DGB begrüßt den hart errungenen Kompromiss der Koalition zur Kurzarbeit

DGB begrüßt den hart errungenen Kompromiss der Koalition zur Kurzarbeit


Angesichts des massiven Widerstands der Union und der Arbeitgeber sind die Ergebnisse zur Anhebung des Kurzarbeitergeldes (KUG) ein Erfolg, für den sich die Gewerkschaften in den letzten Wochen stark gemacht haben“, sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann am Donnerstag in Berlin.

DGB begrüßt den hart errungenen Kompromiss der Koalition zur Kurzarbeit

„Es ist gut, dass die Aufstockung für alle von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gilt, sofern die Arbeitszeit um mindestens 50 Prozent reduziert wird. Damit werden die Einkommensverluste der Beschäftigten in dieser schwierigen Zeit deutlich besser abgefedert. Lediglich ein Mindestkurzarbeitergeld, wie vom Arbeitnehmerflügel der Union vorgeschlagen, wäre für viele Facharbeiter keine Lösung gewesen. Ein Wermutstropfen ist für den DGB, dass die Erhöhung nicht bereits ab Mai erfolgt. Daher bleiben die Arbeitgeber weiterhin gefordert, ihren Beschäftigten – wie in vielen Tarifverträgen geregelt – einen Aufschlag auf mindestens 80 Prozent zu gewähren. Das ist nicht nur sozial gerecht, sondern auch wirtschaftlich vernünftig, denn es wird wesentlich zur Stabilisierung der Nachfrage beitragen.“

Richtig sei auch, dass die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes um drei Monate verlängert wird, so der DGB-Vorsitzende. Die Hilfen für  Schulen und Schüler beim digitalen Unterricht seien ebenfalls zu begrüßen. „Allerdings kann dies nur ein erster Schritt sein. Der Zustand der Schulen ist in einem so schlechten Zustand, dass gerade in Zeiten der Corona-Pandemie die hygienischen Sicherheitsbestimmungen nicht eingelöst werden können. Hier muss dringend rasch nachgebessert werden.“

Weiterhin brauchen wir dringend eine Lösung für Beschäftigte, die aufgrund fehlender Kinderbetreuung unter Verdienstausfällen leiden.

„Respekt gebührt auch der SPD, die diesen Kompromiss ermöglicht hat“, so der DGB-Chef.


Autor: DGB
Bild Quelle: Screenshot via DGB


Donnerstag, 23 April 2020

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