Interview mit Israel haYom: Brandner (AfD) zum `Judaslohn´-Tweet [Video]

Interview mit Israel haYom:

Brandner (AfD) zum `Judaslohn´-Tweet [Video]


Diese Woche soll im Bundestag über die Absetzung von Stephan Brandner als Vorsitzender des Rechtsausschusses beraten werden, ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte des Bundestages.

Brandner (AfD) zum `Judaslohn´-Tweet [Video]

Von Collin McMahon

Brandner wird aufgrund des „#Judaslohn“-Tweets Antisemitismus vorgeworfen. Derweil berichten israelische Medien viel aufgeschlossener über das ehemalige CDU-Mitglied.

Die Zeitung „Israel Hayom“ brachte dieses Wochenende einen langen Bericht zum Mauerfall und zur Wahl in Thüringen, der kritisch aber ausgewogen über Themen wie Björn Höckes Worte der Entschuldigung zu seiner „Denkmal der Schande“-Rede und über den Amoklauf von Halle berichtete.

Reporter Eldad Beck sprach mit MdB Stephan Brandner zu den Vorwürfen gegen die AfD und den Sorgen vieler Israelis aufgrund rechtsextremer Tendenzen in Deutschland. Brandner bestreite jegliche Verbindung zwischen seiner Partei und Rechtsextremen bzw. Neonazis, so der Bericht. Nicht die AfD sei rechtsextrem, zitiert ihn Israel Hayom, die Politik in Deutschland habe sich „radikal nach links bewegt“, so Brandner: „Ich war schließlich früher in der CDU und habe meine Position seitdem überhaupt nicht geändert.“ Gleiches treffe zum Beispiel auf Ex-CDU-Mitglied Alexander Gauland zu.

„Wenn sich alle nach links bewegen, ist man plötzlich „rechts“, obwohl man sich eigentlich überhaupt nicht bewegt hat“, so Brandner. In den letzten Jahren sei der Begriff „Nazi“ von der politischen Linken in Deutschland inflationär verwendet worden. Wenn jemand heute als „Nazi“ bezeichnet werde, habe das „nichts mit den schrecklichen Dingen zu tun, die zwischen 1933 und 1945 passiert sind.“

Brandner wolle nicht leugnen, dass es auch Rechtsextreme in Deutschland gebe, so das Interview: „Ich kenne solche Leute nicht persönlich. Wir müssen jede Form von Extremismus bekämpfen“, so Brandner – „linke, rechte und islamische Terroristen.“ Nach seiner Erfahrung sei der Rechtsextremismus oder gar Rechtsterrorismus in Ostdeutschland nicht mehr ausgeprägt als im Westen:  „Für die Ermordung des Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke im Juni war ein Westdeutscher verantwortlich.“ Auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze gebe es Verrückte und auch Terror. Eine Ost-West-Teilung gebe es in diesem Zusammenhang nicht, so Brandner.

Brandner erkläre sich den Erfolg der AfD im Osten nicht mit rechtsextremen Tendenzen, so Israel Hayom, sondern mit der Enttäuschung der Menschen darüber, dass die Ziele, für die sie vor 30 Jahren auf die Straße gegangen seien, nicht verwirklicht wurden, insbesondere was z.B. Meinungsfreiheit anbelangt. „Wenn man sich heute im Deutschland z.B. migrationskritisch äußert, kann man seinen Job verlieren. Das sind dieselben alten Stasi-Methoden: Verunglimpfung, Zersetzung, Druck von den Vorgesetzten.“

Brandner wolle die aktuelle Situation in Deutschland nicht mir der DDR gleich setzen, so Israel Hayom, „aber wenn es um Meinungsfreiheit und Demokratie geht, entwickeln wir uns in eine ungesunde Richtung. Die Westdeutschen haben da keinen Bezug dazu. Die Menschen im Osten sind sensibler für diese Art von Unterdrückung, und ein größeres Misstrauen den Medien gegenüber. Deshalb stehen sie einer neuen Partei wie der AfD aufgeschlossener gegenüber.“

Stephan Brandner im Gespräch mit dem YouTuber Hyperion:

 


Autor: Collin McMahon
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Dienstag, 12 November 2019

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