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Falling City Berlin (II): `Niemand ist hier mehr sicher´ - schwuler Gast von Kellner beleidigt und angegriffen

Falling City Berlin (II):

`Niemand ist hier mehr sicher´ - schwuler Gast von Kellner beleidigt und angegriffen


Berlin ist so schn kunterbunt. Und Kreuzberg ist mit am kunterbuntesten. Das bekam jetzt auch ein schwuler Gast eines Restaurants zu sphren im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Berliner Tagesspiegel berichtet über die interkulturelle Begegnung der besonderen Art zwischen dem Gast und dem Kellner:

In einem Facebook-Post schilderte der 37-jährige Gast die Ereignisse. Am vergangenen Samstag habe er mit einem Freund das Restaurant in der Adalbertstraße 93 besucht. Auf Arabisch habe er um ein Sandwich ohne Gewürzgurken gebeten, daraufhin aber ein Brot erhalten, das ausschließlich mit Gurken belegt worden war. Auf die Bitte um ein neues Sandwich habe der Kellner aggressiv reagiert und ihn aufgefordert, das Restaurant zu verlassen. Zudem habe der Mitarbeiter ihn als unmännlich beleidigt und gesagt, er würde den Mann daher nicht bedienen wollen.

Als der Kunde unbotmäßig drohte, die Polizei zu rufen, seien die Beleidigungen noch massiver geworden – woraufhin er das Lokal verlies. Damit endet die Begegnung allerdings nicht – der Kellner, wahrscheinlich ob der Anwesenheit bzw. bloßen Existenz eines mutmaßlich homosexuellen Mannes emüört, beleidigt und gedemütigt, verfolgte den Mann und griff ihn, so die Aussage des Opfers, auf offener Straße an und verletzte ihn dabei.

Der Tagesspiegel berichtet weiter:

Während der Attacke habe der Freund des Angegriffenen versucht, den Kellner von seinem Begleiter abzubringen. Auch zwei Passanten hätten dabei geholfen, während andere Personen unbeteiligt zugesehen hätten. Als die Polizei bereits alarmiert war, habe der Maroush-Mitarbeiter weiterhin gedroht, den Verletzten anzugreifen, schrieb dieser weiter.

Der Besitzer des Restaurants weist indes sämtliche Vorwürfe weit zurück und stellt den Vorfall völlig anders dar. Der Kunde soll u.a. den Kellner gekränkt haben, indem er sexuelle Beleidigungen gegen dessen vferstorbene Mutter ausgesprochen habe. Die Hintergründe und der Ablauf des Vorfalls müssen nun von der Polizei geklärt werden – zumal der betroffene Gast Fotos auf Facebook veröffentlicht hat, die seine erlittenen Verletzungen zeigen sollen und auch Zeugen benannt hat.

 

Symbolbild: Oranienplatz in Berrlin-Kreuzberg


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Fridolin freudenfett [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]


Samstag, 22 Juni 2019