Berliner Philharmoniker kämpfen gegen Abstandsregel

Berliner Philharmoniker kämpfen gegen Abstandsregel


Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko kämpfen gegen die Corona-Abstandsregeln für Orchester, meldet tagesspiegel „Unsere Arbeit vollzieht sich vor allem in nonverbaler Kommunikation“, habe Petrenko gesagt und die Interpretation einer Sinfonie mit dem Flug eines Vogelschwarms gen Süden verglichen.

Berliner Philharmoniker kämpfen gegen Abstandsregel

Beides seien große Reisen, in beiden Fällen sei der körperliche Kontakt konstitutiv fürs Gelingen. Darum würden die Berliner Philharmoniker hinter den Kulissen intensiv dafür kämpfen, dass sich schnell etwas ändere an ihren Abstandsregeln.

Das Problem sei nur, dass die Klassikprofis es bei diesem Kampf mit einem Gegner zu tun hätten, der nicht die geringste Ahnung von den Bedürfnissen der Branche hat. Berlins Kultursenator Klaus Lederer mache lediglich die Vorschriften für den Zuschauerraum und die Foyers. Für die Bühne sei der Arbeitsschutz zuständig. Die Unfallkassen aber setzten auf größtmögliche Absicherung ihrer Interessen und gäben darum rigide „Handlungsempfehlungen“ heraus, denen man besser nicht zuwider handele.

Am Freitag, als Kirill Petrenko bei einem Pressetermin im Foyer des Kammermusiksaals seine Forderung nach einer Lockerung der Regeln für Orchester erhebt, soll Andrea Zietzschmann, die Intendantin der Philharmoniker, bereits ein Gespräch mit dem Staatssekretär von Arbeitsminister Hubertus Heil hinter sich gebracht haben. Als „sehr, sehr zäh“ habe sie die Verhandlungen beschrieben – was umso unverständlicher sei, da für Film und Fußball längst individuell angepasste Lösungen gefunden worden seien. Derzeit laufe eine Studie von TU und Charité zur Verteilung von Aerosolen in der Philharmonie. Die Künstler hoffen auf Ergebnisse, die ihnen argumentativ helfen.


Autor: AchGut
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Samstag, 19 September 2020

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