Zahlen verfügbarer Intensivbetten geringer als gemeldet

Zahlen verfügbarer Intensivbetten geringer als gemeldet


In Deutschland sind weniger freie Intensivbetten einsatzbereit als bisher angenommen. „Bundesweit melden Kliniken freie Betten als verfügbar an, obwohl einige wegen des Personalmangels gar nicht genutzt werden können“.

Zahlen verfügbarer Intensivbetten geringer als gemeldet

Habe Christian Karagiannidis, Sprecher des DIVI-Intensivregisters der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin der „Welt am Sonntag“ gesagt. Dies werde nun zum Problem. „Wir wiegen uns bei der Zahl der freien Intensivbetten in falscher Sicherheit“, wird Karagiannidis weiter zitiert.

Die Zahl sei Grundlage für politische Entscheidungen. „Einigen Geschäftsführern ist nicht klar, welche große gesellschaftliche Verantwortung sie mit dieser Meldung tragen.“ Er rufe daher alle Kliniken auf, „ganz ehrlich“ ihre freien Betten zu melden.

Aufgefallen sei dem Sprecher die Entwicklung in den vergangenen zwei, drei Wochen. „Wir bekommen immer mehr Rückmeldungen von Notärzten quer aus Deutschland, die uns sagen: Ich habe Schwierigkeiten, meine Patienten in Kliniken unterzubringen, obwohl uns das Register in der Region Dutzende freie Betten anzeigt“, habe der Intensivmediziner gesagt, der die Meldungen anschließend stichprobenartig in einzelnen Kliniken überprüft hätte.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Von Ad Meskens - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69850627


Sonntag, 01 November 2020

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