Knobloch:`Verquickung von Andeutungen, Gerüchten und Hörensagen´

Knobloch:`Verquickung von Andeutungen, Gerüchten und Hörensagen´


Am vergangenen Wochenende veröffentlichte der SPIEGEL einen Artikel mit dem Titel `Gezielte Kampagne´, der sich mit der angeblichen Beeinflussung der deutschen Nahostpolitik durch proisraelische Vereine befasste.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu:

„In einer Verquickung von Andeutungen, Gerüchten und Hörensagen zeichnen die Autoren des SPIEGEL ohne Belege das Bild einer proisraelischen Interessenorganisation, die offenbar nicht trotz, sondern gerade aufgrund ihrer geringen Größe besonders gefährlich sein soll. Von der angeblichen proisraelischen Einflussnahme einiger weniger jüdischer Akteure und der Implikation des ‚jüdischen Geldes‘ ist es bis zur ‚jüdischen Lobby‘ des klassischen Antisemitismus kein weiter Weg mehr.“

Knobloch verwies darauf, dass gerade die Medien in einer besonderen Verantwortung stünden: „In Zeiten, da sämtliche Statistiken einen Anstieg des Antisemitismus zeigen, da die jüdische Gemeinschaft so verunsichert ist wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik und da man keine Zeitung und kein Magazin mehr aufschlagen kann, ohne von antijüdischen Vorfällen zu lesen, ist es unverantwortlich, mit einem so tendenziösen Text die Stimmung weiter aufzuheizen.“


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Montag, 15 Juli 2019