Wird auch moslemischer Judenhass statistik-verzerrrend dem rechten Spektrum zugeordnet?

Wird auch moslemischer Judenhass statistik-verzerrrend dem rechten Spektrum zugeordnet?


Die Zweifel an der Zuverlässigkeit der Statistiken zu antisemitischen Straftaten werden lauter.

Von Stefan Frank (Audiatur)

Dass Antisemitismus und antisemitische Straftaten in Europa ein gravierendes gesellschaftliches Problem sind, wird von kaum jemandem bestritten. Wer aber sind die Täter, welchen Tätergruppen lassen sie sich zuordnen? Darüber herrscht unter Experten, Politikern und von Antisemitismus Betroffenen offenbar keine Einigkeit.

Die Aussagekraft der Polizeistatistik leidet darunter, dass viele Taten gar nicht zur Anzeige gebracht werden – oder aber keine Rückschlüsse darüber möglich sind, ob es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten, Linksextremisten, Muslime oder andere handelt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es keine Zeugen gibt, die die Tat beobachtet haben. Bei sogenannten Propagandadelikten wie Wandschmierereien wird häufig kein Täter ermittelt, was eine Zuordnung zu einer Tätergruppe schwierig macht. Häufig kann man nur spekulieren. So wie bei einem Fall in Hannover, der sich vor wenigen Tagen ereignete und über den die „Hannoversche Allgemeine“ (HAZ) berichtet:

Foto: "Hitlergruß" beim islamistischen "Qudsmarsch" in Berlin - solche Straftaten wurden mitunter in der polizeilichen Kriminalstatistik dem Bereich "Rechtsextremismus" zugeordnet, nicht dem Bereich "Islamismus".


Autor: Jüdische Rundschau
Bild Quelle: H. Raak / haOlam.de


Mittwoch, 10 Juli 2019