ministerium alles Mögliche unternommen hat.

Diese wichtige Äußerung eines ranghohen deutschen Regierungsvertreters kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Jerusalem sich endlich entschieden hat aus dem passiven Schlummer aufzuwachen, der für Israels offiziellen Ansatz gegenüber der Dualität der deutschen Haltung charakteristisch ist, die Berlin seine Verpflichtung gegenüber Israels Existenz und Sicherheit erklärt, wenn gleichzeitig Gremien mächtig unterstützt wird, die die Existenz untergraben. Jahrzehnte lang hat Israels Regierung es vorgezogen den zunehmend problematische Charakter der scheinheiligen deutschen Politik zu ignorieren, nicht nur was fremde Länder angeht, sondern innerhalb von Deutschland und Israel selbst. Israels Erklärung dafür hat gelautet, dass offizielle Vertreter versuchen jegliches Handeln zu vermeiden, das seine engen Beziehungen zu Berlin untergraben, das, wie es heißt, „Israel so viel gegeben hat“.

In der Tat investiert Deutschland eine Menge Geld in Israel. Das Ausmaß dieser Investitionen ist zwar unbekannt, aber wir reden über die umfangreichen Aktivitäten durch Regierungs-, politische, private und Kinogelder. Einer der Gründe, dass so wenig über den Umfang der Finanzierung durch Deutschland bekannt ist, besteht darin, dass viele Israelis – darunter Künstler, Politiker, Journalisten und Zivilorganisationen, die Stipendien, Gelder, Reise- und Konferenzeinladungen erhalten – profitieren von dieser „Großzügigkeit“.

Anfangs konzentrierten sich Deutschlands beträchtliche Investitionen in Israel auf die Gestaltung der Beziehung zwischen den beiden Ländern und hauptsächlich auf das Schaffen eines positiven Images Deutschlands, das ihm erlauben würde die Episode Holocaust hinter sich zu lassen und sicherzustellen, dass der Mord an 6 Millionen Juden in der fernen Vergangenheit bleibt. Sobald dieser Abschnitt als Erfolg verbucht werden konnte, war Berlin – weitgehend dank Israels Bemühung, das Land als „ein anderes Deutschland“ zu vermarkten – in der Lage in die zweite Phase der Strategie überzugehen und ihre Gelder auf Bemühungen umzuleiten, das Angesicht Israels durch Eingreifen in seine internen Angelegenheiten zu verändern.

Die aktuelle israelische Regierung entschied sich dieses störende Phänomen zu diskutieren, ohne Rücksicht auf die freundlichen bilateralen Beziehungen, die wir zur Regierung in Berlin haben könnten wie sollten. Man könnte zwar glauben, das sei solcher Schritt notwendig ist, aber nur in Israel werden diese bekannten Elemente, darunter insbesondere die von der deutschen Regierung finanzierten, dies als reine Unverschämtheit betrachtet werden. Als souveräner Staat hat Israel das Recht und die Verpflichtung die Bedenken bezüglich der Finanzierung deutscher Gesellschaften aufzubringen, die für die Boykott/De-Investitions-/Sanktionsbewegung werben, die zu Israels Vernichtung aufrufen, seien sie ein jüdisches  Museum oder ein internationales Filmfestival.

 

Übersetzt von Heplev


Autor: Eldad Beck
Bild Quelle: Tobias Koch [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons


Donnerstag, 03 Januar 2019






Na dann wollen wir doch mal sehen, was die Regierungspartei SPD zu solchem Ansinnen sagt.

Eher wird wohl der Antisemitismusbeauftragte klamheimlich ausgetauscht oder das Amt abgeschafft.

Wie kann es sein, dass in einem Gebiet, das seid Jahrzehnten finanziell so gepusht wird, wie der Gazastreifen, so wenig bei den Menschen vor Ort ankommt und dort für viele katastrophale Lebensbedingungen herrrschen. Das Einfordern von Transparenz über den Fluß des Geldes würde auch dafür sorgen, dass es da ankommt, wo es gebraucht wird. Ich möchte nicht, dass die Steuern, die ich zahle, in Gruppierungen, für Projekte, in Maßnahmen investiert werden, die Israel das Existenzrecht absprechen, seine Vernichtung anstreben, den Hass auf Juden und den Westen fördern, das Leben von Menschen dieseits und jenseits des Grenzzaunes willentlich gefährden. Ich hoffe, dass Herr Klein dran bleibt und sein Anliegen die verdiente Unterstützung erhält.

Tja liebe Maria, das Geld wird in die Aufstockung des Raketenarsenals und den Bau von Angriffstunneln dringend benötigt, kostet ja schließlich alles viel Geld!

Es ist wie im Mittelalter in Europa, die Söldner durften damals die Velierer oder andere Unterlegene plündern, dafür sparten die Kriegsherren den Sold. Die Islamisten denken auch die Reichtümer Israels nach dem Sieg unter sich aufteilen zu können, die EU-Gelder nutzt man solange schon mal.