Neue Künstliche Intelligenz-Projekte gehen an den Start

Neue Künstliche Intelligenz-Projekte gehen an den Start


Grütters: „Technologisch innovative Wege beschreiten“

Neue Künstliche Intelligenz-Projekte gehen an den Start

Mit insgesamt einer Million Euro wird die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) weitere innovative Projekte zur Förderung Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützen. Sie sind Teil der KI-Strategie der Bundesregierung, mit der die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von KI in Deutschland auf ein weltweit führendes Niveau gebracht werden sollen.

„Unsere KI-Projekte beschreiten technologisch neue Wege, treiben die Forschung und Entwicklung voran und greifen wichtige Themen aus dem Kultur- und Medienbereich auf. Sie zeichnen sich aber auch durch ihre hohe gesellschaftliche Bedeutung aus und sind deshalb wichtige Bausteine meiner Digitalisierungsoffensive“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

So wird zum Beispiel das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut IAIS ein KI-basiertes Verfahren zur Analyse der mehr als 1000 Interviews im Zeitzeugenportal (www.zeitzeugen-portal.de) entwickeln. Dabei soll eine neuartige KI-Anwendung zur Emotionserkennung erarbeitet werden, deren Algorithmen Gefühle wie Trauer, Freude, Ärger recherchierbar machen. Von den Ergebnissen könnten letztlich sowohl Nutzerinnen und Nutzer des Zeitzeugenportals als auch die historische Forschung profitieren. Für das Vorhaben ist eine Förderung bis zu 500.000 Euro vorgesehen.

Im Projekt „KI gegen Desinformation“ will die Deutsche Welle mithilfe eines KI-Moduls automatisiert Fehlinformationen und Propaganda identifizieren. Diese Methode soll auch bei Medientrainings (unter anderem bei der Deutsche Welle Akademie) und von jungen Journalistinnen und Journalisten weltweit genutzt werden. Für dieses Projekt ist eine Bundesförderung von rund 250.000 Euro geplant.

Auch zum Schutz beweglichen Kulturguts lässt sich maschinelles Lernen einsetzen. Das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie wird bei der Weiterentwicklung einer App für mobile Endgeräte unterstützt. Sie soll den Ermittlungs- und Kulturbehörden bei der Identifizierung archäologischer Kulturgüter helfen, die möglicherweise aus Raubgrabungen stammen. Der Bund beabsichtigt, das Projekt mit bis zu 250.000 Euro zu fördern.

Zusammen mit dem Sonderprogramm AUTONOM des Fonds Darstellende Künste e.V., das wegweisende Produktionen aus verschiedenen Feldern der Freien Darstellenden Künste fördert, werden damit nun bereits vier Maßnahmen der Kulturstaatsministerin mit Mitteln aus der Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung unterstützt.

„Gerade der Kultur- und Medienbereich leistet zur anspruchsvollen Weiterentwicklung der Technologie und zur fundierten öffentlichen Debatte über Künstliche Intelligenz einen wichtigen Beitrag“, sagte Grütters. „Deshalb freue ich mich, dass unsere Maßnahmen inzwischen fester Bestandteil der Gesamt-KI-Strategie der Bundesregierung sind.“


Autor: Bundesregierung
Bild Quelle: Olaf Kosinsky / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)


Montag, 09 März 2020

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