Bauwirtschaft kann Wohnraumbedarf nicht decken

Bauwirtschaft kann Wohnraumbedarf nicht decken


Bundesregierung konnte keine 1,5 Mio. neue Wohnungen schaffen - Unter 15 Mio. Zuwanderern in 10 Jahren waren kaum Bauarbeiter

Bauwirtschaft kann Wohnraumbedarf nicht decken

Von Albrecht Künstle

Diese Woche stellte die Bundesregierung die Bilanz ihrer Wohnungsbaupolitik vor. Eigentlich keine schlechte, aber sie konnte nicht Schritt halten mit ihrer Migrationspolitik. Das Ziel dieser letzten (?) Amtszeit Merkels war, 1,5 Mio. neue Wohnungen zu bauen, meinte die Kanzlerin im September 2018, ein Jahr nach Beginn ihrer vierten Residenz. OK, das mit der wundersamen Wohnungsvermehrung war von der Meinungsfreiheit gedeckt, die auch für Frau Merkel gilt. Im Jahr 2019 blieb der Neubau von Wohnungen um 500 000 hinter den Genehmigungen zurück, 2020 wird es nicht viel anders sein.

Wenn es gut läuft, können es bis September dieses Jahres 1,2 Mio. werden – aber nur wenn die Baugenehmigungen gezählt werden, statt bezugsfertiger Wohnungen. Das ist etwa so, als ob man eigentlich ein Auto kaufen wollte, aber es nicht in Produktion geht, weil man kein Geld oder keinen Parkplatz dafür hat. Die KfW-Bank schätzt den noch ungedeckten Bedarf an zusätzlichen Wohnungen auf 350 bis 400 000 Wohnungen – pro Jahr!

Gebaut wurden insbesondere Mehrfamilienhäuser, nicht Eigenheime wie die Grünen meinen. Der Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern geht zurück, 2019 wurden Mehrfamilienhäuser mit durchschnittlich zehn Wohnungen gebaut. Jahrelang wurde über die Wohnungsnot diskutiert, aber es geschah wenig. Erst der erfolgreiche Lockruf der Kanzlerin löste einen Schub aus. Im Jahr 2016 wurde plötzlich der Neubau von so vielen Wohnungen genehmigt wie drei Jahre zuvor zusammen – die Kanzlerin hat eine willfährige Riege um sich geschart. Der Neubau blieb jedoch erwartungsgemäß hinter den Genehmigungen zurück. 2016 wurden nicht mehr Wohnungen fertiggestellt als im Willkommensjahr 2015, denn die Bauwirtschaft war ausgelastet.

Warum klemmt es, obwohl die Kanzlerin Millionen „Fachkräfte“ ins Land holte? Wie konnte sie als Atomphysikerin auch ahnen, dass die willkommen geheißenen Menschen nicht besonders gut im anstrengenden Baugewerbe sind. Obwohl sie es eigentlich sein müssten, denn wo Häuser von oben oder durch Bombenanschläge zerstört werden, muss der Bedarf an Bauarbeitern groß sein. Und in Afrika lebt man ja auch lieber in Häusern als in Hütten. Aber nein, Bauberufe stehen nicht auf der Wunschliste der Merkel-Gäste. Noch schlechter: Sie bauen keine Wohnungen, sondern sie brauchen darüber hinaus selbst welche. Sie sind also keine Lösung, sondern Teil des Problems. Also müssen die Einheimischen und Arbeiter aus Osteuropa ran.

Aber vielleicht kann die Home-Office-Offensive das Problem lösen? Diese „moderne“ Arbeitsform von zu Hause aus soll produktiver sein meinen welche, die noch nie richtig gearbeitet haben. Dieselben Leute, die der „Corona-Epidemie große Chancen“ abgewinnen. Bisher wurde bei der Maloche anscheinend alles falsch gemacht. Wenn man die Wohnungen von zu Hause aus erbaut, kann man vielleicht schon in der Bauphase drin wohnen? Nein, das Recht auf Homeoffice ist eine Schnapsidee, so schädlich wie der frühere Bierkonsum auf Baustellen.

Noch etwas: Wohnung ist nicht gleich Wohnung. Die Kinderzahl der Familien nimmt aus bekannten Gründen zu. Größere Familien brauchen größere Wohnungen. Damit sind nicht die wenigen muslimischen Paschas gemeint, die sich mehr als eine Frau im Haushalt leisten. Es geht vielmehr um die Kinder. Die vielen die man in den Kinderwagen auf den Straßen sieht, brauchen auch Platz in den Häusern. Größere Wohnungen werden nun auch verstärkt gebaut. Aber an größeren Wohnungen kann man nicht in der gleichen Zeit genauso viele bauen, sie gehen zulasten der Anzahl der Wohnungen.

Wer das alles nicht wahrhaben will: Zuwanderung als treibende Kraft

„Seit dem Jahr 2011 hat sich die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und Wohnheimen bis 2019 mehr als verdoppelt. Besonders ausgeprägt war diese Entwicklung in den sieben größten Städten, wo wegen der hohen Baulandpreise vor allem Geschosswohnungsbau stattfindet. Dort wurden im gleichen Zeitraum 4 Wohnungen pro Jahr je 1.000 Einwohner genehmigt, im restlichen Bundesgebiet waren es nur 1,6 Wohnungen. Vor allem Frankfurt/Main und München wiesen mit 5,5 bzw. 5,4 Wohnungen eine hohe Genehmigungsintensität auf.

Die Investoren reagierten damit vor allem auf das Bevölkerungswachstum, dessen treibende Kraft die Zuwanderung war. Diese kam in den großen Städten in den Jahren 2011 bis 2018 zu über 90 % aus dem Ausland. Die sieben Städte profitierten aber nur bis 2013 von der Binnenwanderung innerhalb Deutschlands. Seitdem ist der Wanderungssaldo mit dem Umland wieder negativ, vor allem wegen der hohen und stark steigenden Wohnungsmieten.“

Die hohen Mieten der zu ihren Familien ziehenden Ausländer werden von diesen Städten getragen. „Seit Anfang 2020 wurde das Wohngeld für bedürftige Familien zweimal erhöht“. Die Zahl der Bezugsberechtigten stieg bundesweit um 38 Prozent auf 600 000 Haushalte. Die heimischen Einwohner, die sich solche Mieten nicht mehr leisten können oder wollen, ziehen ins Umland. Und fahren dann in die Stadt, um dort weitere Wohnungen für weitere Zuzügler zu bauen.


Autor: Albrecht Künstle
Bild Quelle: Südstädter, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons


Samstag, 27 Februar 2021

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