Ist die israelische Sicherheit wirklich noch deutsche Staatsräson?

Ist die israelische Sicherheit wirklich noch deutsche Staatsräson?


Ein Gespräch mit Yonatan Shay über die deutsch-israelischen Beziehungen: Der 33-jährige Doktorand am Technion war Gesandter der Jewish Agency für Israel in Deutschland und organisierte im Juni eine Demonstration gegen Heiko Maas‘ Besuch in Jerusalem und die deutsche Unterstützung für anti-israelisches NGOs.

Ist die israelische Sicherheit wirklich noch deutsche Staatsräson?

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Herr Shay, Sie waren bis vor einigen Monaten Gesandter der Jewish Agency in München. Was war Ihre Motivation ausgerechnet nach Deutschland zu kommen?

Yonatan Shay: Das ist eine sehr gute Frage. Was mich motiviert, was mich angetrieben hat, diese Gesandtschaft in Deutschland zu übernehmen, waren zum einen religiöse und zum anderen zionistische Gründe. Zunächst einmal wollte ich im Ausland etwas für Israel tun. Ich habe bereits zuvor drei Jahre in Deutschland gelebt, bevor meine Gesandtschaft in München begonnen hat. Dabei habe ich mitbekommen wie schlecht unser Ruf und das israelische Image in Deutschland ist, und das wollte ich durch Hasbara (Öffentlichkeitsarbeit) und durch Aufklärungsarbeit zusammen mit jüdischen Studenten verbessern. Außerdem wollte ich auch pädagogische Aktionen mit jüdischen und nichtjüdischen Kollegen gemeinsam durchführen. Mir war außerdem wichtig zu erreichen, dass Juden nach Israel auswandern. Ich glaube wirklich, dass die Aliya für einige Juden sehr essentiell ist. Auch für uns in Israel ist es wichtig junge, ausgebildete Leute aufzunehmen. Es gibt bestimmte Menschen, die noch diesen einen kleinen Push brauchen, um Aliya zu machen. Dabei wollte ich helfen.

Foto: Mit Yonatan Shay sprach Michal Kornblum (rechts).


Autor: Jüdische Rundschau
Bild Quelle:


Dienstag, 14 Juli 2020

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