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Deutschland lässt den Antisemitismus erneut aufblühen

Deutschland lässt den Antisemitismus erneut aufblühen


Deutschland, das Land, das sein Bestes gab, um das jüdische Volk auszulöschen, versprach in den 1950-er Jahren seine Energie dem Heilen dieser furchtbaren Wunde zu widmen. Doch in den letzten Jahren hat es zugesehen, als Hass auf Juden und Israel zugenommen hat.

Von Fiamma Nirenstein, Israel haYom

Während ich in Jerusalem diese Zeilen schreibe, ist Yom Kippur gerade zu Ende gegangen. Gerade haben uns die Nachrichten erreicht, dass in Halle während des Feiertags eine Synagoge angegriffen wurde und dass zwei Menschen getötet wurden.

Nach Angaben der Medienberichte versuchte der Angreifer, volle 27 Jahre alt und ein Neonazi, gewaltsam in die Synagoge einzudringen und die Menschen drinnen zu massakrieren. Während ich das schreibe, sind keine weiteren Details bekannt. Aber obwohl viel zu dem Anschlag unklar bleib, ist eins gewiss: Dieses Verbrechen ereignete sich in dem Land mit der weltweit größten Verpflichtung den Antisemitismus auszumerzen.

Allein in den ersten Monaten dieses Jahres gab es 400 antisemitische Vorfälle, die in dem Land angezeigt wurden.

Deutschlands fatales Rendezvous von Mittwoch wurde durch die 77% Deutschen möglich gemacht, die glauben, es sei angemessen, die Verbrechen des Landes zu vergessen. Diese Vergesslichkeit hat es der herrenmenschlichen Nazi-Ideologie erlaubt wieder aufzuerstehen. Sie ist auch das, was es möglich gemacht hat, neben einer enormen Vielzahl an islamischen Immigranten gut organisierten, aber vorsätzlich ignorierten Judenhass ins Land zu bringen. Ironischerweise hat Deutschland das getan, um seinen Geist der Großzügigkeit, Toleranz und Brüderlichkeit zu demonstrieren.

Sie sehen, wie ein Paradox das Schicksal einer Nation bestimmt, die von sich selbst glaubt die Mutter der philosophischen Logik zu sein.

Felix Kelin, der Antisemitismus-Beauftragte der deutschen Regierung, veröffentlichte letzten Mai einen Artikel, in dem er erklärte, der sei „extrem besorgt wegen des Anstiegs des antijüdischen Hasses in Deutschland“. Doch seine Regierung stimmt – immer, ohne Ausnahme – gegen Israel, sowohl bei den Vereinten Nationen als auch in der EU.

Zusätzlich setzt Deutschland die diplomatischen Beziehungen zu Israel aus, wann immer Israels Politik in den „Gebieten“ nicht mit Deutschlands Wünschen übereinstimm^t. Das passierte zuletzt 2017, als Deutschland das Recht geltend machte Israelis Sicherheitspolitik zu beurteilen und den jüdischen Staat öffentlich zu verurteilen, seine angeblichen moralischen Defizite zu kritisieren und ständige Bezüge zu „Verhältnismäßigkeit“ vorzunehmen.

Noch schlimmer ist: Es hat öffentliches Zeigen mörderischen Hasses zugelassen, so als bei einer Demonstration auf den Straßen Berlins, organisiert von der libanesisch-schiitischen Terrororganisation Hisbollah, „Tod Israel! Und „Tod den Juden!“ skandiert wurde.

Klein hat gesagt, „manchmal gründet Hass auf Juden auf einer radikalen rechten Vision und andere Male entspringt er muslimischem Hass“, außerdem: „Oft entstammt er linker Ideologie, die von einem offensichtlichen globalem Humanismus charakterisiert ist. Aber jedes Mal ist das Bild, das herauskommt, dasselbe: der Jude.“

Nach Angaben einer Studie in Bayern glauben 50% der Immigranten in Deutschland, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt – und genauso denken zwischen 15% und 25% der Deutschen. Das ist das für den Holocaust verantwortliche Land, von dem mehr als 1,5 Millionen jüdischer Kinder ermordet wurden.

Deutschland hat dem Antisemitismus überall erlaubt zu gedeihen: in seinen Städten, Schulen, Massenmedien, in der Politik auf den Straßen und in Institutionen sowie in den Vororten, in denen Immigranten leben. Dieser beschämende, uralte Hass wird von Ideologien genährt, die Deutschland als erstes identifizieren und bekämpfen sollte.

Der deutsche Bundestag unternahm einen sehr positiven Schritt, als er die BDS-Bewegung als antisemitisch verurteilte; aber er hat noch nicht einmal ansatzweise genug getan.

Die steigende Flut treibt Deutschland in ein fatales Treffen mit der Vergangenheit. Es wird harte Arbeit, Achtsamkeit und jede Menge mehr Aufrichtigkeit brauchen, ebenso weniger Phrasendrescherei, um das Thema seriös anzugehen.

Und nicht nur in Deutschland.

Während dieser Yom Kippur endet und Juden in Israel und im Ausland aus den jeweiligen Synagogen nach Hause zurückkehren, hat die Welt die Pflicht sie zu schützen – mit Taten und nicht nur mit Worten – während ihr Nationalstaat, der kollektive Jude, grausam belagert, angegriffen und erfundener Verbrechen beschuldigt wird.

 

Übersetzt von Heplev - Foto: Aufmarsch von Islamisten zum antisemitischen "Quds-Tag" in Berlin


Autor: Heplev
Bild Quelle: H. Raak / haOlam.de


Freitag, 18 Oktober 2019









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