Bundesregierung lässt sich 50 Millionen Schutzmasken entgehen

Bundesregierung lässt sich 50 Millionen Schutzmasken entgehen


Es ist damit zu rechnen, dass nach den Osterfeiertagen eine wie auch immer geartete Schutzmasken-Tragepflicht kommen wird.

Bundesregierung lässt sich 50 Millionen Schutzmasken entgehen

Für viele steht fest, dass nicht zuletzt durch das verantwortungslose Handeln der Bundesregierung, bei weitem nicht genügend Gesichtsmasken für die Bevölkerung vorhanden sind, denn hier handelt sich es um einen Hygieneartikel, der nur einige Stunden getragen werden kann, bevor er entsorgt oder im Falle von Stoffmasken gewaschen werden muss. Welche Stückzahlen hier bei einer Bevölkerung von über 80 Millionen Menschen benötigt werden, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Die Nachfrage ist inzwischen so groß, dass gestern ein Transport mit Schutzmasken vom Flughafen Frankfurt am Main in das zentrale Ausrüstungslager des Bundes im thüringischen Städtchen Apfelstädt unter Polizeibegleitung erfolgt ist.

Der „Masken-Notstand“ treibt inzwischen solche Blüten, dass der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bei Markus Lanz mit dem abenteuerlichen Vorschlag aufwartete, die Bevölkerung solle sich aus Staubsauger-Beuteln selbst Gesichtsmasken basteln

Umso unverständlicher ist es, dass sich die Bundesregierung vor einer Woche die einmalige Gelegenheit entgehen ließ, von einer Firma in Hongkong 50 Millionen (!) Schutzmasken zu einem günstigen Preis zu kaufen. Der Hintergrund: Paul Hampel, der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion hatte das Angebot vermittelt.

Zum besseren Verständnis einige Details zu Paul Hampel, der seit 2017 für die AfD im Bundestag sitzt: Der Journalist war ab 1999 Parlamentskorrespondent im Gründungsteam des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin und von 2003 bis 2008 als Auslandskorrespondent Leiter des Südasien-Studios der ARD in Neu-Delhi. Er ist international bestens vernetzt und ihm wird nachgesagt, dass er einen guten Außenminister abgeben würde.

Über eine alte Geschäftsbeziehung in Hongkong erhielt Hampel ein Angebot über 50 Millionen Atemschutzmasken. Es handelte sich dabei teils um normalen medizinischen Mundschutz, teils um chirurgische Atemschutzmasken mit EU-Zertifizierung. Der Stückpreis: 33 bzw. 38 Cent pro Exemplar. Die Lieferung hätte binnen zwei Wochen erfolgen können.

Am Mittwoch, dem ersten April, informierte Hampel in einer Email Kanzleramtsminister Helge Braun über das Angebot. Nachdem der Geschäftspartner in Hongkong verständlicherweise nur zwei Tage Bedenkzeit eingeräumt hatte und Hampel auf seine Email-Anfrage keine definitive Antwort erhielt, fragte der AfD-Bundestagsabgeordnete noch zweimal telefonisch nach. Die lapidare Auskunft: Das Angebot werde geprüft.

Diese Prüfung ist übrigens bis heute noch nicht abgeschlossen, wie Hampel auf Anfrage von PI-NEWS gestern bestätigte. Allerdings hat der Deutschland wohlgesonnene Händler in Hongkong die Gesichtsmasken inzwischen anderweitig verkauft. An weltweiter Nachfrage mangelt es ja schließlich nicht.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot


Samstag, 11 April 2020

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