Neun Spitzenwissenschaftler ausgezeichnet

Neun Spitzenwissenschaftler ausgezeichnet


Neun Forschenden aus der ganzen Welt wurde die Alexander von Humboldt-Professur verliehen, der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands.

Beim Festakt forderte Bundesforschungsministerin Karliczek die Preisträger auf, ihre Forschung ganz im humboldtschen Sinne für "die ganze Gesellschaft zu einem großen Erfolg" zu führen.

 

 

 

 

Deutschland als Wissenschaftsstandort stärken und Forschenden perspektivische Anreize geben. Das ist das Ziel der Alexander von Humboldt-Professur, einer der wichtigsten Wissenschaftspreise Deutschlands. Künftig werden neun kluge Köpfe eine Humboldt-Professur übernehmen und an den Universitäten in Bonn, Darmstadt, Erlangen-Nürnberg, Köln, Konstanz, Leipzig und Würzburg forschen.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und der Präsident der Humboldt-Stiftung, Hans-Christian Pape, haben in Berlin die Preisträger ausgezeichnet. Sie erhalten für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen bis zu fünf Millionen Euro Preisgeld. 

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende, im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Ziel ist es, ihnen und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland zu bieten. Die Humboldt-Professur ist einer der renommiertesten Preise und wird seit dem Jahr 2008 verliehen.

Experimentelle und theoretische Forschung gefördert

An einem neu gegründeten Forschungszentrum an der Universität Köln wird in Zukunft Malte Gather arbeiten. Als einer der Preisträger forscht er an der Schnittstelle zwischen Biologie, Medizin und Physik. Gather hat es zusammen mit seinem Team geschafft, einen Laser so zu verkleinern, dass er in lebende Zellen integriert werden kann. Aktuell erforscht er biologisch-kompatible Anwendung von organischen Leuchtdioden zur Heilung von visuellen Nervenerkrankungen.

Aus dem Fachbereich der politischen Ökonomie stammt Anke Hoeffler. Die Ökonomin und Politikwissenschaftlerin erhält die Auszeichnung für ihre Forschung zum Thema "Kollektive Gewalt" als Bestandteil der Entwicklungsforschung. Hoeffler geht der Frage nach, ob Kriege hauptsächlich durch gesellschaftliche oder wirtschaftliche Missstände ausgelöst werden. An einem neu errichteten Zentrum für Konfliktforschung und Entwicklungspolitik an der Universität Konstanz wird sie sich dazu mit Gewalt innerhalb von Familien befassen.

Die vom Bundesforschungsministerium finanzierte wissenschaftliche Auszeichnung ermöglicht langfristige Forschungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland. Das Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Euro für experimentell arbeitende und 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler wird über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung gestellt.

 

Foto: Die neun Preisträger und der Präsident der Humboldt-Stiftung, Hans-Christian Pape (4.v.r.).


Autor: Bundesregierung
Bild Quelle: BMBF / Rieckel


Freitag, 10 Mai 2019