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Bauhaus in der Black Box

Bauhaus in der Black Box

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Kanzlerin eröffnet Museum in Dessau

 Bauhaus in der Black Box

Möbel, Textilien, Lampen - und noch sehr viel mehr: Insgesamt rund 49.000 Objekte umfasst die Sammlung der Stiftung Bauhaus in Dessau. Sie ist von nun an in einem neu gebauten Museum in der Dessauer Innenstadt zu sehen. Kanzlerin Merkel hat es mit einem Festakt am Sonntag eröffnet.

Raus aus der Enge am Rande der Stadt, rein in die großzügigen Räume im Stadtpark: Hinter der dunklen Glasfassade des neuen Bauhaus Museums in Dessau (Sachsen-Anhalt) findet nicht nur die opulente Sammlung mehr Platz. Der Quader mit insgesamt 3.500 Quadratmetern Nutzfläche gibt auch der ureigensten Idee des Bauhauses ganz neuen Spielraum: dem Experimentieren, Ausprobieren und Entdecken.

"Wir teilen das Anliegen, das vielgestaltige Erbe des Bauhauses zu bewahren und die bahnbrechenden Ideen zu vermitteln", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung des neuen Museums in Dessau. Auch 100 Jahre nach der Gründung sei die Faszination des Projektes Bauhaus noch immer spürbar. Bauhaus-Ideen, Bauhaus-Architektur, Bauhaus-Kunst und -Design beeinflussten bis heute, wie wir bauen, wohnen und gestalten.

Auch in ihrem aktuellen Video-Podcast betont die Kanzlerin die prägende Kraft, die das Bauhaus für das 20. Jahrhundert entfaltet hat: "Welt neu denken, Lebenswelten neu gestalten, aus allen Kunstrichtungen Impulse hineinnehmen."

Neues geistiges Kraftfeld

Die feierliche Eröffnung war einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag der weltberühmten Designschule. An den Baukosten in Höhe von 28 Millionen Euro beteiligte sich der Bund zur Hälfte. Die Summe von 14 Millionen Euro stellte die Staatsministerin für Kultur und Medien aus ihrem Etat zur Verfügung - mit gutem Grund, wie Monika Grütters vor der Eröffnung erklärte: "Endlich sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, den Dessauer Sammlungsschatz der nationalen und internationalen Öffentlichkeit umfassend präsentieren zu können."  Die Stiftung bekomme großzügige neue Räume, die Innenstadt Dessaus ein neues geistiges Kraftfeld.

Hinzu kommen weitere Neubauten in Weimar und Berlin, an denen sich der Bund ebenfalls in beträchtlichem Umfang beteiligt hat. Bereits im April 2019 hatte das Bauhaus Museum in Weimar eröffnet und das Berliner Bauhaus-Archiv feierte im Juni 2019 den ersten Spatenstich für einen Neubau.

Versuchsstätte Bauhaus

Im Erdgeschoss des neuen Museums in Dessau befindet sich ein Forum für Tanzveranstaltungen, Konzerte, Theater oder Gespräche. Während der Öffnungszeiten ist es für jedermann frei zugänglich. Das Obergeschoss ist weniger eine vollständige Etage, denn ein schwebender schwarzer Raum, auch Black Box genannt. Dort werden von nun an gut 1.000 Objekte der opulenten Bauhaus Sammlung in der Dauerausstellung "Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung" gezeigt.

Das eigentliche, von Walter Gropius entworfene Bauhaus Dessau bot für einen solchen Ausstellungsbetrieb mit knapp 600 Quadratmetern deutlich zu wenig Platz. Mit einer Nutzfläche von 3.500 Quadratmetern bietet der Museumsneubau erstmals geeignete Räume für eine umfassende öffentliche Präsentation der weltweit zweitgrößten Bauhaus-Sammlung. Deren Anfänge - auch davon erzählt die Ausstellung - gehen auf das 50. Jubiläum des Bauhauses zurück, als die Stadt Dessau für 145.000 Mark ein erstes Konvolut mit 148 Objekten von einer Leipziger Galerie ankaufte.

Die Jahre in Dessau zwischen 1925 und 1932 gelten als Blütezeit des Bauhauses. Gegründet wurde es 1919 in Weimar, musste dort jedoch bereits 1933 auf Druck der Nationalsozialisten schließen. Sowohl die Bauhausschule in Dessau als auch die umliegenden Meisterhäuser sowie die Siedlung Törten gehören zum Unesco-Welterbe.

Ein Stück Erlebnisarchitektur

Das Gebäude ist an sich schon ein Stück Erlebnisarchitektur: Große verschiebbare Glaspaneele ermöglichen ein Spiel mit dem einfallenden Licht. Eine große gelbe Stufenkonstruktion aus Holz bietet eine Bühne für Diskussionsveranstaltungen, Vorträge und anderweitige Begegnungen - und in Zeiten, in denen von alldem gerade nichts ansteht, wirkt sie als erhabene Kunstskulptur für sich, umrahmt von Glas und Beton.

Zum Architekturerlebnis wird das neue Museum in den Räumen des oberen Ausstellungsriegels. In 14 Kapiteln tauchen die Besucherinnen und Besucher ein in die Gedankenwelt des neuen Bauens, das die Bauhäusler seinerzeit entwickelten als sie alles Bisherige infrage stellten und mit Farben, Formen und Materialien experimentierten. Daraus entstanden sind unter anderem unzählige Gebrauchsgegenstände wie Marcel Breuers Stahlrohrsessel oder Marianne Brandts Teekännchen, die nun zusammen mit den vielen bekannten und weniger bekannten Sammlungsobjekten entdeckt werden können.

Erbaut wurde das neue Museum nach den Plänen des spanischen Architekturbüros Gonzáles Hinz Zabala. Dessen Entwurf hatte sich in einem internationalen Architektenwettbewerb unter 831 Einreichungen durchgesetzt. Baubeginn war im Jahr 2017.


Autor: Bundesregierung
Bild Quelle: Bundesregierung/Bergmann


Sonntag, 08 September 2019







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