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Beten mit dem Ministerpräsidenten: Nur für Mitglieder und Ehrengäste

Beten mit dem Ministerpräsidenten: Nur für Mitglieder und Ehrengäste


Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hat gestern diese Einladung verschickt:

Sehr geehrte Gemeindemitglieder,

wie Sie bereits wissen, ist der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder nach den jüngsten antisemitischen Übergriffen mit dem Wunsch an uns herangetreten, in diesen unsicheren Zeiten ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft zu setzen. Daher findet am kommenden Montag, den 16. September, um 16 Uhr in der Hauptsynagoge ein gemeinsames Gebet unter Beteiligung des Ministerpräsidenten statt.

Dazu darf ich Sie auf diesem Wege nochmals sehr herzlich einladen.

Im Anschluss an das Gebet bitten wir zu einem nichtöffentlichen Empfang im Hubert-Burda-Saal, zu dem ausschließlich Mitglieder der Gemeinde und geladene Ehrengäste Zutritt haben. Auch hierbei wird der Ministerpräsident zugegen sein.

Jeder Einzelne kann mit seiner Anwesenheit einen Beitrag dazu leisten, die Initiative des Ministerpräsidenten für ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus zu unterstützen. 

Bitte beachten Sie, dass das Gebet live im Fernsehen auf ARD-alpha sowie per Livestream im Internet übertragen wird. 

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Charlotte Knobloch

Henryk M. Broder kommentiert hierzu:

So kommt der Kampf gegen den Antisemitismus einen guten Schritt voran. Der bayerische Ministerpräsident setzt in diesen unsicheren Zeiten ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft. Er tut es in der Synagoge, nicht etwa in einer Kirche, einer Moschee oder auf einem Fußballplatz. Die Ursache des Antisemitismus sind die Juden. Gut, dass wir uns da einig sind.


Autor: Henryk M. Broder:
Bild Quelle: EPP - Flickr , CC BY 2.0 via Wikimedia Commons


Freitag, 13 September 2019