Das Jüdische Museum Berlin macht sich nackig

Das Jüdische Museum Berlin macht sich nackig


Manche wissen es schon eine Weile, andere kommen langsam darauf. Das `Jüdische Museum Berlin´ ist eine anti-israelische Propaganda-Einrichtung.

Von Henryk M. Broder

Seine Idee vom „wahren“ Judentum ist die einer religiösen Gemeinschaft, die allen Verfolgungen zum Trotz der Diaspora die Treue hält und bei „Israel“ an Jaffa-Orangen denkt. Wie es in diesem Haus zugeht und wer da alles zum Vorsingen eingeladen wird, hat Alan Posener vor kurzem in der Welt beschrieben. Mir war das ganze ebenso bombastische wie suggestive Projekt von Anfang an unheimlich, Teil der „Wiedergutwerdung der Deutschen“ (Eike Geisel) auf dem Rücken der Juden. 

Nun hat die Botschaft auch den begriffsstutzigen Zentralrat der Juden erreicht. In einer ungewöhnlich scharf formulierten Erklärung stellt der Zentralrat fest, das JMB habe „das Vertrauen der jüdischen Gemeinschaft verspielt“. Sogar die Patronin des Museums, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, ist not amused, hält aber an der Fiktion fest, „dass das JMB die BDS‐Bewegung weder aktiv unterstützt noch erklärten Feinden Israels eine Bühne bietet“. Das Ganze sei eine Kommunikationspanne, verursacht durch einen Mangel an Sensibilität. Irgendjemand aus ihrer Behörde sollte der Frau mal das Drei-Instanzen-Modell erklären.

Was sie vehement verneint, ist genau das, was das JMB tut. Es unterstützt die BDS-Bewegung und bietet erklärten Feinden Israels eine Bühne. Man kann sich allenfalls darüber streiten, ob es dies bewusst oder „aus dem Bauch heraus“ tut und was da alles  zum Vorschein kommt, wie bei jenem Bürgermeister einer Kleinstadt am Niederrhein, dem einst die Bemerkung entfuhr, dass man „für den Ausgleich des Haushaltes einige reiche Juden erschlagen“ müßte. Was er natürlich weder böse noch antisemitisch meinte und wofür er sich umgehend entschuldigte.

Hinter dem Ich und dem Über-Ich lauert immer noch das Es. Und meistens muss man nicht lange an der Fassade kratzen, bis der Putz bröckelt.

 

Erstveröffentlicht bei der Achse des Guten - Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.


Autor: Henryk M. Broder:
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Donnerstag, 13 Juni 2019






Wenn man das liest und hört weiß man auch warum es in unserem Land so viele "Gutgläubige" gibt, die die Migration als etwas "Positives" für DE verstehen.

Was stimmt derzeit nicht mit diesem Land Deutschland? Vielleicht sollte man im Museum mal wieder was von Elias Canetti lesen. "Macht und Masse" beispielsweise. Das immunisiert gegen BDS und Freunde...

Na zumindest weiß der Direktor was sich gehört wenn man Blödsinn macht. Wäre schön wenn sich diese Taten bis zu unseren Politikern rumsprechen würden.

Hallo Dichter, das Werk von Canetti heißt "Masse und Macht". Ein bisschen mehr Sorgfalt wäre gut.