Rauswurf von Angelika Barbe: Vorsitzende von SPD-Tarnverein wirft AfD „Tarnen und Täuschen“ vor [Video]

Rauswurf von Angelika Barbe:

Vorsitzende von SPD-Tarnverein wirft AfD „Tarnen und Täuschen“ vor [Video]


Am 18.7. lud die ehemalige DDR-Oppositionelle und SPD-Ost-Mitbegründerin Angelika Barbe zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Petr Bystron (AfD) Freunde und Unterstützer in den Augustiner Keller in München. Als der Wirt Christian Vogler feststellte, dass sich unter den Gästen auch AfD-Anhänger befanden, wurden sie kurzerhand gebeten zu gehen.

Vorsitzende von SPD-Tarnverein wirft AfD „Tarnen und Täuschen“ vor [Video]

In einer Presseerklärung zeigte sich die Münchener SPD „fassungslos“ über den angeblichen „Tabubruch der AfD“. Da die AfD nach Aussage der SPD vermutete, „dass der Wirt die Reservierung der AfD nicht annehmen würde, gaben sie sich bei der telefonischen Anmeldung kurzerhand als SPD aus.“ SPD-München-Vize Micky Wenngatz nannte es „eine neue Kategorie des Tarnens und Täuschens.“

Angelika Barbe wunderte sich, „dass niemand von der SPD München sich die Mühe gemacht hatte, bei mir vorher anzufragen. Ein Telefonat hätte gereicht, um zu klären, dass die Tische im Augustiner Keller auf meinen Namen bestellt wurden. Als ehemaliges Bundesvorstandsmitglied und ehemalige Bundestagsabgeordnete der SPD kann ich mich für das jetzige Personal der SPD und dessen Gebaren nur schämen. Ich bin froh, dieser Partei rechtzeitig den Rücken gekehrt zu haben.“

Es müsse um die SPD „sehr schlecht bestellt sein, wenn sie es nötig hat, gegen ein friedliches Zusammensein Münchner Bürger mit einer ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten im Biergarten auf eine derart üble Art zu polemisieren“, so Barbe. Dieses Vorgehen rufe bei ihr „Erinnerungen an die unheilvolle Zeit der SED Diktatur in der DDR“ hervor, als Oppositionelle „diffamiert und eingeschüchtert“ wurden.

Tatsächlich ist die SPD in Bayern aktuell um 2% auf 7% in den Umfragen gefallen, die AfD stieg um 2% ebenfalls auf 7%. Micky Wenngatz ist nicht nur Stadträtin und stellvertretende Vorsitzende der Münchner SPD, sondern auch des Vereins „München ist bunt“, der gezielt Stimmung gegen die AfD und angebliche „Rechte“ bei Corona-Demos macht. „München ist bunt“ hat seinen Sitz in der Parteizentrale der Münchener SPD im Georg-Vollmer-Haus am Oberanger 38 und wurde in der Vergangenheit aus der Stadtkasse finanziert, wie Linksextremismus-Experte Christian Jung in seinem Buch „Der Links-Staat“ schreibt:

„Fast ausschließlich Genossen gründeten die Vereinigung, der auch noch die Gemeinnützigkeit zuerkannt wurde, weil es augenscheinlich dem Gemeinwohl dient, wenn die SPD einen Verein gründet. Nicht nur die Vereinsvorsitzende Micky Wenngatz gehört der SPD an… Gründungsmitglied Hans Bauer ist seinerzeit im Bezirksausschuss 19 als Vorsitzender tätig und gehört der SPD an.“ Andere Gründungsmitglieder von „München ist bunt“ wie Kommunist Martin Löwenberg gehörten „mehreren vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen an“, so Jung.

„München ist bunt“ engagierte sich im Kommunalwahlkampf 2020 gegen die AfD und nahm so direkt Einfluss auf den Wahlkampf, zusammen mit anderen staatlich geförderten Vereinen wie „Bellevue de Monaco“ (2017: 49.750,00 €  und 2018: 50.000,00 €  von der Bundeszentrale für politische Bildung), ein Verstoß gegen die Neutralitätspflicht für staatlich geförderte Projekte.

„München ist bunt“ kooperiert u.a. mit „Endstation Rechts“ von Bayern-SPD Vorsitzende Natascha Kohnen (MdL); sowie a.i.d.a (Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle), der seit 2008 ein Jahreszuschuss von knapp 150.000 Euro gewährt wurde, um als „Fachinformationsstelle Rechtsextremismus“ politische Gegner zu beobachten; und Sea-Watch, die 2017 für den Tod von 5 Migranten verantwortlich waren, darunter 2 Kinder.

Im Mai 2019 zeichnete der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) den Verein „München ist bunt“ mit dem Bürgerpreis aus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Der SPD-OB hat also den Verein der Stellvertretenden Vorsitzenden der Münchner SPD ausgezeichnet, und empfindet dies vermutlich als sehr couragiert.

"Liebe Freundinnen und Freunde,
unter dem Eindruck der rechtsradikalen Attentate der jüngsten Vergangenheit rufen wir diesen Freitag, 6. März um 16:00 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Max-Joseph-Platz in München auf! Just don't do it. Kundgebung gegen AfD und rechten Terror
Wir sind froh, dass sich in einem denkbar breiten Bündnis das gesamte demokratische Spektrum gemeinsam gegen den rechten Terror stellt und gegen die völkischen Parolen, die diesem Terror den Weg bereiten.
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Dass sich ausgerechnet die SPD-Politikerin Micky Wenngatz laut SZ über vermeintliche Tarnungen empört, ist angesichts ihres eigenen Vorsitzendenpostens im SPD-Tarnverein „München ist bunt!“ mit Sitz in der SPD-Parteizentrale nur noch mit einer schamlosen Chuzpe zu erklären“, so Christian Jung gegenüber jouwatch.

„München ist bunt“ organisiert schon seit 2015 Kampagnen, um Münchener Wirte einzuschüchtern und zu bedrohen, wenn sie nicht-linke Veranstaltungen zulassen. Schon 2016 verlor der Pächter des „Casa Mia“ in Sendling, Giovanni Costa, deswegen seine Existenz. „Wir haben ein Problem“, sagte der Sizilianer damals dem „Spiegel“. In Deutschland habe sich etwas verändert, die Meinungsfreiheit sei in Gefahr – und er sei eines der Opfer.

 

 

Erstveröffentlicht bei jouwatch - Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. - Foto: Nicht "bunt" genug? DDR-Oppositionelle Angelika Barbe wurde aus Münchener Biergarten geworfen


Autor: Collin McMahon
Bild Quelle: Screenshot YT


Dienstag, 28 Juli 2020

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