Erleuchtete Frauen in Zeiten der Pandemie

Erleuchtete Frauen in Zeiten der Pandemie


Obwohl die Zahl der Neuinfektionen rückläufig ist, Corona allmählich die Puste ausgeht - Grippeviren sind keine Sonnenanbeter; wenn es wärmer wird, machen sie schlapp -, obwohl das so ist, alle paar Jahre wieder, donnerte die deutsche Bundeskanzlerin dieser Tage: „Wir leben immer noch am Anfang der Pandemie.“

Erleuchtete Frauen in Zeiten der Pandemie

Von Thomas Rietzschel

Woher weiß sie das? Wie kommt sie darauf, dass es anders sein muss, als es ist? Und woher weiß eine andere, Merkels Gewährsfrau in Brüssel, dass es uns „viel teurer zu stehen kommen“ wird, wenn sich die EU jetzt nicht mit 750 Milliarden neu verschuldet? Sind die Frauen erleuchtet, mit der Vorsehung im Bunde? Oder kennen sie die Zukunft, weil sie Pläne verfolgen, von denen wir uns keine Vorstellung machen? Wer das annehmen wollte, würde sich allerdings schnell im Dickicht der Verschwörungstheorien verfangen. 

Das hat noch nie viel gebracht. Auf die wilden Vermutungen muss man nichts geben, einerseits. Andererseits verdanken sie sich nicht der puren Lust an der absurden Spekulation. Erst wenn sich das Handeln der Politiker rational nicht mehr nachvollziehen lässt, schießen die Verschwörungstheorien ins Kraut. Was der Vernunft, dem Common Sense, widerspricht, wird geheimnisvoll gedeutet.

Komplexe Zusammenhänge

Den Verdacht, dem sich die Politiker nun ausgesetzt sehen, haben sie aber selbst heraufbeschworen, indem sie dem Volk mit den Schrecken der Zukunft drohten, mit einer endlosen Pandemie oder einem Schuldenberg ohne Beispiel. 

Das mag für den Moment einschüchternd wirken. Auf Dauer indes kann die bloße Behauptung, allenfalls untermauert mit der eigenen „Überzeugung“, keine nachvollziehbare Erklärung ersetzen und schon gar nicht über die eigene Ratlosigkeit hinwegtäuschen. Mit dem wohlfeilen Verweis auf „komplexe Zusammenhänge“, die das Fassungsvermögen der einfachen Leute übersteigen, ist es irgendwann nicht mehr getan. Die fangen an, sich ihre eigenen Gedanken zu machen. Sie verfallen auf verrückte Ideen, weil sie der Verdacht beschleicht, die Majestäten könnten nackt sein, besser gesagt: hohl im Kopf. 

Arthur Schopenhauer, wahrlich kein Philosoph simpler Theorien, hat einmal gesagt, schwierige Zusammenhänge seien zwar nicht einfach, aber doch allemal verständlich zu erklären. Wer dazu nicht in der Lage ist und sich stattdessen auf die beschwörende Weissagung verlegt, weiß selbst nicht mehr, wovon er redet.

Die Kanzlerin warnt, das Volk feiert 

Wer wie Merkel, Macron und von der Leyen Schulden machen will, die noch Jahrzehnte nach dem eigenen Ableben nicht abzutragen sind, ist des Rechnens nicht fähig, kurzum: unzurechnungsfähig. Nicht zu reden von der Verwirrung einer Regierungschefin, die im Elfenbeinturm des Kanzleramtes vom „Anfang einer Pandemie“ phantasiert, deren Ende das Volk draußen vor der Tür genießt, immer öfter schon ohne Mundschutz. Dass die Erlösten das alle tun, ohne zu wissen, was sie tun, kann nur annehmen, wer sich von Corona um den Verstand bringen ließ. 

Noch wissen die Mediziner nicht, welche Spätfolgen die Ansteckung mit dem Virus nach sich ziehen mag. Ob die Lunge oder das Herz dauerhaft geschädigt werden, wird sich erst in Monaten, vielleicht Jahren erweisen. Bisher steht nur fest: In den höheren Sphären der Gesellschaft, in der Lufthoheit der Politik, hat Covid-19 zu einer infektiösen Ausbreitung des Wahnsinns geführt, grenzüberschreitend und in rasendem Tempo.

Da die Befallenen aber sonst keine Symptome aufweisen, geht es ihnen wie allen Verrückten, sie wissen nicht, dass sie es sind. Kein vernünftiger Zweifel beschränkt ihren Handlungsanspruch, weder den von Angela Merkel noch den der Frau von der Leyen. Wo das noch hinführt, mag man sich lieber nicht ausmalen. Denn: Wo die Welt aus den Fugen ist, „da werden Weiber zu Hyänen / Und treiben mit Entsetzen Scherz“. Nein, das hab ich mir nicht ausgedacht, nur bei Schiller abgeschrieben. 

 

Erstveröffentlicht bei der Achse des Guten


Autor: AchGut
Bild Quelle: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0 / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)


Mittwoch, 03 Juni 2020

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