Israeli in Berlin `spurlos verschwunden´

Israeli in Berlin `spurlos verschwunden´


aniv Abraham (36) aus der Stadt Maale Adumim östlich von Jerusalem ist am vergangenen Mittwoch in Berlin gelandet und meldete sich bei seinen Eltern.

Von Ulrich W. Sahm

Anhand von Google wurde bekannt, dass er am nächsten Morgen um 6:15 Uhr einen Zug bestieg. Seitdem blieb er spurlos verschwunden. Die Familie und die israelische Botschaft in Berlin bemühten sich erfolglos, ihn in Berlin zu finden. Wie israelische Medien berichten, verweigerte das Hotel die Bitte seiner Familie, sein Zimmer zu betreten, um nach ihm zu schauen. Auch die Berliner Polizei verweigerte jegliche Auskunft.

Tot aufgefunden

Inzwischen stellt sich heraus, dass die Polizei seine Leiche schon am Donnerstag in seinem Hotelzimmer gefunden habe. Obgleich er israelischer Staatsbürger war, wurden weder die israelische Botschaft noch die Familie informiert. Erst am Dienstag, vier Tage nach seinem Verschwinden, wurde die israelische Botschaft von der Polizei informiert. Bis dahin hatte die Familie auf den sozialen Netzwerken eine umfassende Suche nach ihm gestartet, zumal sie daran gewöhnt waren, bei seinen Auslandsreisen jeden Tag einen Anruf zu erhalten. Am Sonntag sollte er eigentlich nach London fliegen, aber er war nicht zum Flug erschienen.

Dank der Recherchen der israelischen Korrespondentin Antonia Jamin sickerte nach Israel durch, dass Abraham tot aufgefunden worden sei.
Während sich jetzt die israelische Botschaft um eine Rückführung der Leiche zwecks Begräbnis in Israel bemüht, verkündete die Berliner Polizei gemäß israelischen Medien, eine Autopsie durchführen zu wollen, um die Todesursache festzustellen.

In Israel machte die Geschichte des mysteriösen Verschwindens, der unerklärte Tod und das fünftägige Schweigen der Berliner Polizei große Schlagzeilen. Vor allem, die Weigerung der deutschen Behörden, wenigstens die Familie zu unterrichten, wird in Israel laut und heftig kritisiert. Der Vater, Herzl Abrahm, klagte darüber, ausgerechnet während des Pessachfestes derart im Ungewissen gehalten worden zu sein. Bis jetzt hätten ihn die deutschen Behörden nicht weiter informiert.

 

Erstveröffentlicht bei Fokus Jerusalem - Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.


Autor: Ulrich W. Sahm
Bild Quelle:


Donnerstag, 25 April 2019






Da fragt man sich doch was die deutschen Behörden da wohl geritten haben könnte.

Es ist unglaublich! Aber die Polizeibehörde in Berlin gibt ohnehin Rätsel auf. Wenn beispielsweise Leute attackiert werden und die Tat sogar von Überwachungskameras gefilmt wurde, so vergeht ein halbes Jahr, bis eine öffentliche Fahndung nach den Tätern sichtbar wird. Wer weiß denn nach sechs Monaten noch, was er da oder dort sah? Es tut mir sehr leid um diesen Menschen. Ich kann bloß warnen davor, Berlin hochzujubeln. Es ist - leider muss man das so deutlich sagen - ein Güllehaufen von verwahrlosten, kriminellen hedonistisch verkommenen Menschen, die auch noch stolz sind auf diese Stadt.Es will mir nicht in den Sinn warum Israelis so auf diese Stadt abfahren.

@2Thomas: "..die auch noch stolz sind auf diese Stadt" Dieses Mädchen mit Sicherheit nicht: "Doch für Golda ist Berlin erledigt. Der Sehnsuchtsort der 15-Jährigen heißt Israel. „Ich denke auch, dass es keine Zukunft für Juden gibt“, sagt Golda."...https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article192540225/Warum-junge-Juden-Deutschland-verlassen.html

@2Thomas.. ich habe vor ca 15 Jahren, aus beruflichen Gründen, in Berlin gewohnt und schon damals war Berlin eine "ashhole town", ich war froh, als ich dort wieder wegkam! Die Israelis sind verrückt!




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