Deutschland Antisemitismus Islamismus Corona Sicherheit Gewalt Medien Nahost Spiegel Iran Israel Lockdown Angst Bundesregierung Coronavirus
Berlin: Bunt, tolerant, weltoffen und nett zu Antisemiten

Berlin: Bunt, tolerant, weltoffen und nett zu Antisemiten


Heute ist Samstag, der 28. September. Vor drei Tagen fand in Berlin etwas statt, das Andrea Seibel in der Welt `eine Schande für das einst großartige Berlin´ nannte: Während vor dem Brandenburger Tor, in Sichweite des Holocaust-Mahnmals, Antisemiten und Israelhasser eine Party feierten, wurden `Demonstranten, die Schilder Kein Platz für Antisemitismus trugen, von der Polizei gemaßregelt´.

Berlin: Bunt, tolerant, weltoffen und nett zu Antisemiten

Von Henryk M. Broder

Nicht der Antisemiten-Auflauf wurde verhindert, sondern eine kleine Gegendemo, die als „Provokation“ eingestuft wurde. Ja, det is Berlin! Wo kämen wir denn hin, wenn man das friedliche Treiben von Leuten, die Tel Aviv wegbomben wollen, stören dürfte?

Wie es der Zufall will, fand zur selben Zeit eine „Podiumsdiskussion" im Charlottenburger Rathaus über das Thema „ANTISEMITISMUS: IMMER MEHR – IMMER AGGRESSIVER – WAS TUN?" statt, zu der der „Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V“. und die „Jüdische Gemeinde zu Berlin“ herzlich eingeladen hatten. Ein weiterer Beleg dafür, wie bunt, tolerant und weltoffen die Stadt Berlin ist, die Juden und Judenhasser gleichermaßen willkommen heißt.

Man könnte annehmen, dass die bewährte Toleranzpolitik des Berliner Senats die üblichen Betroffenen – also die Jüdische Gemeinde, den Zentralrat der Juden, die christlich-jüdische und die deutsch-israelische Gesellschaft – diesmal alarmiert hätte. Hat sie aber nicht. Ein paar Tage vor dem Berlin-Marathon wollte man dem Ruf der Stadt keinen Schaden zufügen. Anfragen bei dem Präsidenten des Zentralrates und der Berliner Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement blieben unbeantwortet. Josef Schuster bereitet sich auf das Neue Jahr vor und Sawsan Chebli überlegt, ob sie sich eine neue Rolex oder lieber einen Thermomix de luxe mit Platin-Griffen kaufen soll. 

Aber am 9. November werden alle wieder dabei sein, die Heuchler und Heuchlerinnen, vorneweg die Regierende Schlaftablette, um sich gegenseitig zu versichern, dass „so etwas“ nie wieder passieren darf.

 

Erstveröffentlicht bei der Achse des Guten - Zweitveröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors. / Foto: Das Brandenburger Tor in Berlin in SWichtweite zum Holocaustmahnmal ist Teil der Partymeile für Antisemiten.


Autor: Henryk M. Broder:
Bild Quelle: Foto: Molgreen, gezeigtes Werk: Manaf Halbouni [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]


Samstag, 28 September 2019

***

Wir benötigen Ihre Spende
für den Betrieb von haOlam.de

für 2020 fallen kosten von 7400€ an, davon haben wir bereits von Ihnen als Spende 18% erhalten.

18%

Stärken Sie eine Stimme der Wahrheit – Unterstützen Sie die Journalistische Arbeit von haOlam.de!

Spenden an den gemeinnützigen Trägerverein von haOlam.de können von der Steuer abgesetzt werden.

Wir bedanken uns bei allen Spendern für die Unterstützung!

Spenden via PayPal