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Wie die Antifa die Entnazifizierung vollendet

Wie die Antifa die Entnazifizierung vollendet

Wie die Antifa die Entnazifizierung vollendet


Als ich im Sommer 1990 nach Berlin kam, war die Mauer schon gefallen, die DDR aber noch nicht dem Geltungsbereich des Grundgesetzes, also der Bundesrepublik in den Grenzen von 1949, beigetreten.

Wie die Antifa die Entnazifizierung vollendet

Von Henryk M. Broder

Dass dies passieren würde, war ausgemachte Sache; unter welchen Bedingungen und Umständen, darüber wurde noch verhandelt. Der erste Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden, die Deutsche Demokratische Republik, war noch nicht Geschichte, aber schon ein Fall für die Abwickler. Und in Berlin, vor allem Ost-Berlin, der Immer-noch-Hauptstadt der DDR, hatte die Anarchie Einzug gehalten.

Man konnte mit einem westdeutschen Kennzeichen Einbahnstraßen gegen die vorgeschriebene Richtung befahren, ohne dass ein ostdeutscher Volkspolizist es gewagt hätte, einen anzuhalten. Für eine D-Mark gab es auf dem Schwarzmarkt fünf bis zehn Mark der DDR, und so konnte sich jeder Westberliner einen Besuch in einem der besseren Lokale in Ostberlin leisten, wie z.B. im „Gastmahl des Meeres“ am Alexanderplatz, wo zu DDR-Zeiten die Nomenklatura gerne einkehrte.

Jeder Ausflug in den Ostteil der Stadt oder in das Umland war ein kleines Abenteuer. Man lernte Land und Leute kennen, auch solche, die den Fall der Mauer nicht als einen Glücksfall der Geschichte, sondern als eine persönliche Kränkung empfanden. Unvergessen die Kellnerin in einem volkseigenen Restaurant, die auf die Frage eines Besuchers, ob er die volkseigene Toilette benutzen dürfe, antwortete: „Heben Sie sich das mal für zuhause auf.“

Kaffee und Kuchen 

Aber auch Westberlin, damals noch nicht Hauptstadt der BRD, hatte einiges zu bieten. Findige Kleinunternehmer, die Touren durch den Ostberliner Untergrund organisierten, mit Kaffee und Kuchen bei SED-Funktionären a.D., Bürgerrechtlern und Stasiopfern – nach Belieben. 

Worüber ich am meisten staunte, waren Parolen, die auf vielen Häuserwänden zu lesen waren: „Nie wieder Deutschland!“ und „Kein 4. Reich!“ Mit dem Ende der DDR wachte die westdeutsche „Antifa“-Bewegung aus einem Dämmerschlaf auf, den sie bis dahin nur einmal im Jahr unterbrach, um bei Ostermärschen gegen Kapitalismus, Kolonialismus, Imperialismus und Faschismus zu demonstrieren. Nun war der Ernstfall da.

Nicht nur die Wähler der DKP, die Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und Anhänger anderer Gruppen, die am Tropf der DDR hingen, trauerten um die DDR, auch bürgerliche Intellektuelle wie Stefan Heym im Osten und Günter Grass im Westen, sahen plötzlich das Vierte Reich hinterm Horizont aufziehen.

Heym, der nach dem Krieg als US-Offizier nach Deutschland zurückgekehrt war, trat als parteiloser Kandidat auf der Liste der PDS, der Nachfolgepartei der SED, an und gewann ein Direktmandat für den Bundestag. Grass, ein Freund und Wahlhelfer von Willy Brandt, nannte die DDR eine „kommode Diktatur“ und befand, die deutsche Teilung müsse als „Strafe für Auschwitz“ bestehen bleiben. Das tat seinem Ruf als das „Gewissen der Nation“ keinen Abbruch, erst als viele Jahre später bekannt wurde, dass er als junger Mann in die Waffen-SS eingetreten war, bekam das Denkmal, das er zu Lebzeiten geworden war, einige Risse.

Widerstand außer Rand und Band

Ich lernte damals einen älteren Kollegen kennen, der in der Bonner Republik zum Stammpersonal des „Frühschoppens“ unter Werner Höfer gehörte: Johannes Gross, Journalist und Meinungsmacher, Chefredakteur der Deutschen Welle, Schachspieler und Autor zahlreicher Bücher über Deutschland und die Deutschen, ein gebildeter, konservativer Liberaler mit viel Sinn für Absurdes. Eines Tages hörte ich ihn sagen: „Ist es nicht erstaunlich? Je länger das Dritte Reich tot ist, umso heftiger wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen.“

Das ist jetzt 30 Jahre her. Was würde Johannes Gross, der 1999 starb, heute sagen? Mit dem ihm eigenen Humor vermutlich: „Verdammt, mir wäre es lieber, ich hätte nicht recht behalten.“

So viel „Antifa“ wie heute gab es noch nie. So viele „Faschisten“ und „Nazis“ auch nicht. Denn so gut wie jeder, der nicht mit den Ansichten der „Antifa“ übereinstimmt – „kein Mensch ist illegal“ –, der meint, dass ein Staat in der Lage sein müsste, seine Grenzen zu schützen, der die Massenzuwanderung nicht für einen Segen hält und die Europabegeisterung der kulturellen Eliten nicht teilt, der wird automatisch zu einem „Nazi“ und „Faschisten“ erklärt.

Der deutsche Staat seinerseits hat den „Kampf gegen rechts“ an Bürgerinitiativen und NGOs ausgelagert, die sich „tagtäglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander“ einsetzen. Im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ werden so über 100 Millionen Euro an Subunternehmer ausgeschüttet. 

Man könnte auch von einer Arbeitsteilung sprechen. Während die staatlichen Agenturen „Radikalisierungsprävention“ anbieten und das „Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft“ fördern, entscheidet die „Antifa“, wer Lesungen und Vorlesungen halten darf. 

Wir beugen uns der Gewalt

Thilo Sarrazin steht ebenso auf der Schwarzen Liste wie der Ökonom und Mitgründer der AfD Bernd Lucke, der die AfD längst verlassen und sich von ihr distanziert hat. Nicht einmal ein so biederer und um Ausgleich bemühter Politiker wie Thomas de Maizière kann sich noch in die Öffentlichkeit wagen. Als er vor kurzem im Göttinger Rathaus sein neues Buch vorstellen wollte, haben linke Aktivisten die Lesung mit Gewalt verhindert. Der Veranstalter erklärte gegenüber der Lokalzeitung: „Die Polizei hält es für zu gefährlich, wir müssen uns der Gewalt beugen.“

Das ist keine Szene aus einem dystopischen Roman, das ist Deutschland heute. Der Geschäftsführer der hessischen Filmförderung, Hans Joachim Mendig, wurde gefeuert, nachdem er sich mit dem Vorsitzenden der AfD, Jörg Meuthen, zu einem Mittagessen getroffen hatte. Über 300 „Filmschaffende“, darunter die bekannte Antifa-Aktivistin Iris Berben, hatten gedroht, ihre Zusammenarbeit mit der hessischen Filmförderung einzustellen, das heißt, kein Geld anzunehmen, falls Mendig nicht gefeuert werde. 

Die Liste solcher Fälle und Vorfälle ist lang und wird täglich länger. Dabei geht es nicht um die alten und die jungen Nazis, die es tatsächlich gibt und die mit der Parole „Israel ist unser Unglück“ auf die Straße gehen, was die zuständige Staatsanwaltschaft für unbedenklich erklärt. Es geht um etwas anderes.

Wenn Leute wie Sarrazin und Lucke, Mendig und de Maizière, ja: auch Meuthen und Höcke, wenn die alle Nazis und Faschisten sind, was waren dann die Nazis, die von 1933 bis 1945 Deutschland regiert und halb Europa verwüstet haben? Das ist die Frage der Fragen, die im Hintergrund wabert. Und die Antwort lautet: Eine ziemlich harmlose Truppe. So wird das Dritte Reich bagatellisiert, tatsächlich zu einem „Vogelschiss“ runtergestuft. Opa und Oma werden rehabilitiert, der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt.

Und so vollendet ausgerechnet die Antifa die Entnazifizierung. 

 

Zuerst erschienen in der Zürcher Weltwche und der Achse des Guten - Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.


Autor: Henryk M. Broder
Bild Quelle: HerrAdams CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons


Mittwoch, 06 November 2019






Wie heißt es doch in dem kleinen Liedchen "Wir sind alle kleine Sünderlein, es war immer so, es war immer so". Tja wenn wir alle "Kleine Sünderlein" sind dann fallen die etwas größeren Sünder halt nicht so auf.

„Eine familiäre Entnazifizierung“ auch bei Antifa ? Der von USA in Bayern 1945 eingesetzte amerikanische Demokratisierungs Professor Pollok sagte zu dem ebenfalls von USA eingesetzten Bayerischen Ministerpräsidenten Högner: „Herr Ministerpräsident bevor Sie neu beginnen müssen Sie die Verwaltung völlig neu aufbauen, denn diese war zum größten Teil schuld an den Verbrechen der Dritten Reiches.“ Högner nahm den Rat nicht an. Die Fachkenntnisse von Gewissenlosen war bei Högner gefragt. Das müssen sich jetzt alle, täglich dreimal in Erinnerung bringen und fragen, war ein Etappenhengst oder gar eine Herde derartiger brauner in der Familie? War einer, der über den lustigen Stellungswechsel 1943 jubilierte, in der Familie? Ja, solche brauchte man auch nach 1945. Da kann der Bubi auch noch Bürgermeister der Hauptstadt der Bewegung werden. Da braucht man keinen Arzt oder Apotheker fragen und auch nicht die SZ, da ist familiäre Gewissenserforschung angesagt, nur diese kann uns befreien. Weiter müssen Sie sich alle selbst fragen, war ein Kriegsgewinnler in meiner Familie? Das ist leicht festzustellen. Besaß die Familie vor 1933 dies und das, nach 1945 war der familiäre Besitz dies und jenes, da ist persönliche Ehrlichkeit gefragt, das Grundbuch hilft. Bitte rechnen Sie auch den Anstieg von Titel und gesellschaftlicher Würde und Ansehen mit zu dem Gewinn. Denn von Opa, Papa, Oma, Mama war das Höchste oft der ausgestreckte Arm und nicht der Geist, das ist traurig. Fotoalben der Familie helfen dabei. Und die guten kleinen Kinder können dann fragen und das Wissen in Sachen Familiengeschichte erweitern. Es muss sein, auch wenn es weh tut. Dagegen zeigt ein Gefreiter von der Ostfront, oder ein an Rachitis erkranktes Mitglied der Familie, die Nicht-NS-Parteinähe der Familie. Sollte über ein Familienmitglied ein Disziplinarverfahren ergangen sein oder gar Gefängnisstrafe, so ist das sehr positiv zu bewerten. Sollte aber ein Schriftsteller in der Familie sein, so sollte man bitte lesen, was da auf das Papier gebracht wurde. Eine familiäre Entnazifizierung tut Not in Deutschland, helfen Sie mit Deutschland ehrlicher zu machen. Durch diese familiäre Gewissenserforschung lernt man Nazis erkennen und hört auf über Nazis zu schreien. Besonders gefährlich ist eine plötzliche Besitzvergrößerung auch nach 1945 durch Persilscheinausstellung. Helft alle mit, dass diese dunkle Zeit wirklich von Anfang bis Ende aufgearbeitet wird. Lasst Licht in die Dunkelheit, schaut nicht über den Zaun, das Schreckliche ist sehr oft im eigenen Umfeld. Der silberne Leuchter, die schöne Vase, das tolle Besteck, der edle Schmuck das teure Bild, keiner will wissen woher sie stammen. Der Erwerber könnte ein Kreishauptmann aus der Familie gewesen sein dessen blutrünstige Taten keiner kennen will, zum Beispiel in Lemberg. Versuchen Sie bitte diese Anleitung gegen Nationalismus und Antisemitismus in dem deutschen Eichenblätterwald unterzubringen, danke. Ich bin gerne bereit Antifa Freunden Hilfestellung zu geben bei der Bewältigung der familiären Entnazifizierung. Vertraulichkeit wird zugesichert für physische Schäden wird nicht gehaftet.

@1@2..Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen!Ich sag Euch was: Anitfa und Nazis in einen Sack stecken zubinden und mit einem Knüppel draufschlagen! Man trifft garantiert nicht den Falschen!

@3 Ja lieber Alex hau mir auch den Knüppel auf den Schädel, den ich ging auf Einladung vom Bund Naturschutz Vilshofen zu einer biologischen Waldbesichtigung, in einen vom Bayrischen Umweltminister Prämierten Wald und habe mir von einem Pferdeschwanz verzierten Förster sagen lassen der Wald wurde 1936 von der Familie Leeb gekauft. Doch es war das Geschenk von Adolf Hitler an den Generalfeldmarschall von Leeb und die Bayrische Regierung findet keine Unterlagen. Und Grüne die dabei waren erklärte ich später was Sache ist, die sagten dann: „des is uns Wurscht“ Leeb bedankte sich für den Wald: Während 1944 Sondergerichte Todesurteile im Fließbandverfahren aussprachen, traf bei Hitler ein Telegramm von Leebs ein. Der nun mit rund 900 000 Mark Beschenkte sprach »für die wunderbare Errettung vor dem ruchlosen Anschlag meine tiefstgefühlten Glückwünsche« aus. Ich würde gerne den Leebs bei der familiäre Entnazifizierung helfen und dem Pferdeschwanz verzierten Förster auch. Gut zu lesen: https://www.zeit.de/1997/14/_schlechthin_unwuerdig/komplettansicht?print=true Ich glaube ich habe den Schlag vom lieben Alex schon auf dem Kopf, mir ist schlecht.

@4Antonius.. Das ist schon so, der Humor stirbt zuletzt. keep smile!


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